Die Wilde 13 erobert die Tabellenführung und darf auf den Aufstieg hoffen

Flirrende Hitze machte sich auf Platz 5 des Altenerdinger Fußballgeländes breit, als die Wilde 13 am Freitagabend auf die immer sympathischen Gäste aus Steinkirchen traf. Auch die Elternschaft hatte sich wieder zahlreich versammelt. Die Tabellensituation mit dem bereits abgesicherten zweiten Platz in der Kreisliga ließ ein entspanntes Fußballerlebnis erwarten. Doch es sollte alles ganz anders kommen, was auch mit dem Geschehen auf den anderen Plätzen der Kreisliga zu tun hatte. Aber dazu später.

In Altenerding begannen unsere jungen Wilden wie die Feuerwehr, und die Anfangsphase wurde vor allem durch starke Aktionen von Noah Memed und Michael Melissourgos geprägt – beide scheiterten jedoch mit guten Abschlüssen in den ersten fünf Minuten. Es sollte dann dem eminent starken und wie immer vorbildlichen Capitano Michi Melissourgos vorbehalten bleiben, das 1:0 zu erzielen. Es wurde offensichtlich, dass sich der Spielführer – heute im Sturm aufgeboten – auf dieser Position sehr wohlfühlt und viele seiner Stärken ausspielen kann.

In der 13. Minute dann die Chance auf das 2:0: Eine hervorragende Flanke des erneut sehr umsichtigen Philipp Feuker erreichte den heute auf dem Flügel aufgebotenen Marco Ebert, der jedoch knapp verzog.

Und weiter sollte Philipp Feuker den Takt angeben. Er legte einen Ball quer auf Simon Kreuzpaintner, der mit einem „Kane-artigen“ Abschluss zum 2:0 vollendete.

Und hier, geneigte Leserschaft, gilt es, einen kurzen Moment innezuhalten: Kreuzpaintner ist seit Beginn der Saison bei der Wilden 13 und trainiert seitdem – auch bei gelegentlichen Rückschlägen – hart und unbeirrt. Bei mehreren Einsätzen hat er bereits tolle Ansätze gezeigt. Das Spiel gegen Steinkirchen begann er in der Startelf und zahlte das Vertrauen sofort zurück. Die enthusiastische Reaktion seiner Teamkollegen auf sein Tor unterstreicht den außergewöhnlichen Teamgeist der Truppe.

Kurz darauf sollte sich auch Paul Schiwietz, erneut stark im zentralen Mittelfeld, auf Vorlage von Michi Melissourgos noch in die Torschützenliste eintragen. So ging es mit einem ungefährdeten 3:0 in die Halbzeitpause.

Nicht unerwähnt bleiben sollte dabei – der Fußballkenner wird ob der Plattitüde mit der Zunge schnalzen –, dass die Basis dieses Erfolgs wie immer die hochsolide Abwehrarbeit um Torwart Timo Wegener, Matheo Hulm und Muaz Mohammed (später ergänzt durch Valentin Kugler) war. Abgesehen von einem verzogenen Weitschuss hatte der stark kämpfende Gegner aus Steinkirchen keine Torchance.

Sensationelles tat sich in der Zwischenzeit auf den anderen Kreisligaplätzen. Schnell machte in der Elternschaft die Runde, dass der FC Herzogstadt überraschend mit 1:0 beim FC Schwaig in Führung lag, und es kostete die Elternschaft der Wilden 13 nahezu alle Energie, diese Nachricht von den Jungs fernzuhalten.

Und so folgte die Dramaturgie der zweiten Halbzeit weitgehend der ersten. Eine konzentriert aufspielende Mannschaft, in der jeder einzelne Spieler überzeugte, rannte auf sich aufopferungsvoll wehrende Steinkirchener zu, die ihrerseits eine wirklich starke Leistung zeigten. Weitere Tore durch Michael Melissourgos, Philipp Feuker und Paul Schiwietz waren die Folge – der Endstand von 6:0 spiegelte die Leistungsverhältnisse durchaus wider.

Parallel in Schwaig nahm die Sensation tatsächlich ihren Lauf. Zwar konnte Schwaig in der 61. Minute noch zum 1:1 gegen den FC Herzogstadt ausgleichen, doch das Unentschieden reichte der Wilden 13, um die Tabellenführung in der Kreisliga einen Spieltag vor Schluss zu übernehmen. Expliziter Dank gebührt unserem Nachbarverein, den Freunden und Lokalrivalen vom FC Herzogstadt, die durch ihren außergewöhnlichen Kampfgeist diese Konstellation erst möglich gemacht haben. „Mia hoidn halt doch alle zam.“

Und so kommt es am kommenden Sonntag um 11 Uhr in Freising zum entscheidenden Spiel um die Meisterschaft und den damit möglichen Aufstieg in die Bezirksoberliga. Wir drücken alle die Daumen, bedanken uns nochmals beim FC Herzogstadt und wissen zugleich, dass in der Domstadt ein Sieg nötig ist, um das große Ziel realisieren zu können.