Aufstellung:
1. Jonas Pamer (9. Lukas Loher)), 2. Alexander Weiher, 3. Ajdin Nienhaus, 4. Juan Gomez (60. Haki Vranovci), 5. Christoph Luberstetter, 6. Johannes Dangl, 7. Jannik Obermaier, 8. Leonardo Tunjic, 9. Advam de Oliveira (20. Marc Winkelmann / 62. Ridwan Bello), 10.Lucas Rymas (46. Nessim Mahsas), 11. Marco Baumann

Torschützen:
Fehlanzeige

Gelbe Karten:
keine

Zeitstrafen:
keine

Gelb-Rote Karten:
keine

Rote Karten:
keine

Besondere Vorkommnisse:
keine

Zuschauer:
130

Spielbericht:
Die SpVgg Altenerding hat sich trotz einer unglücklichen 0:1-Niederlage beim frischgebackenen Meister und Landesligaaufsteiger SV Nord-Lerchenau mit einer starken Leistung viel Selbstvertrauen für die anstehende Relegation geholt. Vor allem kämpferisch, spielerisch und taktisch zeigte die Mannschaft von Neu-Trainer Stefan Huber einen deutlichen Aufwärtstrend und hätte sich für ihren couragierten Auftritt eigentlich belohnen müssen.

Schon in den Anfangsminuten machten die Veilchen deutlich, dass sie sich beim Meister keineswegs verstecken wollten. Bereits nach fünf Minuten lag der Führungstreffer in der Luft: Nach einer Flanke von Juan Gomez setzte Advam Oliveira einen Kopfball nur hauchdünn am Pfosten vorbei. Nur eine Minute später sorgte Lukas Rymas mit einem starken Zuspiel auf Jannik Obermaier erneut für Gefahr, doch ein Münchner Verteidiger konnte in letzter Sekunde zur Ecke klären.

Der starke Auftakt wurde allerdings früh überschattet. Ersatzkeeper Jonas Pamer, der für Lukas Loher zwischen den Pfosten stand, zog sich bereits nach neun Minuten eine Leistenzerrung zu. Dadurch musste der angeschlagene Stammkeeper doch wieder ins Tor zurückkehren.

Die Gastgeber fanden erst nach gut zwanzig Minuten besser in die Partie. Nach einer Kombination kam Edin Smajlovic im Strafraum zum Abschluss, verzog jedoch etwas zu hoch. Viel mehr ließ die konzentrierte Altenerdinger Defensive lange Zeit nicht zu.

Offensiv blieb dagegen die SpVgg die gefährlichere Mannschaft. Nach einer Kopfballverlängerung von Oliveira zog Obermaier aus spitzem Winkel ab, doch der Ball wurde noch entscheidend abgefälscht und strich knapp am langen Pfosten vorbei (34.).

Kurz vor der Pause hatten die Gäste erneut Pech: Nach einer Freistoßflanke von Marco Baumann köpfte Ajdin Nienhaus gefährlich auf das Tor, doch Münchens Keeper Matthias Angermeir lenkte den Ball stark über die Latte. So ging es trotz klarer Vorteile torlos in die Halbzeit.


Im zweiten Durchgang musste Huber erneut umstellen, nachdem de Oliveira bereits in der ersten Hälfte mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste. Für mehr Präsenz in der Offensive brachte der Trainer den etatmäßigen Verteidiger Ridwan Bello nach vorne – ein Schachzug, der Wirkung zeigte. Bello machte viele lange Bälle fest, verteilte geschickt und brachte neue Stabilität ins Offensivspiel.

Die größte Chance der Partie vergab die SpVgg nach 64 Minuten: Ein Ball rutschte durch die Münchner Abwehr, doch der kurz zuvor eingewechselte Haki Vranovci war überrascht und kam nicht mehr entscheidend an den Ball, obwohl der gegnerische Keeper bereits herausgeeilt war.

Defensiv arbeiteten die Gäste weiterhin leidenschaftlich. Vor allem die Innenverteidigung um Ajdin Nienhaus und Christoph Luberstetter überzeugte mit einer starken Leistung. Auch im Mittelfeld arbeitete die Mannschaft konsequent gegen den Ball. Besonders Johannes Dangl, dem Stefan Huber das Vertrauen schenkte, zeigte eine starke Vorstellung.

In der 73. Minute fehlten dann nur Zentimeter zur verdienten Führung. Nach einem Missverständnis der Münchner Defensive setzte Bello energisch nach und legte für Vranovci auf. Der Youngster erkannte sofort, dass der Keeper weit vor seinem Tor stand, zog direkt ab, doch der Ball hatte zu wenig Tempo. Yasir Sami konnte noch kurz vor der Linie retten.

Mit zunehmender Spielzeit mussten die Altenerdinger mehr Risiko gehen – und wurden dafür bitter bestraft. Nach einem langen Ball auf den Flügel konnte Nessim Mahsas nicht entscheidend klären. Kalle Lappe setzte sich durch und brachte den Ball scharf ins Zentrum, wo Dominik Besel zu viel Platz hatte und sechs Minuten vor Schluss zum 1:0 für die Hausherren einschob.

Doch selbst danach gab sich die SpVgg nicht auf. Nach einer starken Kombination über den laufstarken Alexander Weiher und den überzeugenden Jannik Obermaier landete der Ball bei Ajdin Nienhaus, der bereits mit aufgerückt war. Sein Volleyschuss geriet jedoch nicht sauber genug, sodass auch diese große Möglichkeit ungenutzt blieb (87.).

Kurz darauf beendete der Schiedsrichter die Partie. Trotz der bitteren Niederlage überwog bei der SpVgg Altenerding am Ende nicht nur die Enttäuschung über den verpassten direkten Klassenerhalt, sondern auch die Erkenntnis, dass die Mannschaft rechtzeitig vor der Relegation wieder zu alter Stärke gefunden hat. Mit einer Leistung wie in Nord-Lerchenau darf die Hoffnung auf das gewünschte Happy End absolut berechtigt sein.

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