Saisonabschluss in Steinkirchen: Altenerding kämpft aufopferungsvoll, unterliegt aber deutlich

Saisonabschlussspiel in Steinkirchen. Die Frage vor dem Anpfiff lautete: Wer kann sich mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause verabschieden?

Die Voraussetzungen waren für Altenerding dabei alles andere als optimal. Aufgrund zahlreicher Absagen mitten in den Pfingstferien wurde die Partie im Modus 9 gegen 9 ausgetragen. Altenerding reiste sogar nur mit zehn Spielerinnen an. Viele Akteurinnen befanden sich bereits im Urlaub oder fielen verletzt aus. Es wurde deutlich: Die lange Saison hatte ihre Spuren hinterlassen.

Bei bewölktem Himmel und sehr warmen Temperaturen füllte sich der Sportplatz in Steinkirchen langsam. Altenerding spielte in Schwarz, die Gastgeberinnen in Weiß.

Steinkirchen dominiert die Anfangsphase

Die ersten fünf Minuten gehörten klar den Gastgeberinnen. In der siebten Minute kam Steinkirchen zum ersten gefährlichen Abschluss aus dem Strafraum. Für Altenerding stand mit Lena Birkner erstmals eine neue Torhüterin zwischen den Pfosten, die den Schuss jedoch sicher parierte.

In der Folge nahm der Druck weiter zu. Altenerding fand kaum noch in die Zweikämpfe und musste innerhalb von vier Minuten fünf weitere Torabschlüsse hinnehmen. Doch Birkner zeigte starke Paraden und hielt ihre Mannschaft zunächst im Spiel.

In der 14. Minute folgte eine Szene, die für viel Gesprächsstoff sorgte. Um Heidi Mückel an der Mittellinie zu stoppen, wurde sie mit einem heftigen Bodycheck zu Fall gebracht. Dabei flog sie sogar aus dem Spielfeld bis unmittelbar vor die Zuschauer – ohne dass die Gegenspielerin den Ball berührt hätte. Der Pfiff blieb jedoch aus, einer von vielen aus Sicht der Gäste fragwürdigen Entscheidungen an diesem Abend. Mückel musste verletzt ausgewechselt werden. Die anschließende Behandlungspause kam Altenerding gelegen, um sich neu zu sortieren.

In der 18. Minute verhinderte Birkner nach einem Schuss erneut den Rückstand und fing wenig später eine Flanke sicher ab. Mit jeder Aktion gewann die Debütantin an Sicherheit.

Doppelschlag bringt Steinkirchen auf die Siegerstraße

In der 24. Minute fiel schließlich das überfällige 1:0. Nach einer Flanke von der linken Seite bekam Altenerding den Ball nicht geklärt. Über die Hand einer Angreiferin gelangte das Spielgerät zur Torschützin, die aus rund zehn Metern einschob.

Nur zwei Minuten später folgte der nächste Rückschlag. Ein langer Ball erreichte die Stürmerin, die sich durchsetzte und vom Strafraumrand zum 2:0 traf.

Nach 29 Minuten gab es die erste Trinkpause. Für Altenerding kam sie allerdings etwas zu spät. Bis dahin spielte praktisch nur ein Team. Die einzige vielversprechende Aktion der Gäste in der gegnerischen Hälfte war zuvor durch ein grobes Foul gestoppt worden.

In der 35. Minute erhöhte Steinkirchen auf 3:0. Nach einem Pass in die Spitze gewann die Stürmerin das Laufduell mit Lena Birkner, umkurvte die Torhüterin und traf aus spitzem Winkel.

Kurz vor der Pause meldete sich Altenerding erstmals offensiv an. In der 42. Minute verlängerte Amelie Zeiler einen Ball in die Spitze. Naomi Steinbrecher lief von der Mittellinie alleine auf das Tor zu, wurde jedoch entscheidend bedrängt. Ihr Abschluss verfehlte das Gehäuse knapp.

Die erste Halbzeit endete nach acht Minuten Nachspielzeit.

Altenerding zeigt Moral

Trotz des klaren Rückstands gab es in der Halbzeit auch Positives. Seit dem 3:0 standen die Gäste deutlich kompakter, gingen näher an die Gegenspielerinnen heran und verteidigten höher. Zudem kehrte Heidi Mückel kurz vor der Pause zurück auf das Feld, so dass Altenerding wieder eine Wechseloption zur Verfügung hatte.

Die zweite Hälfte begann offen. Direkt nach Wiederanpfiff tankte sich Naomi Steinbrecher an drei Gegenspielerinnen vorbei und spielte scharf vors Tor. Amelie Zeiler verpasste die Hereingabe nur knapp. Wenig später kam Zeiler selbst zum Abschluss.

Die größte Chance auf den Anschlusstreffer hatte erneut Steinbrecher nach einem Pass von Julia Mückel. Ihr Schuss wurde jedoch stark von der Torhüterin pariert.

Erstes Saisontor für Heidi Mückel

In der 55. Minute belohnte sich Altenerding endlich für die Leistungssteigerung. Naomi Steinbrecher spielte einen starken Pass auf Heidi Mückel. Die setzte sich im Strafraum gegen ihre Gegenspielerin durch und schlenzte den Ball unhaltbar ins linke obere Eck zum 3:1.

Für Heidi Mückel war es das erste Saisontor und plötzlich keimte bei den Gästen wieder Hoffnung auf.

Doch diese Hoffnung hielt nur wenige Sekunden. Im direkten Gegenzug stellte Steinkirchen nach einem Gewühl vor dem Tor den alten Abstand wieder her und erhöhte auf 4:1. Zwei Minuten später folgte das 5:1 nach einem schnellen Konter über die rechte Seite.

Trotzdem gab Altenerding nicht auf. Nach einem Pass von Julia Mückel kam Anika Michael zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp. Die zweite Halbzeit entwickelte sich insgesamt deutlich ausgeglichener, mit Chancen auf beiden Seiten.

Kurioser Schiedsrichter-Auftritt

Für Verwunderung sorgte auch die Spielleitung. Der junge Schiedsrichter ließ über weite Strecken nahezu alles laufen und ahndete kein einziges Foulspiel. Erst in der 65. Minute ertönte der erste Pfiff – und es blieb zugleich der einzige der gesamten Partie.

So fair, wie es die Statistik vermuten lässt, verlief das Spiel allerdings nicht. Mehrere Fouls auf beiden Seiten blieben ungeahndet. Aus Sicht Altenerdings hätte es zudem wenig später einen Elfmeter geben müssen.

Dennoch blieb die Begegnung lebendig. Pia Stipkovic kam zu einem Abschluss, anschließend brachte Naomi Steinbrecher einen Eckball gefährlich vor das Tor. Eine Abwehrspielerin klärte den Ball unglücklich mit dem Knie, wodurch dieser nur knapp über die Latte flog.

Deutlicher Endstand zum Saisonende

In den Schlussminuten schwanden bei Altenerding die Kräfte. Steinkirchen nutzte dies aus und erhöhte mit zwei späten Treffern auf 6:1 und schließlich 7:1.

Kurz darauf war Schluss.

Für Altenerding endet damit eine kräftezehrende Saison. Angesichts der zahlreichen Ausfälle wäre es wohl selbst am kommenden Wochenende schwierig geworden, eine Mannschaft aufzustellen. Nun heißt es zunächst: Wunden lecken, Kräfte sammeln und den Blick auf die neue Saison im September richten.

Bis dahin steht jedoch etwas anderes im Vordergrund: Sommer genießen, Eis essen und Zeit im Schwimmbad verbringen.

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