Bei hochsommerlichen Temperaturen von rund 35 Grad stand am Samstagmittag um 13 Uhr das letzte Saisonspiel der C-Mädels auf dem Programm. Sicherlich gibt es angenehmere Möglichkeiten, einen solchen Tag zu verbringen. z.B. beim Eisessen, im Schwimmbad, am Pool oder am Baggerweiher. Doch nachdem bereits am Vormittag der türkische Autokorso, auf den sich einige Altenerdinger Spielerinnen freuten, erneut ausfiel, blieb genügend Zeit, sich auf die Partie in Aschheim vorzubereiten.

Verzichten musste das Team allerdings auf Trainer Florian Aldinger, der zeitgleich beim Merkur Cup im Einsatz war. Dafür übernahm erneut der bei den Spielerinnen äußerst beliebte Andreas Kapsner die Verantwortung an der Seitenlinie. Unterstützt wurde er von Nachwuchstrainer und Presswart Stephan Mückel.

Diese Trainerkombination sorgte bereits vor dem Anpfiff für die erste Aufregung. Andreas Kapsner hatte sich zu Hause intensiv auf die perfekte Aufwärmeinheit vorbereitet und dabei natürlich auch seine gefürchteten Medizinbälle eingepackt. Offenbar meinte er es jedoch etwas zu gut und ließ die Bälle am Morgen noch einmal kräftig aufpumpen. Als die Ausrüstung schließlich aus dem Kofferraum geholt werden sollte, zog sich der Co-Trainer beinahe eine Verletzung zu. Das war Warnung genug für den Teamchef und die Medizinbälle blieben im Auto. So wurde die Erwärmung kurzerhand etwas verkürzt, bevor bei gefühlten 40 Grad die letzte Ansprache der Saison erfolgte.

Altenerding benötigte einen Sieg, um sich den zweiten Tabellenplatz zu sichern. Auf Wunsch der Gastgeber wurde die Partie im Modus 10 gegen 10 ausgetragen, damit Aschheim eine Auswechselspielerin zur Verfügung hatte.

Die Begegnung begann zunächst etwas verhalten. Viele Zweikämpfe im Mittelfeld und einige Ballverluste prägten die Anfangsphase. Mit zunehmender Spielzeit fand Altenerding jedoch immer besser ins Spiel. In der 15. Minute sorgte Tuana Aydin für die erste gefährliche Aktion. Kurz darauf spielte sie einen Doppelpass mit Lilli Kapsner, die zum Abschluss kam. Die Aschheimer Torhüterin musste dabei bereits ihr ganzes Können zeigen.

Auch die Gastgeberinnen kamen zu ihren Möglichkeiten. Die größte Chance entstand nach einem verlorenen Zweikampf von Eva Straßer. Die Stürmerin lief alleine auf das Tor zu, wurde im Strafraum jedoch noch entscheidend von Straßer bedrängt, sodass ihr Abschluss knapp am Tor vorbeiging.

In der 24. Minute fiel schließlich die Führung für Altenerding. Wieder war Tuana Aydin beteiligt. Nach einem Doppelpass mit Lilli Kapsner legte diese im Strafraum geschickt in den Rückraum ab. Dort stand Isabell Paproth völlig frei und traf über den Innenpfosten zum verdienten 0:1.

Kurz darauf musste Sophie Reiner ihr Können unter Beweis stellen. Einen Schuss aus rund 20 Metern parierte sie glänzend und lenkte den Ball zur Ecke.

Kurz vor der Pause erhöhte Altenerding auf 0:2. Erneut leitete Tuana Aydin den Angriff ein und spielte auf Lilli Kapsner. Deren Hereingabe vors Tor erreichte Julia Mückel. Zwar konnte eine Verteidigerin zunächst klären, doch der Ball landete genau vor den Füßen von Günes Öksüz. Sie nahm den Ball an und schob ihn aus zwölf Metern flach ins Eck.

Mit der verdienten Führung ging es in die Halbzeitpause. Andreas Kapsner lobte sein Team und forderte die Mädchen auf, genauso weiterzuspielen. Erwähnenswert war auch der Einsatz von Stammtorhüterin Jenny Berger, die diesmal auf der linken Außenbahn spielte und dort einige gute Aktionen zeigte. Im Tor überzeugte Sophie Reiner mit einer starken Leistung und blieb ohne Gegentor.

In der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeberinnen dem Spiel der Altenerdingerinnen nur noch wenig entgegenzusetzen. Die Gäste kontrollierten das Geschehen und kamen immer wieder zu guten Chancen. Das Erfolgsrezept war dabei meist dasselbe: Ballgewinn im Mittelfeld und anschließend schnelles Spiel über die Außenbahnen.

Das 0:3 fiel in der 37. Minute. Lilli Kapsner legte den Ball in den Rückraum auf Tuana Aydin, die aus zehn Metern sehenswert unter die Latte traf.

In der 47. und 50. Minute sorgte Tuana Aydin erneut für Gefahr über die rechte Seite. Beide Male wollte sie Julia Mückel in der Mitte bedienen. Allerdings war jeweils eine Aschheimer Verteidigerin schneller am Ball und lenkte die Hereingaben unglücklich ins eigene Tor. So stand es innerhalb weniger Minuten 0:5.

Den Schlusspunkt setzte schließlich Isabell Paproth. Nach einer Flanke von Jenny Berger traf sie zum 0:6-Endstand.

Mit diesem deutlichen Erfolg endete nicht nur das Spiel, sondern auch eine äußerst erfolgreiche Saison. Altenerding stellte mit nur zwölf Gegentoren die beste Defensive der gesamten Liga und konnte jeden Gegner mindestens einmal besiegen. Das junge Team hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt, und wird sicherlich auch in der kommenden U15-Saison wieder für Aufsehen sorgen.

Lediglich Julia Mückel und Anna Schirnjack verlassen die Mannschaft und wechseln altersbedingt in den Frauenbereich.

Nun steht aber erst einmal die wohlverdiente Sommerpause an mit viel Eis, vielen Freibadbesuchen und hoffentlich etwas weniger schweißtreibenden Temperaturen.

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