Die E3-Junioren der SpVgg Altenerding und ihre Gäste von der E1 aus Berglern versprühten nach der sehr langen Sommerpause enormen Tatendrang, sodass sich die zahlreich anwesenden Zuschauer an einer wahren Torflut erfreuen konnten. Freilich war die Freude auf Seiten der Eintracht-Anhänger ungleich größer, denn deren Team traf 13-mal ins Schwarze, während die Veilchen „nur“ zu sieben Treffern kamen.
Dabei verbuchten die Gastgeber die erste dicke Möglichkeit. Schon nach drei Minuten kam Paul Reiner frei vor dem Berglerner Tor zum Abschluss, scheiterte jedoch am gut reagierenden Keeper der Eintracht. Besser machten es die Gäste im Gegenzug. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam ein Angreifer im Zentrum frei zum Schuss und ließ Keeper Simon Okbazhgi keine Abwehrchance.
Nur eine Minute später musste der Schlussmann erneut hinter sich greifen. Als ein Angriff der SpVgg im Mittelfeld abgefangen wurde, lief ein SVE-Angreifer mutig nach vorne und wurde nicht entscheidend gestört, sodass er aus etwa 15 Metern zum Schuss kam und Okbazhgi mit einem Flachschuss keine Abwehrchance ließ.
Wer nun gedacht hatte, dass die Lilanen auseinanderbrechen würden, sah sich getäuscht, denn bereits nach acht Minuten gelang Reiner der Anschlusstreffer. Von diesem Tor beflügelt, konnte man nach zehn Minuten sogar den Ausgleich bejubeln. Nachdem der Ball das Seitenaus überschritten hatte, dribbelte Benjamin Fontoura Mick schnell ein und spielte das Leder in die Mitte, wo Philip Ranga zum 2:2 in die Maschen traf.
Unmittelbar darauf war es Okbazhgi zu verdanken, dass man nicht erneut in Rückstand geriet, denn er konnte einen gefährlichen Schuss mit einer starken Parade entschärfen. Doch wenig später sollte die Eintracht wieder vorlegen. Drei Minuten vor der ersten Viertelpause köpfte ein Angreifer nach einer Ecke unhaltbar zum 3:2 ein.
Aber auch diesmal zeigten sich die Gastgeber nicht sonderlich beeindruckt. Als Ranga das Leder von der rechten Seite scharf nach innen schlug, hatte der Berglerner Torhüter beim Abwehrversuch Pech, denn er bugsierte den Ball ins eigene Netz, sodass es nach 15 Minuten remis stand.
Nach dem Wiederanpfiff hatte die Eintracht erneut den besseren Start. Nach einem schönen Spielzug wurde das Leder durch die Schnittstelle gespielt, sodass ein Stürmer frei vor dem Tor zum Abschluss kam und für die 4:3-Führung sorgte.
Doch die Gastgeber zeigten Nehmerqualitäten und kamen wenig später erneut zurück. Das 4:4 war dabei ein echtes Traumtor. Als Ranga eindribbelte, wurde er nicht konsequent angegriffen, sodass er zum Abschluss kam. Sein Schuss landete sehenswert und unhaltbar im Winkel des langen Ecks.
Doch dann klingelte es auch schon wieder auf der Gegenseite, wobei die Gäste diesmal etwas Glück hatten, denn ein Schuss wurde von einem Altenerdinger Abwehrspieler unhaltbar abgefälscht. Auch diesmal währte die Freude bei der Elf aus Berglern nicht lange, denn noch in derselben Minute war Ranga erneut zur Stelle, sodass man im Lager der Hausherren den erneuten Gleichstand feiern durfte.
Der offene Schlagabtausch ging munter weiter und unmittelbar darauf landete ein Schuss eines Gästespielers unhaltbar im langen Eck, sodass die Eintracht erneut in Führung ging. Diese hatte auch zur Halbzeit noch Bestand.
In der zweiten Hälfte gab es bei den Gastgebern auf der Torhüterposition einen Wechsel. Der im ersten Durchgang im Feld spielende Raphael Laffitte wechselte mit Okbazhgi die Positionen. Kaum stand der neue Goalie zwischen den Pfosten, musste er auch schon hinter sich greifen, wobei er von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde. Man wollte sich spielerisch aus dem eigenen Strafraum lösen, verlor dabei jedoch prompt den Ball, sodass ein Berglerner Angreifer wenig Mühe hatte, auf 7:5 zu erhöhen.
Dieser Gegentreffer raubte der SpVgg etwas die Spielfreude, sodass man im dritten Spielabschnitt sogar noch das 5:8 hinnehmen musste. Dieser Treffer resultierte zudem aus einem Eigentor, denn bei einem Rettungsversuch landete die Kugel unglücklich im eigenen Netz.
Und es sollte noch bitterer kommen. Ein verwandelter Strafstoß ließ den Rückstand auf 5:9 anwachsen, sodass mehr oder weniger frühzeitig die Vorentscheidung gefallen war.
Obwohl die Hausherren nun aufgrund des deutlichen Rückstands in Überzahl agieren durften, wurde es noch vor dem letzten Viertel zweistellig. Nach einer schönen Flanke von der rechten Seite kam ein Berglerner Akteur frei zum Kopfball und köpfte sehenswert gegen die Laufrichtung von Keeper Laffitte zum 10:5 ein.
Doch die Gastgeber zeigten im Schlussviertel eine tolle Moral. Ein Doppelpack von Ahmed Horozovic brachte Altenerding noch einmal auf 7:10 heran.
Freilich blieb die erhoffte Wende aus, denn in der Schlussphase zog Berglern noch einmal mächtig das Tempo an. Die Eintracht legte drei weitere Treffer nach und trat schließlich mit einem klaren 13:7-Erfolg die Heimreise an.
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