Am Freitagabend gastiertem die C4-Junioren der SpVgg bei der DJK Ottenhofen II. Bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen 28 Grad wurde nach den FIFA-Vorgaben sogar eine Hydration-Break eingelegt.

Für die Veilchen steht derzeit vor allem die Umstellung auf das Großfeld im Mittelpunkt. Nach dem ersten Test gegen Forstern I, in dem noch einiges an Lehrgeld bezahlt werden musste, war gegen Ottenhofen bereits eine deutliche Entwicklung zu erkennen. Dennoch befinden sich die Jungs noch mitten im Lernprozess. Auf dem größeren Feld mit elf Spielern sind andere Laufwege und Entscheidungen gefragt. Oft wird noch versucht, sich mit vielen kurzen Pässen durch zu kombinieren, obwohl in manchen Situationen ein einfacher langer Ball die bessere Lösung wäre. Genau diese Abläufe müssen sich die Spieler nun Schritt für Schritt erarbeiten.

Die Partie begann zunächst sehr zerfahren. Über weite Strecken spielte sich das Geschehen zwischen den beiden Strafräumen ab. Beide Mannschaften leisteten sich viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau, sodass klare Torchancen zunächst Mangelware blieben.

Nach einer Viertelstunde gingen die Gastgeber in Führung. Ein sauberer Steckpass hebelte die Altenerdinger Abwehr aus, der Ottenhofener Angreifer lief allein auf das Tor zu und verwandelte zum 1:0.

Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später eroberte sich Julian Jaworeck in der eigenen Hälfte den Ball, spielte einen Doppelpass mit Jonas Zacher und schickte anschließend Phillip Wischhof mit einem perfekten Pass auf die Reise. Dieser blieb vor dem Tor eiskalt und schob zum verdienten 1:1-Ausgleich ein.

Mit dem Ausgleich übernahm Altenerding zunehmend die Kontrolle. Die Veilchen setzten sich immer häufiger in der gegnerischen Hälfte fest, taten sich jedoch zunächst schwer, im Strafraum für echte Gefahr zu sorgen. Kurz vor der Pause wurden die Bemühungen schließlich belohnt. Leopold Ullbrich brachte den Ball von der Außenlinie scharf vor das Tor. Phillip Wischhof legte am ersten Pfosten uneigennützig auf den völlig freistehenden Lukas Reiser ab, der keine Mühe hatte, zum 2:1 einzuschieben.

Immer deutlicher war zu erkennen, dass sich die Mannschaft an die Gegebenheiten des Großfeldes gewöhnte und zunehmend das Spiel bestimmte.

Das Trainerteam um Stephan Mückel und Marco Ipolyi nutzte die Partie, um fleißig durch zu wechseln. Alle 16 eingesetzten Spieler erhielten ausreichend Einsatzzeit.

In der zweiten Halbzeit wurde allerdings auch deutlich, dass nach der langen Saison die Grundfitness noch Luft nach oben hatte. Spielerisch setzte Altenerding nun vermehrt auf die Außenbahnen. Es gelang immer mal wieder, das sich Flügelspieler durchzusetzten, um gefährliche Flanken vors Tor zu bringen. Die sich bietenden Chancen blieben jedoch ungenutzt.

In der Nachspielzeit wurde es noch einmal turbulent. Ottenhofen erhöhte den Druck und drängte auf den Ausgleich. Nach einem Foul ließ sich Marvelous Onyebibile zu einem Wortgefecht mit seinem Gegenspieler hinreißen und beleidigte diesen. Der insgesamt sehr souverän leitende Schiedsrichter zeigte in der ansonsten äußerst fairen Partie konsequent die Rote Karte. Welche Folgen dies haben wird, entscheidet nun das Sportgericht. Vielleicht hilft ja noch ein Anruf aus Amerika beim BFV bei der Urteilsfindung.

Altenerding reagierte auf die Unterzahl, nahm einen Offensivspieler vom Feld und stabilisierte die Defensive. Dennoch gelang in der Schlussminute sogar noch die Entscheidung. Semin Husic fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz und jagte den Ball unhaltbar ins Kreuzeck – ein Traumtor zum 3:1-Endstand.

Damit feierte die SpVgg im zweiten Großfeldspiel den ersten Sieg. Wichtiger als das Ergebnis war jedoch die erkennbare Entwicklung der Mannschaft, die sich von Spiel zu Spiel immer besser auf die neuen Anforderungen einstellt.

Nun geht es erst einmal in die Sommerpause. Der Spielplan wird abgewartet, ehe zum Ende der Ferien passende Testspielgegner gesucht werden.

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