Aufstellung:
1. Lukas Loher, 2. Maximilian Topf (46. Marc Winkelmann / 63. Florian Donig), 3. Mehmet Acikgöz, 4. Alexander Gschwend (70. Ajdin Nienhaus), 5. Michael Kopp (63. Enes Cosickic) , 6. Marco Baumann, 7. Jannik Obermaier (46. Victor Bezerra do Nascimento), 8. Marco Baumann, 9. Ajdin Nienhaus (46. Nicolas Esono Ntutum), 10. Suheyp Trabelsi, 11. Altin Capa
Torschützen:
2:1 Maximilian Kopp (45. + 1)
2:2 Ajdin Nienhaus (45. + 3)
2:3 Samuel Kronthaler (65.)
2:4 Samuel Kronthaler (70.)
2:5 Nicolas Esono Ntutum (74.)
2:6 Nicolas Esono Ntutum (77. / Foulelfmeter / Altin Capa)
Gelbe Karten:
Ajdin Nienhaus
Maximilian Topf
Gelb-Rote Karten:
keine
Rote Karten:
keine
Besondere Vorkommnisse:
Nicolas Esono Ntutum verschießt einen an Samuel Kronthaler verursachten Strafstoß (49.)
Zuschauer:
210
Spielbericht:
Ein hartes Stück Arbeit mussten die Kicker der SpVgg Altenerding verrichten, um den Lokalrivalen FC Herzogstadt in die Knie zu zwingen. Zwar stand am Ende doch ein relativ deutlicher 6:3-Erfolg der Veilchen, aber bis kurz vor der Pause drohte der Huber-Elf das Ausscheiden aus dem Toto-Pokal.
Nach neun Minuten wäre der SpVgg fast die Führung geglückt. Als Ajdin Nienhaus Nähe der Eckfahne gefoult wurde, schlug Maximilian Kopp den Ball nach innen und als die Kugel über den FCH-Keeper Fabian Langer hinweg segelte, hatte man den Torschrei schon auf den Lippen, doch der Ball sprang im Innenpfosten zurück ins Feld, wo Jannik Obermaier zum Nachschuss kam, das Leder jedoch deutlich über den Querbalken setzte.
Anschließend präsentierten sich die Gäste als ebenbürtiger Gegner und vor allem die tiefstehende Abwehr ließ wenig zu. Zwar hatte die Huber-Elf mehr Ballbesitzt, doch es fehlten die Ideen und die nötige Kreativität, um hinter die Kette zu kommen.
Nach 20 Minuten kamen dann die Hausherren zur ersten Chance, die fast die Führung gebracht hätte. Nach einer Flanke setzte sich Samuel Hawkins im Kopfballduell gegen Alexander Gschwend durch, doch zum Glück stand Mehmet Acikgöz auf der Torlinie goldrichtig und konnte den Rückstand gerade noch verhindern.

Aber zwei Minuten später brandete im Erdinger Fanlager dann doch Jubel auf und abermals konnte man einen Standard nicht konsequent verteidigen. Diesmal war Marco Baumann im Luftkampf gegen Aldin Imamovic zweiter Sieger. Zwar kam Acikgöz auf der Torlinie stehend wieder zum Ball, doch diesmal konnte auch er den 0:1-Rückstand nicht mehr verhindern.

Nach 35 Minuten hätte dann ein individueller Fehler fast für das zweite Gegentor gesorgt. Als Acikgöz am Flügel das Laufduell gegen den Ex-Altenerdinger Erijon Beka gewonnen hatte, schien die Gefahr gebannt. Allerdings wollte er dann das Leder zu Schlussmann Lukas Loher zurückspielen, übersah dabei aber FCH-Akteur Marco Steinberg. Der Angreifer kam an den Ball und wollte in de Mitte spielen, doch mit vereinten Kräften konnte die Altenerdinger Defensive die prekäre Situation noch klären.
Doch er nächste individuelle Fehler sollte dann doch für den nächsten Rückschlag sorgen. Nach einem langen Ball nach vorne hatte Schlussmann das Leder schon gesichert und wollte die Kugel wieder ins Spiel bringen. Dabei bediente er unfreiwillig den auf ihn zulaufenden Steinberg, der schließlich keine Mühe hatte, das Leder im leeren Tor unterzubringen (39.).
Auf der Gegenseite hofften die Gäste zwei Minuten vor der Pause auf den Anschlusstreffer, doch Torhüter Langer war bei einem gefährlichen Freistoß von Nienhaus zur Stelle und lenkte das Leder über die Latte.
In der Nachspielzeit war dann aber auch er machtlos. Nach einer Flanke von der linken Seite konnten die Gastgeber nicht entscheidend klären und als der Ball dann beim am rechten Strafraumeck stehenden Kopp landete, fackelte der Mittelfeldspieler nicht lange und versenkte die Kugel unhaltbar im langen Eck.
Und es sollte für die Huber-Elf noch besser kommen, denn noch vor dem Pausenpfiff glückte der nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleich. Nach einen Foul an Samuel Kronthaler legte sich Marco Baumann die Kugel zu recht und fand den im Zentrum stehenden Nienhaus, der mit dem Pausenpfiff per Kopf das 2:2 erzielte.
Dieser Treffer zeigte bei den Hausherren Wirkung und Abteilungsleiter Ralf Sandner sprach bei den Gegentoren von „einem moralischen Knacks“.
Von Beginn an rollte das Leder nur noch eine Richtung und schon nach drei Minuten schien die erstmalige Führung geglückt. Nach einem schönen Steckpass des zur Pause eingewechselten Marc Winkelmann kam Kronthaler an den Ball und wurde dann von Martin Ferlisch unfair zu Fall gebracht, so dass der Referee sofort auf den Punkt zeigte.
Jedoch konnte Nicolas Esono Ntutum die Chance nicht nutzen, denn er zielte zu genau und visierte nur den linken Pfosten an.
Aber die Gäste zeigten sich von diesem Fauxpas keineswegs beeindruckt und nur zwei Minuten später bot sich die nächste Großchance. Diesmal brachte Winkelmann von links eine schöne Flanke nach innen und als Altin Capa völlig frei zum Schuss kam, schien das 3:2 fällig, doch er setzte das Spielgerät über den Kasten (50.).
Auch nach 64 Minuten drohte dem FCH erneut der Rückstand, doch ein scharf getretener Freistoß von Baumann ging haarscharf am langen Eck vorbei.
Doch eine Minute später fiel dann der zu diesem Zeitpunkt verdiente Führungstreffer für die Veilchen. Diesmal zog Baumann von der linken Seite einen Freistoß nach innen, wo Kronthaler aus dem Gewühl heraus aus kurzer Distanz zum 3:2 „einnetzte“.
Nun war der Bann gebrochen und die Huber-Elf konnte nun spielerisch überzeugen und ließ den Gastgeber nicht mehr zur Entfaltung kommen.
Zwei Minuten später hätte man dann schon wieder nachlegen können, denn nach einem schönen Doppelpass mit Kronthaler kam der stark spielende Suheyp Trabelsi an der Strafraumgrenze zum Abschluss, doch leider ging der Ball zu zentral auf das Tor, so dass Langer parieren konnte.
20 Minuten vor dem Ende glückte der SpVgg dann die Vorentscheidung. Nach einem mustergültigen Steckpass von Victor Bezerra do Nascimento hatte Kronthaler nur noch Keeper Langer vor sich und diesen ließ er mit einem platzierten Schuss ins lange Eck nicht den Hauch einer Chance.
Fünf Minuten später folgte dann schon der fünfte Treffer, dem ein individueller Fehler vorausging. Als Maximilian Huber auf der rechten Abwehrseite als letzter Mann das Leder verlor lief er frei auf das Tor zu. Er zeigte sich sehr uneigennützig, legte nämlich quer auf den mitlaufenden Ntutum ab, der keine Mühe mehr hatte, um das Zuspiel ins verwaiste Tor zu befördern.
13 Minuten vor dem Ende machte die Semptstädter dann das halbe Dutzend voll. Nach einem herrlichen Diagonalball von Bezerra do Nascimento lief Capa in den Strafraum und wurde unfair zu Fall gebracht, so dass erneut der Elfmeterpfiff ertönte. Diesmal ließ sich sich Ntutum nicht zweimal bitten und verwandelte bombensicher ins rechte Eck.
Jedoch zeigten die Gastgeber eine gute Moral und bei einem schönen Fernschuss von Hawkins machte Loher seinen Fehler aus der ersten Hälfte wieder weg und konnte den Ball hervorragend über die Latte lenken (83.).
Vier Minuten später betrieben die Gastgeber dann Ergebniskosmetik, denn nach einem Handspiel von Enes Cosickic im eigenen Strafraum verhängte der gut leitende Referee Christian Schunke den dritten Strafstoß im Derby.
Loher ahnte die Ecke und war mit der Hand noch am Ball, doch den Einschlag konnte er nicht verhindern, so dass Tobias Paulus mit seinen Treffer für den 3:6-Endstand sorgte.

