Starke Moral reicht nicht – Erding unterliegt Freising mit 1:3

Trotz einer engagierten Vorstellung und großer Moral musste sich die Erdinger Mannschaft dem SC E. Freising am Ende mit 1:3 geschlagen geben. Vor allem in der ersten Halbzeit hielten die Gastgeber gut dagegen, kämpften sich nach einem frühen Rückstand zurück in die Partie und gingen mit einem verdienten 1:1 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel machten sich jedoch die personellen Probleme zunehmend bemerkbar, während die Gäste aus Freising ihre größeren Wechselmöglichkeiten konsequent nutzten.

Die Domstädter erwischten den besseren Start und übernahmen von Beginn an die Kontrolle. In den ersten 20 Minuten bestimmten die Gäste weitgehend das Geschehen, ließen den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen und setzten die Erdinger Defensive früh unter Druck.

Die Führung resultierte schließlich aus einem Fehler im Spielaufbau der Hausherren. Freising schaltete schnell um und nutzte die sich bietende Möglichkeit eiskalt zur frühen 1:0-Führung.

Dieser Rückstand zeigte jedoch nicht die erhoffte Wirkung aus Sicht der Gäste. Vielmehr stabilisierte sich die Erdinger Mannschaft zunehmend und fand immer besser in die Begegnung. Vor allem Asher Al Halabe und Roman Pietzner sorgten in der Defensive mit hoher Aufmerksamkeit und konsequentem Zweikampfverhalten dafür, dass Freising kaum noch zu klaren Möglichkeiten kam.

Mit zunehmender Spielzeit arbeitete sich Erding immer weiter in die Partie hinein. Die Gastgeber wurden mutiger, standen kompakter und versuchten, mit schnellen Vorstößen selbst für Gefahr zu sorgen. Die Begegnung wurde dadurch ausgeglichener, und kurz vor dem Seitenwechsel belohnte sich die Mannschaft schließlich für ihren Einsatz.

Levin Kronthaler schlug einen langen Ball in den gegnerischen Strafraum. Am zweiten Pfosten lief Ahmet Darici ein und wurde vom herausstürmenden Freisinger Torhüter klar von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter zeigte folgerichtig auf den Punkt.

Yusuf Yalcin übernahm die Verantwortung und ließ sich die Chance nicht nehmen. Mit einem souverän verwandelten Strafstoß stellte er in der 45. Minute den verdienten 1:1-Ausgleich her.

Mit diesem wichtigen Treffer ging es in die Halbzeitpause, und die Gastgeber durften sich Hoffnungen machen, die Partie im zweiten Durchgang weiter offen gestalten zu können.

Nach dem Seitenwechsel änderten sich die Vorzeichen jedoch zunehmend. Die angespannte Personalsituation auf Erdinger Seite machte sich immer stärker bemerkbar. Verletzungsbedingte Wechsel kosteten die Mannschaft Kraft und Stabilität, während Freising personell deutlich breiter aufgestellt war und frische Spieler von der Bank bringen konnte.

Diese größere Tiefe im Kader zahlte sich schließlich aus.

In der 51. Minute brachte Din Mavric die Gäste erneut in Führung. Für Erding war dieser schnelle Gegentreffer nach der Pause besonders bitter, denn nach dem starken Ende der ersten Halbzeit hatte man gehofft, den positiven Schwung mitnehmen zu können.

Trotzdem steckte die Mannschaft nicht auf. Die Gastgeber versuchten weiterhin, den Anschluss zu halten und über Kampf und Einsatz zurück in die Partie zu finden. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Räume jedoch größer, und Freising verstand es nun immer besser, diese konsequent auszunutzen.

Erding musste immer wieder viel Laufarbeit verrichten, während die Gäste mit frischen Kräften das Tempo hochhielten. Dadurch wurde es für die Hausherren zunehmend schwieriger, selbst noch gefährlich vor das Freisinger Tor zu kommen.

In der 80. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Özmen Kisla, der bereits zuvor erfolgreich gewesen war, nutzte eine weitere Gelegenheit und erzielte mit seinem zweiten Treffer des Tages das 3:1.

Damit war die Partie entschieden.

Unter dem Strich ging der Sieg für den SC E. Freising aufgrund der größeren Spielanteile und der besseren personellen Möglichkeiten in Ordnung. Dennoch darf die Erdinger Mannschaft aus dieser Begegnung viel Positives mitnehmen.

Nach dem frühen Rückstand bewies das Team große Moral, stabilisierte sich defensiv und kämpfte sich verdient zum Ausgleich zurück. Besonders im ersten Durchgang gelang es, die spielstarken Gäste über längere Phasen vom eigenen Tor fernzuhalten.

Am Ende fehlten jedoch die personellen Alternativen und die nötigen Kräfte, um die Partie über die gesamte Spielzeit auf Augenhöhe zu halten.

Trotz der Niederlage blickt die Mannschaft deshalb zuversichtlich nach vorne. Die Leistung und der Einsatz stimmen, und mit Blick auf das Rückspiel ist das Ziel bereits klar: Dann sollen die drei Punkte wieder nach Erding geholt werden.