Aufstellung:
1. Nicolai Brendel, 2. Mehmet Alcikgöz, 3. Christian Schulz, 4. Nessim Mahsas 5. Julian Topf, 6. Ben Schiwietz, 7. Adrian Felsner (46. Yousef Takrouri, 8. Mert Güngör (85. Alexander Weiher) 9. Bleron Bajaktari, 10. Mohammaed Aldaher (77. Davud Hörl), 11. Enes Cosickic (60. Rene Feuker)
Torschützen:
Fehlanzeige
Gelbe Karten:
keine
Gelb-Rote Karten:
keine
Rote Karten:
Nessim Mahsas
Christian Schulz
Bleron Bajraktari
Davud Hörl
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
90
Spielbericht:
Den Saisonstart hatte sich die zweite Mannschaft der SpVgg nach dem Abstieg aus der Kreisklasse sicherlich ganz anders vorgestellt, denn nach der 0:2-Auftaktniederlage bei der SG Reichenkirchen hatte man auch im ersten Heimspiel der Saison gegen den FC Inning am Holz mit exakt dem gleichen Ergebnis das Nachsehen.
Allerdings muss man festhalten, dass diesmal im Vergleich zur Vorwoche ein deutlich stärkerer Gegner auf dem Platz stand, der sich den Sieg aufgrund einer überzeugenden Leistung redlich verdiente.
Dabei begann die Partie für die Hausherren durchaus vielversprechend, denn schon nach vier Minuten hoffte man auf die frühe Führung. Als Nessim Masas von der linken Seite einen Ball nach innen flankte, missglückte der Abwehrversuch von Benedikt Daimer, doch dieser hatte das nötige Glück, dass der Ball knapp am langen Eck vorbeiging (4.).
Aber schon zwei Minuten später zeigten die Gäste ihre Gefährlichkeit. Als Julian Höller nach einem Pass in die Tiefe frei vor Keeper Nico Brendel auftauchte, musste man den Atem anhalten, doch der Schlussmann war zur Stelle und wehrte ab.
Nach 22 Minuten mussten die Gastgeber dann tief durchatmen. Nach einem etwas zu kurz geratenen Pass von Julian Topf kam Leon Nagl vor Mehmet Acikgöz an das Leder. Als der Angreifer am Altenerdinger Abwehrspieler vorbei war, wurde Nagl zu Fall gebracht, doch zum Glück für die Veilchen erkannte der Unparteiische kein Foulspiel, sodass die Hausherren von einem möglichen Platzverweis verschont blieben.
Fünf Minuten später wären dann die Gastgeber beinahe in Front gegangen. Ein schöner Flachschuss von Mohammed Aldaher hätte direkt neben dem Pfosten eingeschlagen, doch FCI-Keeper Johannes Weigert kam seine Körpergröße zugute, sodass er den Ball gerade noch um den Pfosten drehen konnte.
Dann waren aber schon wieder die Gäste an der Reihe. Als das Leder von der linken Seite in den Strafraum geschlagen wurde, zögerte Christian Schulz einen Tick zu lange, um es aus der Gefahrenzone zu befördern, sodass Höller noch zum Schuss kam. Doch Schulz war es dann selbst, der den Ball mit einer starken Abwehrgrätsche blocken und somit den möglichen Rückstand verhindern konnte (31.).
Im Gegenzug setzte sich Enes Cosickic auf der linken Seite durch und legte die Kugel von der Torauslinie auf Bleron Bajaktari zurück. Doch leider traf der Stürmer den Ball nicht richtig, sodass Weigert keine große Mühe hatte, ihn sicher aufzunehmen.

Acht Minuten vor der Pause brannte es dann wieder auf der anderen Seite. Bei einem Angriff über links konnte sich Spielführer Mathias Lex auf dem Flügel gegen Adrian Felsner behaupten. Als er anschließend in den Strafraum zog, ließ er auch Mert Güngör aussteigen. Der Kapitän zeigte sich dabei äußerst fair, denn obwohl er am ausgestreckten Bein des Abwehrspielers leicht hängen blieb, ließ er sich nicht fallen, sondern flankte scharf nach innen, wo Acikgöz in höchster Not klären konnte.
Nun ging es hin und her und unmittelbar darauf hoffte der Altenerdinger Anhang erneut auf die Führung. Diesmal konnte sich Aldaher am Flügel behaupten und legte auf Felsner ab, doch dessen Schuss, der genau unter der Latte eingeschlagen hätte, lenkte Weigert mit einer tollen Parade über den Querbalken.
Die letzten beiden Chancen einer sehr unterhaltsamen ersten Halbzeit gehörten noch einmal dem FCI. Zunächst landete ein Schuss von Höller nach einem Pass in die Tiefe zwar im Netz, doch der Referee entschied auf Abseits.
Nur eine Minute später ergab sich eine ähnliche Situation. Diesmal befand sich der Inninger Angreifer jedoch nicht in einer strafbaren Stellung, fand aber seinen Meister in Keeper Brendel, der seinem Team mit einer starken Parade das torlose Halbzeitremis sicherte.
Nach der Pause kamen die Gäste sehr entschlossen aus der Kabine und vor allem die Einwechslung von Angreifer Denis Prsa sollte Wirkung zeigen. Schon nach zwei Minuten kam er nach einem Pass frei vor Brendel zum Abschluss, doch erneut ging der Altenerdinger Keeper als Sieger aus diesem Duell hervor.
Nur wenig später hätte Brendel seiner bis dahin starken Leistung durch einen unnötigen Fehler beinahe einen schwarzen Fleck verpasst. Nachdem er einen harmlosen Schuss sicher pariert hatte, legte er den Ball auf den Boden. Als er anschließend von einem Gästespieler angelaufen wurde, nahm er die Kugel wieder auf, sodass der Referee zu Recht auf indirekten Freistoß entschied. Zum Glück konnte Topf den Schuss von Lex blocken, sodass dieser Fauxpas ohne negative Folgen für die Hausherren blieb.

Doch in dieser Phase lag der Inninger Führungstreffer mehrmals in der Luft. So auch in der 56. Minute, als ein langer Ball bei Sebastian Heller landete. Er zog nach innen und bei seinem Schuss wäre Brendel machtlos gewesen, doch Schulz stand auf der Torlinie goldrichtig und wehrte ab.
Allerdings brachte man das Leder anschließend nicht aus der Gefahrenzone. Als Prsa nach einer Flanke von der rechten Seite völlig frei zum Kopfball kam, wurde es erneut gefährlich, doch zum Glück für die SpVgg ging der Ball auch diesmal am Gehäuse vorbei.
Nach 65 Minuten stand der SpVgg dann das Aluminium zur Seite. Diesmal erreichte ein sehr gutes Zuspiel von Leon Nagl den am linken Flügel stehenden Lex, doch der Kapitän zielte zu genau und traf nur den Außenpfosten.
Vier Minuten später kamen die Hausherren zur ersten nennenswerten Chance im zweiten Durchgang. Als die Inninger in einen Konter liefen, trieb Aldaher den Ball nach vorne und bediente anschließend den rechts mitlaufenden Yousef Takrouri, doch dessen Schuss konnte Weigert im Nachfassen unter Kontrolle bringen.
Aber auch von dieser Möglichkeit ließ sich Inning nicht beeindrucken und es dauerte nicht lange, bis der FCI die nächste dicke Chance hatte. Nach einem Pass von Nagl brachte der auf der rechten Seite durchstartende Heller den Ball flach nach innen, doch der am langen Pfosten lauernde Lex verfehlte die Hereingabe um Zentimeter.
Dann glückte der Leiner-Elf schließlich doch die hochverdiente Führung. Als Prsa etwa 20 Meter vor dem Tor das Leder erhielt, zeigte er seine Klasse. Zunächst ging er an Schulz vorbei und zog anschließend in den Strafraum, wo Güngör den Lauf des Inninger Angreifers nicht stoppen konnte. So hatte Prsa freie Bahn und ließ Torhüter Brendel mit einem unhaltbaren Schuss ins linke Eck nicht den Hauch einer Abwehrchance (77.).
Obwohl Trainer Matthias Foltin durch eine taktische Veränderung nun mit zwei Angreifern agierte, verstanden es seine Schützlinge nicht, das Tor der Gäste ernsthaft in Gefahr zu bringen, sodass der Ausgleich in weiter Ferne lag.
Zwei Minuten vor dem Ende glückte dem FCI dann die Vorentscheidung. Zunächst scheiterte Lex mit einem Schuss an Brendel, doch der Keeper konnte die Kugel nicht festhalten. Als der Abpraller bei Prsa landete, hatte der Stürmer keine Mühe, den Ball im leeren Tor unterzubringen (88.).
In der Nachspielzeit hätte er beinahe noch seinen lupenreinen Hattrick geschnürt. Als die Gäste einen langen Ball nach vorne schlugen, konnte Rene Feuker die Situation nicht frühzeitig klären. Im eigenen Strafraum angekommen, wollte er die Kugel mit dem Kopf auf Brendel zurückspielen, brachte jedoch nicht genügend Druck hinter den Ball, sodass Prsa noch dazwischenkam. Beim anschließenden Abschluss scheiterte er jedoch an Brendel, der zur Ecke klären konnte.
Letztlich dürfte sich der Ärger beim Inninger Torjäger aber in Grenzen gehalten haben, denn wenig später beendete der Unparteiische die Partie und die Gäste nahmen verdient die drei Punkte mit nach Hause.
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