Die E2-Jugend der SpVgg Altenerding (Jahrgang 2017) war am Samstag um 17 Uhr bei der zweiten Mannschaft von Aspis Taufkirchen zu Gast. Nach den engagierten Trainingseinheiten der vergangenen Wochen reiste man mit dem Ziel an, zumindest einen Punkt aus Taufkirchen mitzunehmen. Am Ende stand trotz großer Moral und einer beeindruckenden Leistungssteigerung eine unglückliche 4:6-Niederlage auf der Anzeigetafel.

Der Start in die Partie verlief aus Sicht des SVA alles andere als optimal. Aspis nutzte seine körperlichen Vorteile konsequent aus und agierte in den Zweikämpfen äußerst robust, oftmals hart an der Grenze des Erlaubten und leider nicht selten auch leicht darüber hinaus. Die Altenerdinger Jungs wirkten dadurch zunächst sichtbar eingeschüchtert und fanden nur schwer zu ihrem gewohnten Kombinationsspiel.

Folgerichtig ging Aspis nach einem Fernschuss, der über den Keeper hinweg im Tor landete, mit 1:0 in Führung. Wenig später erhöhte die Heimelf durch einen strammen, noch abgefälschten Distanzschuss auf 2:0.

Trotzdem versteckte sich die SpVgg nicht. Mehrere Abschlüsse aus der Distanz sorgten für Gefahr, doch entweder war der Torhüter von Aspis zur Stelle oder die Latte verhinderte den Anschlusstreffer.

Im zweiten Viertel änderte sich das Spielgeschehen zunehmend. Der Schiedsrichter achtete nun etwas genauer auf die intensive Spielweise, wodurch die Altenerdinger besser ins Spiel fanden. Nach einem Foul an Vitus Bauer im Strafraum zeigte der Unparteiische folgerichtig auf den Punkt. Navin Ghafoori übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverän und unhaltbar ins linke untere Eck zum 1:2-Anschluss.

Weitere gute Möglichkeiten blieben jedoch ungenutzt. Stattdessen kam Aspis nach einem Abpraller zum 3:1 und stellte damit den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her.

Im dritten Viertel übernahm der Gast immer mehr die Spielkontrolle. Man bestimmte nun weite Strecken der Partie, während sich Aspis fast ausschließlich auf Konterangriffe konzentrierte. Ausgerechnet in dieser starken Phase der Altenerdinger schlugen die Gastgeber erneut eiskalt zu und erhöhten nach einem schnellen Gegenstoß auf 4:1.

Doch die Jungs aus Altenerding ließen sich davon nicht entmutigen. Die Mannschaft zeigte Charakter, spielte weiter mutig nach vorne und wurde dafür belohnt. Jordan Dasch fasste sich aus dem Halbfeld ein Herz und verkürzte mit einem satten Schuss sehenswert auf 2:4.

Der Anschlusstreffer gab den Gästen zusätzliches Selbstvertrauen und es war spürbar, dass die Partie noch längst nicht entschieden war.

Im Schlussviertel zeigte sich eindrucksvoll, dass Einstellung, Wille und Fitness bei den jungen Altenerdingern absolut stimmen. Trotz der sehr intensiven Spielweise des Gegners spielten nun fast nur noch die Veilchen.

Allerdings lief man in dieser Druckphase erneut in einen Konter und musste das 2:5 hinnehmen.

Doch Aufgeben war für die Veilchen nie ein Thema. Da im Strafraum von Aspis kaum ein Durchkommen möglich war, dachte sich Johann Esterer offenbar: „Wenn es spielerisch nicht geht, dann eben mit Gewalt.“ Mit einem Traumtor aus kurzer Distanz vor dem Strafraum zimmerte er den Ball unhaltbar ins Kreuzeck und verkürzte auf 3:5.

Die Moral der Altenerdinger war nun endgültig geweckt. Wenig später erzielte Navin Ghafoori seinen zweiten Treffer des Tages und stellte auf 4:5. Der Anschluss war hergestellt und plötzlich war ein Punktgewinn wieder greifbar nahe.
In den letzten Minuten warfen die Semptstädter alles nach vorne. Mit großem Kampfgeist und viel Leidenschaft drängten die Gäste auf den Ausgleich. Zwei hochkarätige Chancen blieben jedoch leider ohne den erhofften Torerfolg.

Als die Altenerdinger in den Schlusssekunden volles Risiko gingen, nutzte Aspis einen weiteren Konter und setzte mit dem 6:4 den Schlusspunkt unter eine spannende und abwechslungsreiche Partie.

Natürlich war die Enttäuschung nach dem Abpfiff groß. Betrachtet man jedoch den gesamten Spielverlauf, können die jungen Altenerdinger stolz auf ihre Leistung sein. Nach einem schwierigen Beginn kämpfte sich die Mannschaft eindrucksvoll zurück, bewies tolle Moral und zeigte bis zum Schluss einen unbändigen Willen.
Ein Punkt wäre aufgrund der starken zweiten Spielhälfte sicherlich verdient gewesen. Gleichzeitig war das Spiel für den jüngeren E-Jugend-Jahrgang 2017 eine wertvolle Erfahrung. Gegen körperlich starke Gegner zu bestehen, auch emotional dagegenzuhalten und trotz Rückschlägen niemals den Kopf zu verlieren, gehört zu den wichtigen Entwicklungsschritten einer jungen Mannschaft. ‎