Aufstellung:
1. Dominic Dasch, 2. Julian Topf (85. Mehmet Acikgöz), 3. Alexander Weiher, 4. Victor Bezerra do Nascimento, 5. Michael Kopp , 6. Mohammed Aldaher (46. Samuel Kronthaler), 7. Marc Winkelmann (46. Jannik Obermaier), 8. Marco Baumann (30. Enes Cosickic), 9. Nicolas Esono Ntutum (46. Ajdin Nienhaus), 10. Suheyp Trabelsi, 11. Alexander Gschwend (66. Nicolas Esono Ntutum)
Torschützen:
Fehlanzeige
Gelbe Karten:
Alexander Gschwend
Suheyp Trabelsi
Michael Kopp
Gelb-Rote Karten:
Michael Kopp (nach Spielschluss / Reklamieren)
Rote Karten:
keine
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
220
Spielbericht:
Der Kreisligamannschaft der SpVgg Altenerding wurde am Freitagabend im Flutlichtspiel beim FC Lengdorf kräftig in die Wies’n-Maß gespuckt. Die Veilchen kassierten beim Gastgeber eine verdiente 0:2-Niederlage und gingen damit auch im zweiten Auswärtsspiel der noch jungen Saison als Verlierer vom Platz.
Die Hausherren verdienten sich die drei Punkte redlich, denn sie zeigten deutlich mehr Siegeswillen und überzeugten mit kompromisslosem Zweikampfverhalten. Die Huber-Elf agierte dagegen phasenweise etwas pomadig und entwickelte vor allem in der Offensive zu wenig Durchschlagskraft.
In der Anfangsphase entwickelte sich zunächst eine offene Partie, die sich überwiegend im Mittelfeld abspielte. Klare Tormöglichkeiten blieben auf beiden Seiten Mangelware, doch nach zehn Minuten gelang dem FCL praktisch aus dem Nichts der Führungstreffer.
Nach einem langen Ball nach vorne machte es den Anschein, als wollten die Veilchen auf Abseits spielen, doch dieser Versuch misslang gründlich. Marco Baumann ließ Maximilian Mayer ziehen, der plötzlich freie Bahn hatte und nur noch Schlussmann Dominic Dachs vor sich sah. Mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck ließ der Lengdorfer Angreifer dem Keeper keine Abwehrchance und brachte seine Farben mit 1:0 in Front.
Wer nun auf eine Reaktion der Altenerdinger hoffte, wurde zunächst enttäuscht. Die Gäste ließen dem FCL viel zu viel Raum, so dass die Hausherren immer wieder unbedrängt kombinieren konnten. Allerdings fehlte auch Lengdorf zunächst die letzte Konsequenz, um daraus weitere hochkarätige Möglichkeiten zu kreieren.
Auf der anderen Seite blieb die SpVgg in der Offensive weitgehend harmlos, so dass FCL-Schlussmann Matthias Besser zunächst einen ruhigen Abend verlebte.
Nach 26 Minuten musste der Lengdorfer Keeper jedoch erstmals sein ganzes Können zeigen – und verhinderte mit einer Glanztat den möglichen Ausgleich. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld umspielte Mohammed Aldaher Abwehrspieler Michael Ortner und kam aus halblinker Position im Strafraum zum Abschluss. Sein gefühlvoller Schlenzer in Richtung langes Eck war sehenswert, doch Besser bekam gerade noch die Fingerspitzen an den Ball. Die Kugel klatschte an den Innenpfosten und sprang zurück ins Feld.

Danach waren wieder die Platzherren am Zug. Eine Flanke vom linken Flügel segelte auf den langen Pfosten, wo Bastian Fischer völlig frei zum Abschluss kam. Dachs reagierte jedoch glänzend, kam mutig aus seinem Kasten, verkürzte den Winkel und wehrte den Schuss stark ab (36.).

Nur eine Minute später drohte bereits der zweite Gegentreffer. Nach einer Freistoßflanke kam erneut Maximilian Mayer völlig frei zum Kopfball, setzte die Kugel aus Altenerdinger Sicht aber glücklicherweise knapp über das Tor (37.).

Auch die letzte Möglichkeit vor dem Seitenwechsel gehörte dem FCL. Eigentlich hatten die Veilchen das Leder bereits sicher in ihren Reihen, doch rund 35 Meter vor dem eigenen Tor unterlief ihnen ein folgenschwerer Ballverlust. Die Kugel landete bei Mayer, der aus 18 Metern abzog. Sein leicht abgefälschter Schuss strich nur um Zentimeter über den Querbalken (44.).

Als beide Mannschaften nach der Pause wieder auf das Feld zurückkehrten, wurde deutlich, wie unzufrieden Coach Stefan Huber mit dem Auftritt seiner Mannschaft gewesen war. Gleich die komplette Offensivreihe musste in der Kabine bleiben. Für die drei ausgewechselten Akteure kamen Ajdin Nienhaus, Jannik Obermaier und Samuel Kronthaler in die Partie.
Die Umstellungen zeigten zunächst Wirkung. Altenerding übernahm in den ersten Minuten nach Wiederbeginn das Kommando und drängte die Hausherren nun deutlich tiefer in die eigene Hälfte.
Allerdings fehlte dem Spiel der Veilchen weiterhin die nötige Tiefe. Zu selten gelang es, hinter die Lengdorfer Abwehrkette zu kommen, so dass das Tor der Hausherren kaum ernsthaft in Gefahr geriet. Bezeichnend dafür war, dass ein Distanzschuss von Michael Kopp aus rund 23 Metern, der sein Ziel nur knapp verfehlte, lange Zeit die einzige nennenswerte Möglichkeit blieb.
Dafür hätte es auf der Gegenseite beinahe erneut geklingelt. Nach einer Ecke kam Florian Thieme zum Kopfball, setzte die Kugel jedoch knapp am Tor vorbei, so dass die Gäste tief durchatmen konnten (58.).
Vier Minuten später wären die Semptstädter beinahe auf äußerst kuriose Weise zum Ausgleich gekommen. Kronthaler setzte den ballführenden Lengdorfer Abwehrspieler energisch unter Druck, dessen Befreiungsschlag am Schienbein des Altenerdinger Mittelfeldakteurs landete. Der Abpraller wäre wohl genau im Eck des FCL-Tores eingeschlagen, doch Besser war hellwach und lenkte den Ball in höchster Not noch zur Ecke.
Zwanzig Minuten vor dem Ende drohte der SpVgg dann der vorzeitige Knock-out. Nach einem langen Ball kam Julian Topf vor dem nachsetzenden Georg Reiter an die Kugel und wollte zu Torhüter Dachs zurückspielen. Der Rückpass geriet jedoch zu kurz, so dass Reiter plötzlich zum Abschluss kam. Doch erneut war Dachs zur Stelle und hielt sein Team mit einer starken Parade im Spiel.
Sechzehn Minuten vor dem Ende war dann aber auch der Altenerdinger Schlussmann machtlos. Ausgangspunkt war ausgerechnet ein Lengdorfer Querschläger an der Mittellinie, auf den Moritz Mayer am schnellsten reagierte. Kurz vor der Seitenlinie sicherte er sich den Ball, zog nach innen und leitete damit einen Angriff ein, bei dem die Gäste ihren Gegenspielern erneut zu viel Raum ließen. Über mehrere Stationen landete die Kugel schließlich beim rechts im Strafraum positionierten Maximilian Mayer. Der Lengdorfer Torjäger ließ sich nicht zweimal bitten und schlenzte den Ball sehenswert ins lange Eck. Mit seinem zweiten Treffer des Abends sorgte er für die Vorentscheidung (74.).
In der Schlussphase tat sich nicht mehr allzu viel. Lengdorf schöpfte sein Wechselkontingent konsequent aus und nahm damit immer wieder Tempo aus der Partie. Der ohnehin bereits stockende Spielfluss der Veilchen wurde dadurch zusätzlich unterbrochen, so dass auch ein Anschlusstreffer nicht mehr gelingen wollte.
Nach dem Schlusspfiff ließ Michael Kopp seinem Frust freien Lauf, reklamierte beim Unparteiischen und sah dafür noch die Gelb-Rote Karte. An diesem gebrauchten Altenerdinger Abend schmerzte die Ampelkarte jedoch weitaus weniger als die verdiente Niederlage.

