Schwerer als erwartet taten sich die C2-Junioren der SpVgg Altenerding im Heimspiel gegen die Spielgemeinschaft aus Kirchasch, Lengdorf und Hörgersdorf. Zwar stand letztlich ein 2:1-Erfolg zu Buche, doch musste man alle Register ziehen, um sich die drei Zähler sichern zu können.
Schon vor Beginn gab es neben dem Platz eine kleine Ernüchterung, denn wie in den Jahren zuvor hatte die Altenerdinger Elternschaft wieder Brotzeiten, Kaffee und Getränke vorbereitet. Doch schon beim ersten Spiel im C-Jugendbereich zeigte sich, dass die Bereitschaft der Eltern, bei den Spielen ihrer Kinder dabei zu sein, deutlich geringer wird.
Freilich zeigten sich die Aktiven der SpVgg auf dem Platz von dieser Gegebenheit unbeeindruckt und nahmen sofort das Heft in die Hand. Die Veilchen hatten deutlich mehr Ballbesitz und bestimmten zunächst das Spielgeschehen.
Allerdings sollte sich schon bald zeigen, dass sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr, als man in der D-Jugend als älterer Jahrgang agierte, heuer anders darstellt. Nun muss man sich wieder vorwiegend mit älteren Kontrahenten auseinandersetzen, was die Kicker in jedem Fall vor größere Herausforderungen stellen wird.
Vor allem in Sachen Schnelligkeit zeigten sich Unterschiede, denn bei Laufduellen, die man vor wenigen Monaten noch locker gewonnen hatte, zog man nun immer wieder den Kürzeren. Dies führte dazu, dass man in der Anfangsphase nur sporadisch in Tornähe kam und klare Tormöglichkeiten zunächst rar blieben.
Die Gäste zeigten sich in dieser Phase ebenfalls nur selten vor dem Altenerdinger Tor, doch nach etwa zehn Minuten wurde es erstmals gefährlich. Nach einer Ecke kam ein großgewachsener Akteur der SG im Strafraum zum Kopfball, setzte das Leder jedoch knapp am Tor von Keeper Marcos Lehner vorbei.
Nach 19 Minuten kamen die Feuker-Schützlinge dann erstmals gefährlich zum Abschluss. Allerdings tauchte der SG-Torhüter bei einem schönen Schuss von Marco Ebert glänzend ab und konnte den Einschlag im kurzen Eck mit einer starken Parade verhindern.
Nun wurden die Platzherren zwingender. Fünf Minuten später konnte sich Michael Melissourgos am rechten Flügel gut durchsetzen und brachte den Ball flach nach innen. Doch abermals war der Torhüter zur Stelle und lenkte die Hereingabe vor dem einschussbereiten Paul Schiwietz noch entscheidend ab.
Nur eine Minute später wurde Ebert bedient, doch diesmal verfehlte sein Schuss das lange Eck um Haaresbreite.
Vier Minuten vor der Pause fiel dann die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung, wobei der bis dahin tadellos agierende Schlussmann Schützenhilfe leistete. Als Noah Memed den Ball von der linken Seite nach innen spielte, ließ der Keeper das Leder durch seine Hände rutschen, sodass der hinter ihm stehende Timo Wegener keine große Mühe hatte, die Kugel im leeren Tor unterzubringen.
Dieses Führungstor wirkte wie ein Dosenöffner, denn schon zwei Minuten später glückte das 2:0. Als Schiwietz einen überragenden Steckpass auf Wegener gespielt hatte, scheiterte der Stürmer im ersten Versuch am Torhüter. Allerdings landete der Abpraller bei Philipp Feuker, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 2:0-Pausenstand vollendete.
Scheinbar kam die Halbzeitpause für die Gastgeber zum unpassenden Zeitpunkt, denn kaum war man endlich im Flow, ging es auch schon in die Kabine. Nach Wiederbeginn war die Euphorie dann leider verflogen, sodass Trainer René Feuker nach Spielende „von einem schwachen Auftritt seines Teams“ sprach.
Dies wussten die Gäste zu bestrafen und konnten in der 46. Minute verkürzen. Als man den Vorstoß eines pfeilschnellen Angreifers über die rechte Seite nicht unterbinden konnte, brachte dieser eine Flanke nach innen. Nachdem die Hereingabe im Zentrum verfehlt worden war, schien die Gefahr bereits gebannt zu sein. Jedoch landete der Ball bei einem am langen Pfosten stehenden Mitspieler, der die Kugel erneut ins Zentrum brachte. Dort kam ein weiterer SG-Akteur frei zum Kopfball und traf unhaltbar ins Netz.
Nach diesem Gegentor fanden die Hausherren nicht mehr richtig ins Spiel zurück, sodass die Partie letztlich auf der Kippe stand.
15 Minuten vor Spielende geriet die Führung dann ernsthaft in Gefahr, wobei dieser Umstand einer durchaus umstrittenen Schiedsrichterentscheidung geschuldet war.
Als ein Schuss die Hüfte von Valentin Kugler traf, sprang das Leder unkontrolliert an die Hand des Abwehrspielers. Der Unparteiische sah darin jedoch eine Vergrößerung der Körperfläche und entschied auf Elfmeter für die Gäste.
Glücklicherweise konnte die SG diese Chance zum Ausgleich nicht nutzen, wobei der SpVgg auch das Glück zur Seite stand, denn der Ball krachte an die Latte und sprang ins Feld zurück.
Doch selbst dieser Warnschuss konnte die Blockade bei der SpVgg nicht lösen. Die Hausherren agierten weiterhin sehr verhalten, sodass klare Torchancen ausblieben und bis zum Schluss um den Auftaktsieg gezittert werden musste.
Als der Referee die Partie schließlich abpfiff, zeigte man sich auf Altenerdinger Seite sichtlich erleichtert. Es darf davon ausgegangen werden, dass dieser hart erkämpfte Sieg doch noch für einen steigenden Umsatz am Kiosk gesorgt hat, denn die nervliche Belastung verlangte sicherlich nach einem beruhigenden Getränk.
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