Aufstellung:
1. Maximilian Voichtleitner, 2. Rene Feuker (83. Florian Aldinger), 3. Florian Ammon (64. Moritz Martin), 4. Yousef Takrouri, 5. Diego Baltus (79. Abel Fernandez), 6. Nick-Luis Polsfuss, 7. Ben Schiwietz, 8. Ibrahim Alakareta (79. Patrick Emberger), 9. Adrian Felsner (69. Moritz Heidemann), 10. Emilio Polsfuss, 11. Lukas Rymas

Torschützen:
1:1 Emilio Polsfuss (6.)
4:2 Emilio Polsfuss (82.)

Gelbe Karten:
Yousef Takrouri

Gelb-Rote Karten:
keine

Rote Karten:
keine

Besondere Vorkommnisse:
keine

Zuschauer:
110

Spielbericht:
Trotz einer 2:4-Niederlage im Nachholspiel beim TSV Isen zeigten die Kicker der dritten Mannschaft im Duell mit dem Aufstiegsaspiranten – vor allem im ersten Durchgang – eine ordentliche Vorstellung und wussten über weite Strecken der Partie zu überzeugen.

Dabei begann das Match beim Favoriten mit einem herben Rückschlag, denn der Sekundenzeiger hatte noch keine ganze Umdrehung zurückgelegt, ehe die Kugel zum ersten Mal im Netz der SpVgg einschlug.

Zunächst konnte man einen Eckball von TSV-Spielertrainer Sven Jajcinovic noch aus der Gefahrenzone befördern. Als der Ball jedoch wieder beim Schützen landete, zeigte der pfeilschnelle Angreifer erstmals seine Klasse. Er drang in den Strafraum ein und ließ gleich mehrere Altenerdinger Abwehrspieler schlecht aussehen, denn mit seinen technischen Fähigkeiten dribbelte er sich gekonnt durch und ließ anschließend Altenerdings Schlussmann Maximilian Voichtleitner mit einem satten Schuss aus kurzer Entfernung keine Abwehrchance.

Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten, denn nach sechs Minuten war das Spiel wieder ausgeglichen. Bei einem Konter spielte Ibrahim Alakareta das Leder auf den aufgerückten Außenverteidiger Yousef Takrouri. Dieser zog mit dem Ball am Fuß nach innen und schloss aus halblinker Position ab. Als Isens Schlussmann Jakob Sellmeier den tückischen Ball, der auf dem nassen Geläuf unmittelbar vor ihm aufsprang, nur nach vorne abwehren konnte, war Emilio Polsfuss zur Stelle und nutzte den Abpraller zum 1:1-Ausgleichstreffer.

Anschließend übernahm jedoch Isen das Kommando und drängte auf die erneute Führung, wobei vor allem eine Reihe gefährlicher Eckbälle immer wieder für prekäre Situationen vor dem Altenerdinger Tor sorgte.

Doch mit großer Leidenschaft und hoher Zweikampfintensität überstand die SpVgg diese Drangperiode des TSV unbeschadet und wäre nach 20 Minuten beinahe selbst in Führung gegangen. Diesmal zwang Emilio Polsfuss den Isener Torhüter Sellmeier bei einem Freistoß zu einer Glanzparade. Doch damit war die Gefahr noch nicht gebannt, denn Alakareta kam zum Nachschuss. Leider traf er den Ball nicht voll, sodass Sellmeier die Situation schließlich entschärfen konnte (20.).

Zwei Minuten später kombinierten sich die Hausherren gekonnt durch das Mittelfeld, sodass Arien Peci aus etwa 23 Metern zum Abschluss kam. Das Leder verfehlte das Ziel jedoch um rund einen halben Meter.

Auch die nächste Chance gehörte dem TSV. Nach einem Pass in die Tiefe kam Jajcinovic einen Tick vor dem aus seinem Tor eilenden Voichtleitner an den Ball, doch der Keeper warf sich dem Spielertrainer mutig entgegen und konnte den Ball gerade noch abwehren.

Dann sollten die Isener allerdings doch wieder in Front gehen. Nach einem Ball in die Tiefe kam es zum Laufduell zwischen dem überragenden Florian Ammon und seinem Kontrahenten Florian Maurer. Als der Altenerdinger Abwehrspieler zu einer beherzten Grätsche ansetzte, traf er sowohl Ball als auch Gegner. Maurer ging zu Boden und der Unparteiische entschied auf Elfmeter, den Julius Schweiger sicher zum 2:1-Führungstreffer verwandelte (26.).

Die Gäste ließen sich davon jedoch zunächst nicht beeindrucken. Als die SpVgg erneut einen Freistoß in aussichtsreicher Position zugesprochen bekam, trat wiederum Emilio Polsfuss zur Ausführung an. Bei diesem Versuch hatte der Altenerdinger Anhang den Torschrei bereits auf den Lippen, doch mit einer sensationellen Parade verhinderte Sellmeier den durchaus möglichen 2:2-Ausgleich (32.).

Vier Minuten vor dem Seitenwechsel bot sich der SpVgg nochmals eine gute Chance zum Ausgleich. Nach einem langen Ball nach vorne schien ein TSV-Abwehrspieler das Leder bereits sicher zu haben, doch Emilio Polsfuss setzte entschlossen nach und luchste seinem Gegenspieler den Ball ab. Anschließend drang er von der rechten Seite in den Strafraum ein und kam auch zum Abschluss, doch abermals zeigte Sellmeier seine Klasse und lenkte den Flachschuss gerade noch um den Pfosten.

So ging man zwar mit einem knappen Rückstand, aber durchaus mit einem guten Gefühl in die Halbzeitpause, denn die SpVgg war keineswegs chancenlos und hatte immer wieder gefährliche Nadelstiche gesetzt. Daran wollte man nach Wiederbeginn anknüpfen.

Allerdings sollte es zunächst ganz anders kommen, denn die Gastgeber kamen wild entschlossen aus der Kabine und wollten die Partie nun schnell zu ihren Gunsten entscheiden, sodass die Veilchen zunehmend mit dem Rücken zur Wand standen.

Schon nach drei Minuten drohte der nächste Gegentreffer, als man in einen Konter lief. Das Leder wurde von der rechten Seite nach innen gespielt und Schweiger kam frei vor dem Tor an die Kugel. Er lupfte diese gefühlvoll über Keeper Voichtleitner hinweg, doch Ammon war noch rechtzeitig zur Stelle und köpfte den Ball kurz vor dem Überschreiten der Torlinie neben dem Pfosten ins Toraus.

Dann fiel jedoch der nächste Gegentreffer, der äußerst unglücklich zustande kam. Jajcinovic schlug einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum, wobei Keeper Voichtleitner durch den Blick in das grelle Flutlicht den Ball aus den Augen verlor. So segelte die Kugel unberührt am Torhüter vorbei ins lange Eck und brachte den Gastgeber mit 3:1 in Führung (61.).

In der Folgezeit blieben die Hausherren deutlich spielbestimmend und bei der SpVgg machte sich zunehmend der Kräfteverschleiß bemerkbar, sodass man sich kaum noch aus der Umklammerung lösen konnte.

Nach 75 Minuten brannte es erneut vor dem Tor der SpVgg. Nach einem sehenswerten Solo von Jajcinovic hatte dieser nur noch Schlussmann Voichtleitner vor sich, scheiterte jedoch am erneut überragend reagierenden Keeper.

Nur eine Minute später musste dieser dann doch wieder hinter sich greifen. Nach einer Flanke von der linken Seite konnte man zunächst per Kopf klären. Als der Ball jedoch bei Maurer landete, ging niemand entschlossen in den Zweikampf. So brachte der Isener den herabfallenden Ball unter Kontrolle, drehte sich um die eigene Achse und traf volley zum 4:1 ins lange Eck.

Wenig später drohte bereits der nächste Gegentreffer. Nach einem Ball in den Strafraum konnte sich Rene Feuker im Zweikampf gegen Schweiger nicht behaupten. Als der Isener Angreifer frei vor dem Tor auftauchte, wollte er den besser positionierten Jannik Hupfeld bedienen, doch dem Abspiel fehlte die nötige Genauigkeit, sodass sein vor dem leeren Tor stehender Mitspieler knapp am Ball vorbeirutschte.

Auf der Gegenseite wurde es wenig später ebenfalls gefährlich. Nach einem mustergültigen Pass von Nick-Luis Polsfuss tauchte der sehr engagiert spielende Lukas Rymas frei vor dem Tor auf, doch beim Abschluss war er bereits zu nahe an Torhüter Sellmeier herangekommen, sodass er die Kugel nicht mehr am Keeper vorbeibrachte.

Dann gelang der SpVgg doch noch eine Resultatsverbesserung. Nach einem schönen Querpass von Abel Fernandez nahm Emilio Polsfuss etwa 30 Meter vor dem Tor das Leder auf, setzte sich gegen zwei TSV-Abwehrspieler durch und ließ Keeper Sellmeier mit einem trockenen Schuss aus 14 Metern keine Abwehrchance.

Kurz vor dem Ende wurde es für die Veilchen nochmals brenzlig. Als Isen einen weiten Ball nach vorne schlug, wollte Moritz Martin per Kopf klären, brachte das Leder jedoch nicht entscheidend aus der Gefahrenzone. So konnte Schweiger den nur kurz abgewehrten Ball über die Abwehrkette heben und fand dort Maurer. Dieser kam frei vor dem Tor zum Abschluss, doch Voichtleitner reagierte einmal mehr hervorragend und verhinderte mit einer starken Parade den dritten Treffer der Isener Offensivkraft.

Wenig später pfiff der Referee die Partie ab und die Isener freuten sich über drei wichtige Punkte im Aufstiegskampf. Doch auch auf Altenerdinger Seite gab es trotz der Niederlage keinen Grund, mit der gezeigten Leistung unzufrieden zu sein. Vor allem im ersten Durchgang hatte die SpVgg dem Favoriten auf Augenhöhe Paroli geboten, sich mehrere gute Möglichkeiten erspielt und großen Einsatz gezeigt. Auch wenn am Ende die Kräfte etwas schwanden, hatte die Mannschaft alles aus sich herausgeholt und sich dem Aufstiegsaspiranten bis zum Schlusspfiff mit viel Leidenschaft entgegengestemmt.