Packende Aufholjagd kommt zu spät: C-Junioren unterliegen knapp bei der JFG Paartal
Ein verschlafener Auftakt und Abstimmungsprobleme im Aufbauspiel kosteten den C-Junioren der SpVgg Altenerding am 4. Spieltag der Quali-Kreisliga wertvolle Punkte. Trotz eines deutlichen 0:3-Rückstands bewiesen die Lilanen bei der JFG Paartal enorme Moral, drückten den Gegner in der Schlussphase tief in die eigene Hälfte, mussten sich nach einer beherzten Aufholjagd am Ende aber hauchdünn mit 2:3 geschlagen geben.
1. Halbzeit: Kaltstart und schwere Beine im Mittelfeld
Bei kühlen 15 Grad und bedecktem Himmel erwischten die Veilchen einen echten Denkmalstart. Bereits in der 2. Minute tankte sich Lewis Habel über die linke Seite kraftvoll in den Strafraum, ehe ihn ein Verteidiger im letzten Moment mit einer hochriskanten Grätsche stoppen konnte. Die bitteren Folgen: Habel verletzte sich am Sprunggelenk und musste vorübergehend ausgewechselt werden – für ihn kam Pablo Ahlschläger früh in die Partie. Altenerding wirkte in der Folge verunsichert. Das körperlich präsente Mittelfeld der Gastgeber setzte die Lilanen mit frühem Pressing massiv unter Druck, was zu Abstimmungsproblemen und Ballverlusten führte. So auch in der 10. Minute: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld zögerte Felix Binder im Zweikampf einen Moment zu lange. Der bärenstarke Stürmer der Hausherren – die gegnerische Nummer 11 – profitierte, lief frei auf Moritz Hartlmaier zu und ließ dem Keeper keine Abwehrmöglichkeit. Nur drei Minuten später legte die Paartaler Spitze per Doppelschlag nach und erhöhte auf 2:0 (13.).
Altenerding versuchte zu antworten. In der 20. Minute bediente Pablo Ahlschläger den mitgelaufenen Mailo Skupnik mit einem maßgeschneiderten Steckpass, doch Skupnik verlor frei vor dem Gehäuse entscheidende Zehntelsekunden bei der Ballkontrolle und wurde geblockt. Kurz darauf strich ein tückischer Freistoß von Skupnik aus halblinker Position nur haarscharf am linken Pfosten vorbei (29.). In der Abwehrreihe mussten Ludwig Woitzik und Felix Binder in der Innenverteidigung Schwerstarbeit verrichten. Während Leon Rechenmacher auf der linken Außenbahn defensiv immer wieder Löcher stopfte, zeigte der rechte Außenverteidiger Lukas Ramm eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den Vorwochen und schaltete sich mutig nach vorne ein – stets bedacht auf die schnellen Konter der Hausherren.
Im defensiven Mittelfeld rieben sich Felix Hartlmaier und Lenny Peschke auf. Um für mehr Anspielstationen zu sorgen, rückte Mateo Rezvan schon nach wenigen Minuten aus dem Sturmzentrum ins zentrale Mittelfeld, wo er gegen die robuste Paartaler Hintermannschaft hart kämpfen musste. Das Trainerteam reagierte in der 25. Minute und brachte Benedek Balász für Peschke. Alexander Montag steigerte sich langsam nach anfänglichen Unsicherheiten im Spielaufbau. Kurz vor dem Pausenpfiff kombinierte sich Altenerding noch einmal sehenswert durch: Mateo Rezvan bediente Felix Hartlmaier, der uneigennützig auf Alexander Montag ablegte – dessen gewaltiger Kracher aus 18 Metern jedoch nur an die Querlatte landete.
2. Halbzeit: Kuriose Schiedsrichterentscheidung, viel Moral und verwehrte Nachspielzeit
Die Lilanen kamen mit viel Schwung aus der Kabine: Lewis Habel setzte sich im Laufduell klasse durch, zog auf und davon, jagte die Kugel aber deutlich über den Kasten. Mitten in diese Drangphase folgte in der 39. Minute der nächste Nackenschlag: Ein missglückter Befreiungsschlag von Ludwig Woitzik landete beim Gegner, der sofort querlegte – erneut war die Nummer 11 zur Stelle und nagelte den Ball unhaltbar zum 0:3 ins Netz. Dieser Gegentreffer trübte allerdings die bis dahin deutlich verbesserte Defensivarbeit der Altenerdinger. Während Lenny Peschke und Felix Hartlmaier im Zentrum mit einer klaren Leistungssteigerung vorangingen, schüttelte das Trainerteam die Abwehrformation erfolgreich um: Felix Binder rückte auf die rechte Außenverteidigerposition und bekam die gefährliche Nummer 11 der Gastgeber von Minute zu Minute besser in den Griff. Benedek Balász übernahm fortan die Innenverteidiger-Rolle.
In der 41. Minute kochten die Emotionen hoch: Mailo Skupnik konnte die enteilte Nummer 11 der Paartaler im Laufduell nur noch in letzter Not durch ein Trikotziehen stoppen. Der Paartaler Stürmer feuerte daraufhin Frust geladen den Ball auf den am Boden liegenden Felix Binder. Jeder am und auf dem Platz ging fest davon aus, dass beide Akteure für diese Szene die Gelbe Karte gesehen hatten.
Nur eine Minute später (42.) folgte die direkte sportliche Antwort der SpVgg: Nach einem durchdachten Spielaufbau tankte sich Lewis Habel im Zentrum durch. Seinen ersten Versuch konnte der Keeper nur nach vorne abklatschen lassen – beim Nachfassen war Habel gedankenschneller und spitzelte das Leder frech ins Netz zum 1:3-Anschluss.
In der 51. Minute folgte dann die große Verwunderung auf den Rängen: Nach einem erneuten Foulspiel sah die Nummer 11 von Paartal folgerichtig Gelb. Zur Überraschung aller Anwesenden – inklusive des gegnerischen Trainerteams – blieb die Ampelkarte jedoch stecken und der Spieler durfte weiterspielen! Wie sich auf spätere Nachfrage beim Unparteiischen herausstellte, war die vermeintliche Verwarnung in der 41. Minute ein Trugschluss: Der Schiedsrichter hatte das Nachschießen der Nummer 11 nicht geahndet, da der Paartaler angeblich schon in der Schussbewegung gewesen sei. Lediglich Skupnik hatte in der besagten Szene Gelb kassiert.
Altenerding, roch dennoch weiter Lunte. Alexander Montag versuchte es wenig später mit einem gefühlvollen Heber aus der zweiten Reihe, traf jedoch unglücklich den Pfosten. Den Nachschuss von Mailo Skupnik klärte Paartal in höchster Not. In der 65. Minute brannte der Strafraum der Hausherren erneut: Pablo Ahlschläger zirkelte eine Ecke präzise auf den zweiten Pfosten, wo der überragende Lewis Habel hochstieg und per Kopf den 2:3-Anschlusstreffer markierte.
Nun spielten nur noch die Veilchen! Paartal brach konditionell völlig ein und verteidigte nur noch mit Mann und Maus. In der 70. Minute hatte Alexander Montag den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein verheißungsvoller Schuss aus zehn Metern traf exakt den Kopf eines Verteidigers, der benommen liegen blieb. Nach der darauffolgenden Verletzungsunterbrechung pfiff der Schiedsrichter die Partie nach nur einer Minute Nachspielzeit überraschend ab – die Chance auf den Ausgleichstreffer blieb den Lilanen verwehrt.
Fazit
Eine verschlafene und fahrige erste Halbzeit mit zu vielen Unsicherheiten im Spielaufbau brachte die C-Junioren der SpVgg Altenerding früh auf die Verliererstraße. Trotz des bitteren 0:3-Rückstands und einer kuriosen Gelb-Rot-Verwirrung um Paartals Dreifachtorschützen zeigte die Mannschaft aber ein fantastisches Kämpferherz, riss das Spiel komplett an sich und bewies enorme Moral. Die Aufholjagd kam am Ende leider etwas zu spät, und die äußerst knappe Nachspielzeit raubte den Lilanen die Chance auf den verdienten Ausgleichspunkt. Auf der couragierten Leistung der zweiten Halbzeit lässt sich für die kommenden Aufgaben jedoch definitiv aufbauen!
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