E-Juniorinnen unterliegen dem Tabellenführer aus Moosburg mit 0:8
Trotz deutlicher Niederlage zeigen die Veilchen großen Kampfgeist und halten im Spitzenspiel lange gut dagegen.
Alles war angerichtet für einen stimmungsvollen Fußballabend: Freitagabend, Flutlicht, eine gut besuchte Verkaufshütte und zahlreiche Zuschauer, die sich auf Platz 2 drängten. Bereits das Vorspiel der Jungs hatte für Spannung gesorgt. Nun stand das Topspiel der E-Juniorinnen auf dem Programm: Der Tabellenzweite aus Altenerding empfing den Spitzenreiter FC Moosburg. Beide Mannschaften waren mit drei Siegen in die Saison gestartet. Die Gäste hatten dabei allerdings noch deutlichere Ergebnisse erzielt und sich damit an die Tabellenspitze gesetzt.
Die Ausgangslage versprach eine spannende Begegnung, auch wenn die personellen Voraussetzungen unterschiedlich waren. Altenerding musste kurzfristig auf Leonie Zeiler verzichten, konnte ansonsten aber aus dem Vollen schöpfen. Für Arslan Zeynep war es zudem das erste Spiel der laufenden Saison. Ein Blick auf die Jahrgänge zeigte, vor welch großer Herausforderung die Veilchen standen: Sieben der neun verfügbaren Spielerinnen gehörten dem jüngeren E-Jugend-Jahrgang an bzw. sind sogar noch für die F-Jugend spielberechtigt. Aufseiten des Ligaprimus standen dagegen zehn von elf Spielerinnen aus dem älteren Jahrgang auf dem Platz. Auch körperlich war der Unterschied deutlich sichtbar. Sämtliche Moosburger Spielerinnen waren ihren Gegenspielerinnen mindestens einen Kopf überlegen.
Doch trotz der schwierigen Voraussetzungen gab es für Altenerding keinen Grund, sich zu verstecken. Schließlich hatte man nichts zu verlieren.
Erstes Viertel: Guter Beginn trotz frühem Rückstand
Der Start verlief allerdings denkbar ungünstig. Gerade einmal 60 Sekunden waren gespielt, als der Ball erstmals im Kasten von Marie Halfar einschlug. Nach einem langen Pass über das gesamte Spielfeld enteilte Paulina Kiermaier der Altenerdinger Defensive und traf aus kurzer Distanz zum 0:1.
Die Veilchen ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Altenerding fand zunehmend besser ins Spiel, übernahm phasenweise die Kontrolle und versuchte, mit Dribblings im Mittelfeld die gegnerischen Reihen zu überwinden. Über Angreiferin Alexia Kiermeier gelang es immer wieder, gefährlich in Richtung Moosburger Strafraum vorzustoßen.
Auch zu Abschlüssen kamen die Gastgeberinnen. Sophia Fink fehlte bei ihren Schüssen aus der zweiten Reihe die nötige Genauigkeit, während Heidi Veicht und Alexia Kiermeier im Abschluss das richtige Timing vermissen ließen. Dennoch hielten die Veilchen in den ersten zwölf Minuten hervorragend dagegen und hätten sich den Ausgleich durchaus verdient gehabt.
Kurz vor der Viertelpause schlug Moosburg allerdings erneut zu. Wieder war ein langer Pass über das gesamte Spielfeld der Ausgangspunkt, und plötzlich stand es 0:2. Dabei zeigte sich, dass das Spielkonzept der Gäste für Altenerding noch Neuland war. Mit Querpässen zwischen den eigenen Verteidigerinnen und der Torhüterin lockten die Moosburgerinnen die Veilchen immer wieder nach vorne, um anschließend mit präzisen weiten Bällen die aufgerückte Defensive zu überspielen. Diese Spielweise stellte Altenerding vor große Probleme.
Zweites Viertel: Moosburg nutzt seine Überlegenheit
Im zweiten Viertel übernahmen die Gäste endgültig das Kommando. In der 18. Minute erhöhte Moosburg nach einer Ecke auf 0:3. Altenerding konnte nun zwar eine zusätzliche Spielerin einsetzen, fand gegen den spielstarken Tabellenführer aber kaum noch Entlastung.
Zu häufig ging der Ball bereits im eigenen Vorwärtsgang verloren, sodass die Moosburgerinnen immer wieder zu gefährlichen Angriffen kamen. Mit zwei weiteren Treffern schraubten sie das Ergebnis auf 0:5 in die Höhe und erspielten sich darüber hinaus weitere Möglichkeiten. Möglicherweise machte sich bei den Veilchen auch bemerkbar, wie viel Kraft sie im engagiert geführten ersten Viertel investiert hatten.
Drittes Viertel: Die Chancen zur Ergebniskorrektur sind da
Nach dem Seitenwechsel zeigte Altenerding noch einmal, dass man sich keineswegs aufgegeben hatte. Gleich zu Beginn fand eine Flanke von Heidi Veicht die freistehende Sophia Fink am Fünfmeterraum. Fink kam zum Abschluss, traf den Ball jedoch nicht richtig.
Wenig später leitete Emma Brugger mit einem Pass die nächste Möglichkeit für Veicht ein, deren Schuss das Tor knapp verfehlte. Auch Nina Ledovaias Abschluss ging am Gehäuse vorbei. Mit etwas mehr Glück und Präzision hätte Altenerding in dieser Phase vielleicht noch einmal für Spannung sorgen können.
Die Gäste machten es vor dem Tor allerdings deutlich besser. Während die Veilchen ihre Möglichkeiten nicht nutzen konnten, schlug Moosburg zweimal eiskalt zu und erhöhte mit zwei weiteren Abschlüssen auf 0:6 und 0:7.
Viertes Viertel: Die Veilchen kämpfen weiter um den Ehrentreffer
Im Schlussviertel wechselte Moosburg seine Mannschaft komplett durch. Altenerding setzte nun alles daran, sich zumindest mit einem eigenen Treffer für den unermüdlichen Einsatz zu belohnen.
Die beste Gelegenheit leitete Alexia Kiermeier mit einem Pass auf Anna Schultheiß ein. Diese setzte sich gegen ihre Gegenspielerin durch und kam im Strafraum zum Abschluss, scheiterte jedoch an der Moosburger Torhüterin.
Nur zwei Minuten später versuchte es Schultheiß erneut. Mit einem starken Dribbling ließ sie gleich zwei Gegenspielerinnen stehen und kam abermals zum Schuss. Doch wieder blieb die Torhüterin Siegerin. Die Veilchen warfen noch einmal alles nach vorne, doch der verdiente Ehrentreffer wollte an diesem Abend einfach nicht gelingen.
In der Schlussminute setzte Moosburg schließlich den Schlusspunkt. Die Nummer 10 der Gäste, die insgesamt vier Treffer erzielte, kam am Strafraum frei zum Schuss und stellte den Endstand von 0:8 her. Gerade bei dieser Szene wurde noch einmal ein wesentlicher Unterschied deutlich: Die Moosburgerinnen agierten vor dem Tor abgeklärter und platzierten ihre Abschlüsse deutlich präziser.
Aus der Niederlage lernen und den Blick nach vorne richten
Am Ende stand für die Altenerdinger E-Juniorinnen eine deutliche 0:8-Niederlage gegen den bislang stärksten Gegner der Liga. Auch wenn das Ergebnis schmerzt, sollten die Veilchen den Kopf nicht hängen lassen. Die Begegnung hat gezeigt, woran in den kommenden Wochen gearbeitet werden muss. Insbesondere am Abwehrverhalten gegen lange Bälle, am Spielaufbau unter Druck und an der Genauigkeit im Abschluss.
Gleichzeitig dürfen die Mädels mit ihrer Leistung durchaus zufrieden sein. Vor allem im ersten Viertel hielten sie gegen die körperlich und spielerisch überlegenen Gäste stark dagegen und erspielten sich eigene Chancen. Auch im Schlussviertel gaben sie sich nicht auf und kämpften bis zur letzten Minute um ihren Ehrentreffer.
Dass es im Laufe einer Saison auch Rückschläge geben würde, war allen Beteiligten bewusst. Nun gilt es, das Selbstvertrauen wieder aufzubauen und die Erkenntnisse aus diesem Spiel mitzunehmen. Bereits in der kommenden Woche wartet mit der schweren Auswärtsaufgabe in Allershausen die nächste Herausforderung.
Kopf hoch, Mädels! Ihr habt leidenschaftlich gekämpft und alles gegeben. Jetzt heißt es, aus dem Spiel zu lernen, weiter fleißig zu trainieren und in der nächsten Woche wieder anzugreifen!
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