Nach dem Comeback in der Vorwoche, als sich die Frauen der SpVgg nach einem 0:3-Rückstand noch ein Remis bei der SpVgg Attenkirchen II erkämpft hatten, brachte man dank eines hochverdienten 3:0-Erfolges beim FCA Unterbruck II drei weitere Zähler auf die Habenseite.
Aufgrund der Personalknappheit beim Gastgeber wurde die Partie im Flex-Format ausgetragen, sodass auf beiden Seiten nur neun Spielerinnen auf dem Feld standen.
Auch wenn diese Spielform für die Altenerdinger Frauen doch sehr ungewohnt war, nahm man sofort das Zepter in die Hand und drängte die bis dato punktlosen Unterbruckerinnen in die Defensive. Allerdings dauerte es lange, bis sich die Überlegenheit auch im Ergebnis widerspiegelte, was vor allem an der gut aufgelegten Torhüterin der Gastgeberinnen lag.
Schon nach sechs Minuten musste sie bei einem ersten Warnschuss von Lena Birkner eingreifen, doch sie war zur Stelle und konnte per Fußabwehr klären.
Nur zwei Minuten später brannte es erneut vor dem Tor des FCA. Als sich die Unterbruckerinnen spielerisch aus der Abwehr lösen wollten, unterlief ihnen schnell ein Abspielfehler, doch der daraus resultierende Schuss von Lara Mentrup strich nur knapp am Pfosten vorbei.
Dann zeigten sich die Gastgeberinnen erstmals gefährlich vor dem Tor, doch Torhüterin Katharina Hartmann war auf der Hut und konnte einen Freistoß aus halbrechter Position stark abwehren (12.).
Drei Minuten später schien die Überlegenheit der Gäste endlich belohnt zu werden. Als Mentrup allein auf das Tor zuging, kam die Torhüterin entschlossen aus ihrem Gehäuse, brachte die Altenerdinger Angreiferin dann aber regelwidrig zu Fall, sodass der Unparteiische sofort auf den Punkt zeigte. Doch leider konnte der Strafstoß nicht zur Führung genutzt werden, denn Annika Michael scheiterte an der Keeperin, die anschließend auch noch den Nachschuss der Altenerdinger Regisseurin aus kurzer Distanz parierte.
Dennoch blieben die Semptstädterinnen druckvoll und nach 21 Minuten hoffte man erneut auf die Führung. Wieder war jedoch die Keeperin zur Stelle und wehrte einen schönen Schuss von Heidi Mückel stark ab.
Auch eine Minute später stellte sie ihre Klasse unter Beweis und machte einen Abschluss von Nina Geiger unschädlich.
Dann sollte der längst überfällige Führungstreffer aber doch fallen. Nach einer Hereingabe von Michael nahm Mentrup das Zuspiel auf, drehte sich und war anschließend mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck erfolgreich (23.).
Elf Minuten später hätte Mentrup die Führung ausbauen können. Nach einem Pass von Hannah Heilmaier auf die rechte Seite behauptete sie sich im Duell gegen ihre Gegenspielerin und zog anschließend ab, doch der Schuss war etwas zu hoch angesetzt.
Nun lag der zweite Treffer förmlich in der Luft, doch auch Michael fand bei einem schönen Abschluss ihre Meisterin in der Unterbrucker Torfrau (40.).
Das Auslassen dieser Chancen hätte sich beinahe gerächt, denn drei Minuten vor der Pause musste man auf Altenerdinger Seite tief durchatmen. Nach einem Pass in die Tiefe kam Katharina Fittner ihrer Gegenspielerin nicht mehr hinterher, sodass die Angreiferin aus etwa zehn Metern zum Abschluss kam, Hartmann jedoch nicht überwinden konnte.
Doch nur wenig später gab es auf Altenerdinger Seite wieder Grund zum Jubeln. Diesmal setzte sich Marie Grote am rechten Flügel hervorragend durch und fasste sich anschließend ein Herz. Aus spitzem Winkel zog sie ab und überraschte damit die Torhüterin, denn der Ball schlug hoch im kurzen Eck ein und brachte die verdiente 2:0-Führung (44.).
Die letzte Chance vor dem Seitenwechsel gehörte noch einmal den Ampertalerinnen. Abermals ließ man einen Pass durch die Schnittstelle zu, sodass eine Stürmerin nur noch Torhüterin Hartmann vor sich hatte. Doch erneut reagierte die Keeperin stark und rettete die komfortable Führung ihres Teams in die Pause.
Vier Minuten nach Wiederbeginn machten die Veilchen dann den Deckel drauf. Nach einem Ballgewinn von Michael an der gegnerischen Strafraumgrenze landete das Leder bei Lilly Weger, die nicht lange fackelte und sofort abzog. Zwar war die Torhüterin des FCU mit der Hand noch am Ball, doch den Einschlag konnte sie diesmal nicht mehr verhindern – 3:0 für die SpVgg.
Wenig später wäre den Veilchen beinahe der vierte Treffer geglückt. Als Geiger einen Eckball nach innen schlug, kam Pia Stipkovic zum Schuss. Die Torhüterin verschätzte sich zunächst, sodass der Ball den Weg ins Tor zu finden schien, doch mit letztem Einsatz kratzte die Keeperin das Leder noch von der Linie.
Nach 66 Minuten war die Torhüterin erneut gefordert, doch sie drehte einen Schuss von Chiara Reiland gekonnt um den Pfosten.
Vier Minuten später war man dem 4:0 abermals sehr nahe. Nach einem überragenden Sololauf, den Mentrup an der Mittellinie startete und bei dem sie gleich mehrere Abwehrspielerinnen der Gastgeberinnen wie Slalomstangen stehen ließ, kam sie frei vor dem Tor zum Abschluss. Leider belohnte sie sich für diese starke Aktion nicht, denn ihr Schuss ging am Gehäuse vorbei.
Dann zeigten sich auch die Gastgeberinnen wieder einmal in der Offensive. Eine Hereingabe von der linken Seite landete bei einer an der Strafraumgrenze stehenden Mitspielerin. Diese zog sofort ab, setzte den Ball jedoch über die Latte.
Trotz des klaren Rückstandes gab sich Unterbruck nicht auf und hätte sich zwölf Minuten vor dem Ende beinahe noch den Ehrentreffer verdient. Nach einem Angriff über die rechte Seite konnte Diana Dreznjak die Hereingabe nicht mehr verhindern, sodass eine vor dem Tor völlig freistehende Spielerin mutterseelenallein zum Schuss kam.
Zum Glück traf sie die Kugel nicht richtig, sodass Torfrau Hartmann wenig Mühe hatte, das Leder unter Kontrolle zu bringen.
So blieb es beim klaren Erfolg der Gäste, der aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung hochverdient war.
Alle Spielerinnen stellten sich in den Dienst des Teams. Auch Anna Schirnjak, die normalerweise im Tor zum Einsatz kommt, zeigte als Abwehrspielerin eine gute Leistung und fügte sich nahtlos in die Mannschaft ein.
Einziger Kritikpunkt war die mangelhafte Chancenverwertung. In dieser Partie wirkte sich dieser Schwachpunkt aufgrund der klaren Überlegenheit letztlich nicht nachteilig aus, doch in anderen Spielen wird man sicherlich nicht so viele Möglichkeiten bekommen. Daher muss die Mannschaft künftig vor dem gegnerischen Tor noch konzentrierter und konsequenter abschließen.
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