Aufstellung:
1. Senal de Silva, 2. Florian Ammon (22. Daniel Brunner), 3. Lukas Rymas (83. Haki Vranovci), 4. Simon Wolf, 5. Sadam Ibrahim, 6. Johannes Dangl (85. Felix Wöginger), 7. Florian Donig, 8. Nessim Mahsas (78. Amar Husic), 9. Kirubel Getnet, 10. Julian Topf, 11. Patrick Lisiewicz (70. Risto Garbrecht)
Torschützen:
Fehlanzeige
Gelbe Karten:
Patrick Lisiewicz
Lukas Rymas
Zeitstrafen:
keine
Gelb-Rote Karten:
keine
Rote Karten:
keine
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
981
Spielbericht:
Die Relegation bleibt für die SpVgg Altenerding in dieser Saison ein schmerzhaftes Pflaster. Nachdem bereits die erste Mannschaft den Klassenerhalt verpasst hatte und den Gang in die Kreisliga antreten musste, erwischte es nun auch die zweite Mannschaft der Veilchen. Im entscheidenden Relegationsspiel unterlag die Elf von Trainer Matthias Foltin am Dienstagabend vor der beeindruckenden Kulisse von 981 Zuschauern in Kirchasch dem Lokalrivalen SpVgg Eichenkofen mit 0:1 (0:1) und muss damit nach nur einem Jahr in der Kreisklasse den Weg zurück in die A-Klasse antreten.
Von Beginn an fanden die Altenerdinger nur schwer in die Partie. Eichenkofen übernahm sofort die Initiative und setzte die Veilchen früh unter Druck. Bereits in der Anfangsphase musste SVA-Keeper Senal de Silva erstmals eingreifen, als Lukas Ippisch nach einem langen Ball auf der linken Seite zum Abschluss kam. De Silva war jedoch aufmerksam und klärte den Schuss auf das kurze Eck zur Ecke.

Nur zwei Minuten später jubelte dann der zahlreich mitgereiste Eichenkofener Anhang. Nach einem Fehlpass im Altenerdinger Aufbauspiel konnte Benedikt Beierl den Ball auf der rechten Seite zurückerobern, in den Strafraum eindringen und flach in die Mitte spielen. Dort stand Lukas Ippisch goldrichtig, kam gerade noch vor Lukas Rymas an den Ball, und drückte die Hereingabe aus kurzer Distanz zur frühen 1:0-Führung über die Linie.

Der Treffer verlieh der Mannschaft von Trainer Rupprecht zusätzliches Selbstvertrauen, während bei den Veilchen die Verunsicherung deutlich spürbar war. Eichenkofen blieb die spielbestimmende Mannschaft und war dem zweiten Tor näher als Altenerding dem Ausgleich. Marcel Mundigl verfehlte das Ziel nur knapp, wenig später musste de Silva bei einem weiteren Abschluss von Beierl sein ganzes Können aufbieten und lenkte den Ball stark um den Pfosten (14./16.).
Matthias Foltin reagierte früh und brachte Daniel Brunner in die Partie. Der Mittelfeldspieler verlieh dem Altenerdinger Spiel mit seiner Zweikampfstärke mehr Stabilität und half dabei, die Anfangsoffensive des Gegners besser zu kontrollieren. Die Veilchen fanden nun etwas besser ins Spiel, offensiv fehlte jedoch weiterhin die nötige Durchschlagskraft. Eichenkofens Schlussmann Johannes Manhart blieb zunächst weitgehend beschäftigungslos.
Auch nachdem Eichenkofen das Tempo etwas reduziert hatte, blieb die Rupprecht-Elf gefährlich. Nach einem Ballverlust auf der rechten Altenerdinger Abwehrseite kam Beierl erneut zum Abschluss, setzte den Ball jedoch zu zentral auf das Tor, sodass de Silva keine Probleme hatte (37.).
Kurz vor der Pause meldete sich Altenerding erstmals gefährlich zurück. Nach einem Freistoß von Nessim Mahsas aus dem linken Halbfeld kam der aufgerückte Sadam Ibrahim am langen Pfosten zum Abschluss. Manhart reagierte jedoch stark und verhinderte mit einer wichtigen Parade den Ausgleich (41.). So ging Eichenkofen mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Altenerding zunehmend die Initiative und konnte sich leichte Feldvorteile erarbeiten. Die Veilchen hatten nun mehr Ballbesitz, fanden jedoch kaum Lücken in der gut organisierten Defensive der Eichenkofener. Viele Angriffe endeten bereits im Mittelfeld oder wurden spätestens am Strafraum entschärft.
Auf der anderen Seite schwanden auch bei Eichenkofen mit zunehmender Spieldauer die Kräfte, sodass Torchancen lange Zeit Mangelware blieben. Erst in der 71. Minute wurde es wieder gefährlich, als Lukas Ippisch aus rund 20 Metern abzog. Der Ball wurde noch abgefälscht, doch Senal de Silva blieb aufmerksam und nahm den Flachschuss im Nachfassen sicher auf.
Je näher das Spielende rückte, desto deutlicher wurde der Kräfteverschleiß auf beiden Seiten. Immer wieder musste Schiedsrichter Rico Spyra die Partie wegen krampfgeplagter Spieler unterbrechen. Der Unparteiische leitete die Begegnung insgesamt souverän und behielt auch in der hektischen Schlussphase jederzeit den Überblick.
Die große Chance zum Ausgleich bot sich den Veilchen schließlich vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit. Nach einem sehenswerten Pass von Florian Donig setzte sich Haki Vranovci auf der Außenbahn durch und spielte den Ball flach in den Rückraum. Dort kam Julian Topf aus rund 14 Metern frei zum Abschluss. Doch Eichenkofens Torhüter Johannes Manhart zeigte einen überragenden Reflex und bewahrte seine Mannschaft mit einer Glanzparade vor dem Ausgleich.
In den Schlussminuten warf Altenerding nochmals alles nach vorne. Auch Torjäger Sadam Ibrahim rückte bei Standardsituationen mit auf. Die letzte Gelegenheit der Partie ergab sich tief in der Nachspielzeit: Nach einem weit geschlagenen Freistoß von Florian Donig stieg Ibrahim im Strafraum am höchsten, setzte seinen Kopfball jedoch knapp über die Latte (94.).
Kurz darauf beendete Schiedsrichter Rico Spyra die Begegnung nach sechs Minuten Nachspielzeit. Während die enttäuschten Altenerdinger Spieler erschöpft zu Boden sanken und den bitteren Abstieg verarbeiten mussten, kannte der Jubel auf Eichenkofener Seite keine Grenzen. Spieler, Verantwortliche und Fans feierten den Aufstieg noch auf dem Rasen ausgelassen und machten die Nacht von Kirchasch zu einer langen Partynacht.

Für die SpVgg Altenerding II endet damit eine schwierige Saison mit dem bitteren Gang in die A-Klasse. Nach nur einem Jahr in der Kreisklasse müssen die Veilchen einen Neuanfang starten – mit dem klaren Ziel, möglichst schnell wieder den Weg zurück in die höhere Spielklasse zu finden.
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