Drittes Punktspiel – ein Rückschritt, aber einer, aus dem man lernen kann
Das dritte Punktspiel der Saison führte die SpVgg Altenerding 3 nach Hörlkofen, wo die heimische SG auf die SpVgg wartete, und diesmal musste die Mannschaft eine bittere 0:4-Niederlage hinnehmen. Ein Ergebnis, das weh tut, vor allem weil nach dem letzten 0:1 eigentlich eine Reaktion erwartet wurde.
Doch gerade solche Spiele gehören zur Entwicklung einer jungen Mannschaft dazu. Entscheidend ist jetzt, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und im Training Konzentration, Biss und Konsequenz wieder deutlich nach oben zu schrauben.
Von Beginn an war zu erkennen, dass der Gegner körperlich und spielerisch Druck machen wollte. Altenerding versuchte dagegenzuhalten, doch bereits in der fünften Minute musste Julius Baumbach erstmals hinter sich greifen. Der frühe Rückstand brachte die Mannschaft aus dem Rhythmus, doch Baumbach ließ sich davon nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Im weiteren Verlauf zeigte er zwischen den Pfosten eine Topleistung, parierte mehrfach stark und hielt sein Team mit wichtigen Aktionen im Spiel.
Vor ihm kämpfte die Defensive um Silas Nuzzaci, der als echter Verteidigungschef eine starke Partie ablieferte. Er warf sich in die Zweikämpfe, organisierte und versuchte, die Mannschaft zusammenzuhalten. Unterstützt wurde er von Tykhon Slavetskyi, der auf der rechten Seite sehr konzentriert arbeitete und viele Situationen sauber löste. Lediglich in hektischen Momenten darf Tykhon noch etwas mehr Ruhe bewahren.
Auch Denis Ismail war ständig präsent, manchmal allerdings mit etwas zu viel Übereifer. Sein Einsatz ist absolut da – jetzt gilt es, noch konsequenter die Position zu halten und nicht jeder Situation hinterherzujagen.
Nach dem frühen Gegentreffer kam Altenerding immer besser ins Spiel. Batuhan Ökebas zeigte einige gute Stafetten und wirkte zunehmend selbstbewusster. Genau diese Entwicklung macht Mut. Auch im Mittelfeld arbeitete Simeon Piehler solide, allerdings fehlte seinem Spiel noch etwas der letzte Druck nach vorne. Nach einer Ecke hatte der Angreifer sogar die Möglichkeit, per Kopf den Anschlusstreffer zu erzielen – der Ball flog jedoch über das Tor.
Dann kam die 29. Minute: Der Gegner nutzte eine weitere Unachtsamkeit und erhöhte auf 2:0. Bis zur Pause blieb es dabei. Zwei Gegentore, die erneut zeigen, dass in den entscheidenden Momenten Konzentration und Konsequenz fehlen.
Nach dem Seitenwechsel versuchte Altenerding, sich gegen das Ergebnis zu stemmen. Tim Pösl ging dabei einmal mehr mit gutem Beispiel voran. Vorne und hinten unterwegs, druckvoll in den Laufwegen und immer bereit, den nächsten Weg zu machen. Sein Einsatz stimmte – jetzt braucht es bei diesen Aktionen noch etwas mehr Gefühl und Kontrolle, damit aus dem enormen Laufaufwand auch noch mehr Gefahr entsteht.
Auch Mohammed Kharoty sorgte mit seinem brutalen Antritt immer wieder für Tempo. Wenn Kharoty einmal loszieht, kann es für den Gegner unangenehm werden. Leider fehlt ihm momentan noch zu oft die Kontrolle im entscheidenden Moment, sodass vielversprechende Aktionen durch einen eigenen Ballverlust enden. Genau daran kann man arbeiten.
Im Zentrum zeigte Mateo Katic gute Ansätze. Er war präsent, verteilte die Bälle und arbeitete ordentlich – gleichzeitig darf von ihm noch deutlich mehr Zug nach vorne kommen. Und eines muss er ebenfalls lernen: Mund zu, Fußball spielen. Die gelbe Karte wegen Meckerns war völlig unnötig und hilft der Mannschaft nicht weiter. Energie gehört auf den Platz und nicht in Diskussionen.
Toni Reising war auf der linken Seite sowohl offensiv als auch defensiv unterwegs und tauchte immer wieder dort auf, wo er gebraucht wurde. Bei ihm gilt es jetzt vor allem, die Ballkontrolle zu verbessern, denn zu häufig gingen gute Situationen durch unnötige Ballverluste verloren. Gleichzeitig muss der direkte Wille zum Abschluss noch stärker werden.
Und vorne? Xavi Hermann war wie gewohnt am Drücker. Egal ob im Sturm oder auf den Außen – Hermann versuchte immer wieder, etwas anzuschieben. Diesmal blieb ihm allerdings der Erfolg verwehrt. Es ist momentan ein bisschen ein Auf und Ab, aber die Richtung stimmt. Jetzt gilt es, die guten Aktionen konstanter auf den Platz zu bringen.
Auch Leo Wolf-Moreira tastet sich nach seiner Verletzung langsam wieder zurück ins Spiel. Noch fehlt verständlicherweise etwas die Selbstverständlichkeit, aber jeder Einsatz bringt ihn ein Stück weiter zurück.
Doch statt einer Aufholjagd folgte in der 50. Minute das 0:3, nur zwei Minuten später machte der Gegner in der 52. Minute mit dem 0:4 endgültig den Deckel drauf. Damit war die Partie entschieden.
Für Nuzzaci endete seine starke Partie zudem unglücklich mit einem Eisbein, was den gebrauchten Abend zusätzlich abrundete.
Am Ende steht also ein 0:4 – und damit leider ein Rückschritt nach dem bereits knappen 0:1 aus dem letzten Spiel. Aber dieser Rückschritt muss kein Rückschritt in der Entwicklung sein. Denn die Mannschaft hat durchaus gezeigt, dass sie Fußball spielen kann. Es gab gute Kombinationen, Laufbereitschaft, Einsatz und immer wieder einzelne starke Aktionen.
Jetzt kommt es darauf an, aus diesen Momenten mehr zu machen: konzentrierter verteidigen, Positionen halten, weniger diskutieren, Ballverluste reduzieren, mutiger nach vorne spielen und vor allem in den entscheidenden Situationen den nötigen Biss zeigen.
Die Jungs können das. Aber sie müssen es sich wieder erarbeiten – im Training, in den Zweikämpfen und mit der richtigen Einstellung.
Kopf hoch, Jungs! Ein 0:4 tut weh. Aber genau jetzt beginnt die Arbeit, die nächste Antwort auf dem Platz zu geben. 💪⚽

