D5 hält zunächst gut dagegen – am Ende fehlen gegen St. Wolfgang die Kräfte

Eine deutliche 1:11-Niederlage mussten die D5-Junioren der SpVgg Altenerding am Freitagabend bei der D2 des TSV St. Wolfgang hinnehmen. Das Ergebnis fiel am Ende zwar klar aus, spiegelt aber nur teilweise wider, wie sich die junge Altenerdinger Mannschaft gerade zu Beginn und über weite Strecken der zweiten Halbzeit präsentierte. Besonders bemerkenswert: Gleich fünf Spieler des Jahrgangs 2016 aus der E1 halfen aus und ermöglichten überhaupt erst, dass die Veilchen die Partie bestreiten konnten.

Bei bestem Fußballwetter erwischte Altenerding zunächst einen guten Start. In den ersten Minuten verlief die Begegnung ausgeglichen, und die ersten gefährlichen Aktionen gehörten sogar den Gästen. Die SpVgg versuchte mutig nach vorne zu spielen und hielt gegen die körperlich überlegenen Gastgeber anfangs gut dagegen.

Nach neun Minuten musste Altenerding dann allerdings erstmals hinter sich greifen. Nach einer Hereingabe war St. Wolfgang per Kopf zur Stelle und erzielte das 1:0. Dieser Treffer brachte die junge SpVgg-Mannschaft etwas aus dem Rhythmus. Bereits in der 14. Minute folgte nach einem Fehler in der Defensive das 2:0.

Von nun an nutzten die Gastgeber ihre körperlichen und läuferischen Vorteile konsequent. In der 17. Minute verhinderte Torhüter Tobias Walter zunächst mit einer starken Parade einen Treffer, doch im Anschluss an die Situation gelang St. Wolfgang dennoch das 3:0. Nur drei Minuten später führte ein weiterer Fehler im Abwehrverbund zum 4:0.

Die Altenerdinger kamen in dieser Phase kaum noch zur Ruhe. St. Wolfgang erhöhte in der 22. Minute auf 5:0 und legte nur zwei Minuten später das 6:0 nach. Als in der 28. Minute auch noch das 7:0 fiel, drohte die Partie bereits vor der Pause endgültig aus den Fugen zu geraten.

Doch die Veilchen zeigten Moral und belohnten sich unmittelbar danach für ihren Einsatz. In der 29. Minute gelang Jamaal Mulahmetovic der Ehrentreffer zum 1:7. Gerade nach der schwierigen Phase zuvor war dieser Treffer wichtig und sorgte dafür, dass die Mannschaft mit einem Erfolgserlebnis in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Altenerding deutlich stabiler. Die Defensive agierte konsequenter, die Positionen wurden besser gehalten und auch läuferisch legten die Gäste noch einmal zu.

Doch trotz allem erhöhte St. Wolfgang bereits nach drei Minuten auf 8:1. Danach verteidigte die SpVgg über einen längeren Zeitraum wesentlich konzentrierter und ließ deutlich weniger zu als noch im ersten Durchgang. Gerade angesichts des Altersunterschieds war dies eine erfreuliche Reaktion der jungen Mannschaft.

In der Schlussphase machte sich jedoch zunehmend der Kräfteverschleiß bemerkbar. Die Gastgeber nutzten dies konsequent und erhöhten in der 51. Minute auf 9:1. In der 55. Minute wurde es dann zweistellig, ehe St. Wolfgang vier Minuten später mit dem Treffer zum 11:1 den Schlusspunkt setzte.

Trotz des deutlichen Endergebnisses gab es auf Altenerdinger Seite durchaus positive Ansätze. Gerade die Anfangsphase sowie die deutlich stabilere Vorstellung nach der Pause zeigten, dass die Mannschaft in der Lage ist, auch gegen körperlich überlegene Gegner mitzuhalten, wenn sie ihre Positionen hält und konsequent verteidigt.

Trainer Rainer Hierl richtete den Blick deshalb nach vorne: „Wir müssen konsequenter in der Abwehr verteidigen, unsere Positionen besser halten und unser Passspiel verbessern. Das muss unser Ziel sein. So kommen wir auch wieder vorwärts.“

Gleichzeitig verwies der Coach auf die sehr unterschiedlichen Voraussetzungen beider Mannschaften. Während St. Wolfgang mit einem reinen 2014er-Jahrgang antrat, standen bei Altenerding überwiegend Spieler des Jahrgangs 2015 auf dem Platz. Zusätzlich halfen gleich fünf Jungs aus der E1 des Jahrgangs 2016 aus.

„Man hat den Altersunterschied natürlich gesehen. Ohne unsere E1-Jungs hätten wir gar nicht spielen können. Deshalb ein riesengroßes Dankeschön an sie“, betonte Hierl.

So stand am Ende zwar eine hohe Niederlage auf der Anzeigetafel, doch gerade für die vielen jüngeren Spieler war die Partie gegen einen körperlich deutlich überlegenen Gegner eine wertvolle Erfahrung. Nun gilt es, die guten Phasen mitzunehmen und Schritt für Schritt an Abwehrverhalten, Positionstreue und Passspiel weiterzuarbeiten.