Aufstellung:
1. Nicolas Brendel, 2. Patrick Lisiewicz (74. Mehmet Acikgöz), 3. Mehmet Acikgöz (46. Nessim Mahsas), 4. Victor Bezerra do Nascimento (46. Marco Baumann), 5. Michael Kopp , 6. Mohammed Aldaher, 7. Enes Cosickic (46. Ajdin Nienhaus), 8. Altin Capa (62. Yousef Takrouri), 9. Nicolas Esono Ntutum (77. Bleron Bajraktari), 10. Suheyp Trabelsi, 11. Julian Topf
Torschützen:
0:1 Nicolas Esono Ntutum (76./Foulelfmeter/Mohammed Aldaher)
0:2 Bleron Bajraktari (87.)
Gelbe Karten:
Patrick Lisiewicz
Nessim Mahsas
Gelb-Rote Karten:
keine
Rote Karten:
keine
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
170
Spielbericht:
Mit einem verdienten 2:0-Erfolg beim SV Eintracht Berglern hat die SpVgg Altenerding die nächste Runde des diesjährigen Toto-Pokal-Wettbewerbs erreicht. Gegen den Titelverteidiger auf Kreisebene bestimmte die Huber-Elf über weite Strecken das Geschehen, musste sich aber lange gedulden, ehe Nicolas Esono Ntutum per Strafstoß und Bleron Bajraktari in der Schlussphase für die Entscheidung sorgten.
Von Beginn an übernahmen die Veilchen das Kommando. Während sich der SV Eintracht Berglern sehr defensiv aufstellte und zunächst vor allem darauf bedacht war, die Räume rund um den eigenen Strafraum eng zu machen, ließ die SpVgg den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen und suchte nach Lücken im dicht gestaffelten Abwehrverbund der Hausherren.
Die erste Möglichkeit ließ deshalb auch nicht lange auf sich warten. Altin Capa fasste sich aus der Distanz ein Herz und hatte Pech, dass sein Schuss lediglich am Außenpfosten landete (9.).
Auch danach spielte sich das Geschehen nahezu ausschließlich in der Berglerner Hälfte ab. Altenerding hatte deutlich mehr Ballbesitz und diktierte die Partie, kam gegen die tief stehenden Gastgeber zunächst jedoch nur selten gefährlich in den Strafraum.
„Wir haben die Tiefe nicht gefunden und sind nicht hinter die Kette gekommen“, analysierte Trainer Stefan Huber die Schwierigkeiten seiner Mannschaft im ersten Durchgang. So fehlte dem Spiel der Veilchen trotz der deutlichen Feldüberlegenheit lange Zeit die letzte Konsequenz.
Erst in den Schlussminuten der ersten Halbzeit erhöhte die SpVgg noch einmal merklich das Tempo und wurde zielstrebiger. Nach einer Ecke von Michael Kopp stieg Victor Bezerra do Nascimento am höchsten, setzte seinen Kopfball jedoch über das Berglerner Tor (38.).

Vier Minuten vor dem Pausenpfiff schien die längst verdiente Führung dann eigentlich fällig. Nach einem Befreiungsschlag der Altenerdinger setzte sich Nicolas Ntutum im Laufduell gegen Fabian Taubmann durch und legte den Ball anschließend flach in die Mitte. Dort hätte Enes Cosickic nur noch ins verwaiste Tor einschieben müssen, doch der Altenerdinger Angreifer lief nicht konsequent durch und so blieb die große Gelegenheit ungenutzt.

„Diese Chance müssen wir nutzen“, zeigte sich Huber angesichts der vergebenen Möglichkeit entsprechend unzufrieden. Und beinahe hätte es unmittelbar vor der Pause doch noch mit der Führung geklappt. Nachdem Suheyp Trabelsi am rechten Strafraumeck gefoult worden war, trat Bezerra do Nascimento zum Freistoß an. Sein Versuch strich jedoch nur um Zentimeter am Berglerner Gehäuse vorbei.

Torlos ging es deshalb in die Kabinen, obwohl die Gäste die Partie bis dahin weitgehend kontrolliert hatten.
Huber reagierte zur Pause und nahm gleich drei Wechsel vor. Am Spielbild änderte sich jedoch wenig. Auch nach Wiederbeginn rollte der Ball fast ausschließlich in Richtung des Berglerner Tores. Die Gastgeber verteidigten weiterhin mit großem Aufwand und machten es den Veilchen schwer, klare Abschlusssituationen herauszuspielen.
In der 61. Minute lag die Führung erneut in der Luft. Nach einer Ecke von Baumann kam Ajdin Nienhaus zum Kopfball, setzte das Leder aber knapp über den Querbalken.

Die SpVgg blieb geduldig, erhöhte den Druck und wurde zwölf Minuten vor dem Ende schließlich für ihren Aufwand belohnt. Nach einem Ballgewinn schaltete Trabelsi schnell um, trieb das Leder nach vorne und bediente den auf der linken Seite freistehenden Mohammed Aldaher. Dieser zog in den Strafraum und wurde im Duell mit Eintracht-Kapitän Michael Faltlhauser regelwidrig gestoppt.
Der Unparteiische zeigte folgerichtig auf den Punkt. Ntutum übernahm die Verantwortung und ließ Berglerns Schlussmann Christian Eiba keinerlei Abwehrchance. Mit viel Vehemenz jagte er den Strafstoß unter die Latte und sorgte damit in der 78. Minute für die längst überfällige 1:0-Führung.

Doch der Titelverteidiger gab sich noch nicht geschlagen. In der 83. Minute kamen die Hausherren zu ihrer ersten wirklich nennenswerten Torchance der Partie. Ein Freistoß von Michael Faltermeier strich nur um Haaresbreite am Altenerdinger Tor vorbei und erinnerte die Veilchen daran, dass der knappe Vorsprung noch keineswegs die Entscheidung bedeutete.
Drei Minuten vor dem Ende machte die SpVgg dann aber endgültig den Deckel drauf. Nach einem Freistoß von Ajdin Nienhaus konnte Eiba den Ball nur nach vorne abklatschen lassen. Bleron Bajraktari reagierte am schnellsten, stand goldrichtig und drückte den Abpraller zum 2:0 über die Linie.
Damit war die Partie entschieden und die SpVgg Altenerding durfte wenig später einen aufgrund der deutlichen Spielanteile und des Chancenverhältnisses hochverdienten Einzug in die nächste Pokalrunde feiern.
Für den SV Eintracht Berglern endete dagegen die Pokalreise, die dem Verein in der vergangenen Spielzeit noch den Titel auf Kreisebene beschert hatte, diesmal frühzeitig. Große Enttäuschung herrschte bei den Gastgebern allerdings nicht. „Im letzten Jahr war der Pokalwettbewerb ein schönes Erlebnis, doch nach unserem Fehlstart in die neue Saison ist das Ausscheiden nicht tragisch“, nahm Eintracht-Kapitän Michael Faltlhauser das Pokalaus gelassen hin.
Für die Veilchen geht die Reise dagegen weiter. Nach einer über weite Strecken souveränen Vorstellung und viel Geduld gegen einen tief stehenden Gegner belohnte sich die Mannschaft von Stefan Huber in der Schlussphase doch noch für ihre klare Überlegenheit und darf nun gespannt auf den nächsten Gegner im Toto-Pokal blicken.

