Aufstellung:
1. Lukas Loher, 2. Alexander Weiher (46. Julian Topf), 3. Mehemt Acikgöz, 4. Victor Bezerra do Nascimento (59. Alexander Weiher), 5. Alexander Gschwend (67. Altin Capa), 6. Michael Kopp, 7. Jannik Obermaier (61. Enes Cosickic), 8. Suheyp Trabelsi (61. Mohammed Aldaher), 9. Nicolas Esono Ntutum (61. Wiam Takruri), 10. Johannes Dangl (74. Jannik Obermaier), 11. Mohamed Yussuf

Torschützen:
0:1 Jannik Obermaier (15.)
0:2 Nicolas Esono Ntutum (34.)
1:3 Nicolas Esono Ntutum (50.)
1:4 Nicolas Esono Ntutum (56.)
1:5 Wiam Takruri (85.)

Gelbe Karten:
Michael Kopp
Suheyp Trabelsi
Stefan Huber

Gelb-Rote Karten:
keine

Rote Karten:
keine

Besondere Vorkommnisse:
keine

Zuschauer:
130

Spielbericht:
„Finale – oh, oh!“ – diese Klänge waren nach dem Schlusspfiff aus der Altenerdinger Kabine zu vernehmen, und die Freude war verständlich. Die Huber-Elf zeigte im Halbfinale des Toto-Pokals im Spielkreis Donau/Isar eine beeindruckende Vorstellung und fegte den Ligakonkurrenten auch in dieser Höhe verdient vom Platz. Im kommenden Jahr will sich die SpVgg nun im Heimspiel gegen den Bezirksligisten FC Gerolfing zum Kreispokalsieger krönen. Sollte man im Endspiel erneut an diese Leistung anknüpfen können, wäre ein Erfolg gegen den FCG sicherlich keine große Überraschung.

Die Veilchen nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und erarbeiteten sich ein deutliches spielerisches Übergewicht, sodass die Gastgeber nur wenig Ballbesitz hatten und eher mutlos agierten. Die Huber-Elf präsentierte sich dagegen äußerst präsent und bestimmte klar das Geschehen.

So kam der Führungstreffer der Gäste nach 19 Minuten keineswegs überraschend, wenngleich Altenerding dabei von einem groben Torwartfehler profitierte. Nachdem sich Mohamed Yussuf am linken Flügel durchgesetzt hatte, schien Kranzbergs Torhüter Devid Kerciku die Kugel sicher abzufangen. Doch ihm glitt das Leder durch die Hände, sodass der hinter ihm lauernde Jannik Obermaier, der einen Sahnetag erwischt hatte, keine Mühe hatte, den Ball im leeren Tor unterzubringen.

Auch nach diesem Treffer änderte sich wenig am Spielverlauf, denn die Semptstädter blieben weiterhin tonangebend und waren dem zweiten Treffer deutlich näher als die Schmidbauer-Elf dem Ausgleich.

Nach 30 Minuten brannte es erneut vor dem Tor der Hausherren. Nach einer Flanke von Alexander Weiher kam Obermaier jedoch nur noch leicht mit dem Kopf an die Hereingabe, sodass das Leder nicht mehr gefährlich in Richtung Tor ging.

Vier Minuten später gab es dann erneut Grund zum Jubeln. Nach einem schönen Steckpass von Obermaier hatte Nicolas Ntutum nur noch Kerciku vor sich und schob sicher zum hochverdienten 2:0 für die SpVgg ein.

Doch nach 37 Minuten kamen die Gastgeber praktisch aus dem Nichts zum Anschlusstreffer. Nach einem Foul von Mehmet Acikgöz an Blenet Ademi entschied der Unparteiische auf Strafstoß, den Rade Marinkovic sicher im Netz unterbrachte.

Dieser Treffer gab den Hausherren kurzfristig etwas Auftrieb, sodass sie sich etwas vom Dauerdruck der Altenerdinger befreien konnten. In der Offensive entwickelte der SVK allerdings weiterhin nur wenig Durchschlagskraft.

So ging es mit einer knappen 2:1-Führung der SpVgg in die Pause, die angesichts des Spielverlaufs eher noch den Gastgebern schmeichelte.

Fünf Minuten nach Wiederbeginn raubten die Altenerdinger den Hausherren mit dem Treffer zum 3:1 weitgehend den Glauben an eine Wende. Nach einem energischen Vorstoß von Alexander Gschwend spielte dieser auf die rechte Seite zu Obermaier, dessen punktgenaue Hereingabe bei Torjäger Ntutum landete. Mit seinem zweiten Treffer stellte der Angreifer den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her.

Auch die nächste große Möglichkeit gehörte der SpVgg. Nach einem langen Ball kam Keeper Kerciku weit aus seinem Tor, verlor jedoch in Höhe der Eckfahne das Laufduell gegen Ntutum. Über die Zwischenstation Yussuf gelangte die Kugel zu Victor Bezerra do Nascimento, der auf das verwaiste Tor abschloss. Dort stand jedoch Florian Hüttner goldrichtig und rettete auf der Linie, womit er die endgültige Vorentscheidung zunächst noch verhinderte (53.).

Doch der vierte Treffer sollte nur wenig später fallen. Diesmal spielte Johannes Dangl, der erstmals nach längerer Verletzungspause wieder in der Anfangsformation stand und eine starke Leistung zeigte, den Ball in den Strafraum. Dort setzte sich Ntutum gegen zwei Kontrahenten stark durch und schnürte mit seinem dritten Treffer endgültig den Sack zu (56.).

Trotz der klaren Führung ließen die Veilchen nicht nach und drängten weiter auf Tore. Als Yussuf von der rechten Seite frei auf das Gehäuse zulief, hatte er Kerciku bereits überwunden. Kurz vor der Linie konnte jedoch noch ein Verteidiger klären. Dabei hatte dieser auch das nötige Glück, denn er bugsierte das Leder an den eigenen Pfosten, ehe die Kranzberger die prekäre Situation endgültig bereinigen konnten (62.).

Nach 68 Minuten lag bereits der nächste Treffer in der Luft. Nach einem Zuspiel von Enes Cosickic drehte sich Altin Capa an der Strafraumgrenze geschickt um seinen Gegenspieler und zog sofort ab. Sein Flachschuss verfehlte das Kranzberger Tor jedoch um Haaresbreite.

13 Minuten vor dem Ende tauchten die Schmidbauer-Schützlinge im zweiten Durchgang erstmals gefährlich vor dem Altenerdinger Tor auf. Ein aussichtsreicher Schuss von Konstantin Zink wurde jedoch von Capa im letzten Moment noch geblockt.

Im Gegenzug brannte es erneut auf der anderen Seite. Nach einem Zuspiel von Wiam Takruru kam Obermaier frei vor dem Tor zum Abschluss, doch Kerciku verhinderte mit einer glänzenden Fußabwehr den zweiten Treffer der Altenerdinger Offensivkraft.

Wenig später hätten die Hausherren beinahe noch für eine Resultatsverbesserung gesorgt. Nach einer Flanke von Lennard Schmidt kam Janis Pilau aus etwa zehn Metern zum Abschluss, doch Keeper Lukas Loher war zur Stelle und konnte die Kugel sicher aufnehmen.

Für den Schlusspunkt sorgten dann noch einmal die Gäste. Mit einem hervorragend herausgespielten Treffer stellte die SpVgg den Endstand her. Obermaier spielte einen mustergültigen Ball in die Tiefe und fand Takruru hinter der Abwehrkette. Dieser nahm das Leder sofort mit nach innen und ließ Kerciku anschließend mit einem satten Schuss nicht den Hauch einer Abwehrchance (85.).

Nach dem Schlusspfiff feierten die Veilchen den grandiosen Erfolg lautstark auf dem Rasen, und bei dem einen oder anderen war die Vorfreude auf das Finale gegen Gerolfing bereits deutlich zu spüren.

Stimmen zum Spiel

Stefan Huber (Trainer SpVgg Altenerding): „Wir haben sehr konzentriert angefangen und sofort unseren Rhythmus gefunden. Die beiden Tore haben uns dann auch die nötige Sicherheit gegeben. Der Anschlusstreffer war vermeidbar, aber wir sind nach der Pause sehr gut aus der Kabine gekommen, auf dem Gaspedal geblieben und haben völlig zu Recht gewonnen. Ich bin sehr stolz auf die Jungs und freue mich über den Finaleinzug.“

Alexander Schmidbauer (Trainer SV Kranzberg): „Der Sieg von Altenerding geht absolut in Ordnung. Sie waren ballsicher und giftig in den Zweikämpfen. Uns sind kurzfristig drei Stützen ausgefallen, aber wir müssen die Qualität des Gegners anerkennen. Bei unseren individuellen Fehlern war gegen eine Mannschaft dieser Stärke nichts zu holen. Es war für uns eine schöne Pokalreise, und ich bin stolz auf mein Team. Wir wären gerne im Finale dabei gewesen, wünschen Altenerding nun aber viel Erfolg im Endspiel. In dieser Verfassung traue ich ihnen auch den Pokalsieg zu.“