Aufstellung:
1. Dominik Dachs, 2. Alexander Weiher, 3. Mehemt Acikgöz (28. Julian Topf), 4. Victor Bezerra do Nascimento, 5. Alexander Gschwend (73. Daniel Wiskitenski), 6. Michael Kopp, 7. Jannik Obermaier (52. Mohammed Yussuf), 8. Suheyp Trabelsi, 9. Mohammed Aldaher (65. Nicolas Ntutum / 79. Jannik Obermaier), 10. Wiam Takruri (65. Johannes Dangl), 11. Samuel Kronthaler (89. Mohammed Aldaher)
Torschützen:
1:0 Mohammed Aldaher (27.)
Gelbe Karten:
Alexander Weiher
Victor Bezerra do Nascimento
Gelb-Rote Karten:
keine
Rote Karten:
keine
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
140
Spielbericht:
Eine der schwächeren Saisonleistungen zeigten die Kreisligakicker der SpVgg Altenerding, doch letztlich brachte man in einem niveauarmen Match gegen den FCA Unterbruck dank eines zähen 1:0-Erfolges die drei erhofften Zähler auf die Habenseite.
Bitter war hingegen, dass mit Alexander Gschwend, Samuel Kronthaler, Nicolas Ntutum und Mehmet Acikgöz gleich vier Spieler verletzungsbedingt vom Platz mussten, sodass der Erfolg teuer bezahlt wurde. Es bleibt zu hoffen, dass die Verletzungen des Quartetts nicht allzu schwerwiegend sind und die Akteure in den letzten Spielen vor der Winterpause wieder zur Verfügung stehen.
Zwar übernahm die Huber-Elf von Beginn an das Kommando, doch der Zug, der in den vorausgegangenen Spielen zu sehen war, fehlte gegen das Tabellenschlusslicht. So ergaben sich zunächst nur wenige Halbchancen, die jedoch nicht zwingend zu Ende gespielt wurden.
Nach 14 Minuten gab es auf der Tribüne dann aber doch Grund zum Jubeln. Nach einem Pass in die Tiefe kam Wiam Takruri vor dem aus seinem Tor eilenden Unterbrucker Schlussmann Maximilian Schulz an den Ball und schloss scheinbar erfolgreich ab. Doch schnell verstummten die Jubelschreie, denn der Schiedsrichter-Assistent hatte seine Fahne gehoben. Die Entscheidung schien korrekt, da der Altenerdinger Angreifer wohl knapp im Abseits gestanden hatte.
Auch in der Folgezeit plätscherte die Partie vor sich hin. Die Hausherren wirkten etwas pomadig und ließen die nötige Lauf- und Einsatzbereitschaft vermissen. Allerdings fehlten den Gästen die Mittel, diese zurückhaltende Spielweise der Veilchen zu bestrafen, sodass klare Tormöglichkeiten Mangelware blieben.
Doch dann sollte den Altenerdingern trotzdem das goldene Tor gelingen. Erneut wurde die Unterbrucker Abwehr mit einem Pass in die Tiefe ausgehebelt. Das Zuspiel von Samuel Kronthaler fand den durchstartenden Mohammed Aldaher, der vor dem Tor eiskalt blieb und das Leder an Keeper Schulz vorbei zum umjubelten 1:0 vollendete (28.).
Aber selbst dieser Treffer sorgte bei den Veilchen nicht für die erhoffte Euphorie. Noch vor dem Wiederanstoß wurde Trainer Stefan Huber erstmals zum Wechseln gezwungen, denn Abwehrspieler Mehmet Acikgöz musste aufgrund einer muskulären Verletzung vom Feld und wurde durch Julian Topf ersetzt.
Auch spielerisch änderte sich nach der Führung wenig. Die Gastgeber blieben zwar feldüberlegen und hatten deutlich mehr vom Spiel, doch in der Offensive fehlte die letzte Konsequenz und auch die ganz großen Torchancen blieben aus.
Auf der anderen Seite stand die kaum geforderte Defensive der SpVgg sehr sicher, sodass Torhüter Dominik Dachs, der für den erkrankten Lukas Loher zwischen den Pfosten stand, nur selten eingreifen musste.
So war es nicht verwunderlich, dass der erste Abschluss der Gäste aus einer Standardsituation resultierte. Alexander Gschwend konnte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld zunächst per Kopf abwehren, ehe der anschließende Fallrückzieher deutlich über das Tor ging. Damit blieb auch diese Szene für die Hausherren folgenlos.

So ging Altenerding mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel agierten die Gastgeber zunächst etwas zielstrebiger. Dies führte in der 51. Minute zu einer guten Möglichkeit. Nach einem Pass von Kronthaler auf die rechte Seite brachte Aldaher das Spielgerät scharf nach innen, doch FCA-Akteur Kilian Gruber konnte das Leder wenige Meter vor der eigenen Torlinie im letzten Moment aus der Gefahrenzone schlagen.

Wenig später kamen die Gäste zu ihrer ersten nennenswerten Möglichkeit, die beinahe zum Ausgleich geführt hätte. Als Marcel Krautner von der linken Seite nach innen zog, konnte man den Angreifer nicht vom Ball trennen. Aus etwa 17 Metern kam er in zentraler Position zum Abschluss, doch Keeper Dachs zeigte seine Klasse und lenkte den Schuss glänzend zur Ecke (54.).
Anschließend kontrollierten die Hausherren das Geschehen und kamen immer wieder gefährlich nach vorne, doch der beruhigende zweite Treffer wollte einfach nicht fallen.
20 Minuten vor dem Ende lag der Torschrei bereits in der Luft. Nach einem Foul an Victor Bezerra do Nascimento wurde der SpVgg knapp außerhalb des Strafraums ein Freistoß zugesprochen, den Michael Kopp jedoch nur an die Oberkante der Latte setzte (70.).
Fünf Minuten später bot sich die nächste große Gelegenheit. Nachdem sich Johannes Dangl im Mittelfeld am Ball behauptet hatte, lief er in Richtung Strafraum und legte auf den rechts im Sechzehner freistehenden Kronthaler ab. Doch dieser agierte zu uneigennützig. Anstatt selbst abzuschließen, wollte er den im Zentrum stehenden Nicolas Ntutum bedienen, doch dessen Gegenspieler konnte im letzten Moment klären.
Wenig später musste der zur Pause ins Spiel gekommene Torjäger bereits wieder vom Feld, denn auch Ntutum zog sich eine Muskelverletzung zu. Kurz zuvor hatte bereits Alexander Gschwend verletzungsbedingt ausgewechselt werden müssen.
Eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit lag der vorentscheidende zweite Treffer erneut in der Luft. Nach einem mustergültigen Pass von Kopp tauchte Kronthaler frei vor dem Tor auf, doch erneut blieb auch diese Möglichkeit ungenutzt, denn Schlussmann Schulz hielt sein Team mit einer starken Parade im Spiel.
Unmittelbar darauf blieb Kronthaler nach einem Zweikampf am Boden liegen und musste nach längerer Behandlungspause ebenfalls ausgewechselt werden, sodass der Unparteiische eine zehnminütige Nachspielzeit anzeigte.
In der 96. Minute brannte es erneut vor dem Tor des FCA. Nach einem Steilpass auf der rechten Seite bewies der aufgerückte Verteidiger Alexander Weiher große Übersicht und legte das Leder mustergültig in den Rücken der Abwehr. Damit fand er den im Strafraum freistehenden Mohamed Yussuf, doch der Youngster hatte sein Visier zu hoch eingestellt und schoss gut einen Meter über das Tor.

Letztlich sollte sich das Auslassen der guten Chancen an diesem Tag nicht rächen. Dennoch bleibt zu hoffen, dass die Huber-Schützlinge in den kommenden Spielen wieder mehr Effektivität an den Tag legen, denn es werden auch Partien kommen, in denen eine derartige Fahrlässigkeit bestraft wird. Gegen Unterbruck zählten am Ende jedoch nur die drei Punkte, sodass die Pflichtaufgabe trotz der dürftigen Vorstellung mit einem knappen Arbeitssieg erfolgreich gestaltet wurde.
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