Aufstellung:
1. Toby Martin, 2. Christian Schulz, 3. Diego Baltus (46. Valentin Schachtl), 4. Florian Ammon, 5. Rene Feuker, 6. Miguel Cardante (49. Tarik Mahjoub / 87. Diego Baltus), 7. Emilio Polsfuss, 8. Ben Schiwietz, 9. Adrian Felnser (82. Miguel Cardante), 10. Nick-Luis Polfuss, 11. Yousef Takrouri (61. Ramo Pevriz)
Torschützen:
1:0 Emilio Polsfuss (4.)
2:0 Adrian Felsner (28.)
Gelbe Karten:
Miguel Cardante
Nick-Luis Polsfuss
Zeitstrafen:
Miguel Cardante (39. / Unsportlichkeit)
Nick-Luis Polsfuss (85. / Reklamieren)
Emilio Polsfuss (85. / Reklamieren)
Gelb-Rote Karten:
keine
Rote Karten:
keine
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
65
Spielbericht:
Bitteres 2:2 – SVA III verspielt Führung und verliert die Nerven
Auch im fünften Spiel nach der Winterpause bleibt die dritte Mannschaft der SpVgg Altenerding ungeschlagen – dennoch fühlte sich das 2:2 im Heimspiel gegen den TSV St. Wolfgang II eher wie eine Niederlage an. Eine komfortable 2:0-Führung wurde leichtfertig aus der Hand gegeben, dazu schwächte sich die Mannschaft durch gleich drei Zeitstrafen selbst.
Wie bereits vor einigen Wochen gegen den TSV Grüntegernbach III zeigte sich erneut ein bekanntes Problem: Eine Führung konnte nicht über die Zeit gebracht werden – vier verlorene Punkte, die im Saisonendspurt noch richtig wehtun könnten.
Traumstart durch Polsfuss-Brüder
Die Partie begann aus Sicht der Veilchen optimal. Bereits in der 4. Minute nutzte man die erste Gelegenheit eiskalt: Nick-Luis Polsfuss spielte einen präzisen Ball auf die rechte Seite zu seinem Bruder Emilio. Dieser nahm Tempo auf, zog entschlossen in den Strafraum, ließ seinen Gegenspieler stehen und schloss flach ins lange Eck ab – keine Chance für Gästekeeper Maikel Punscher, 1:0 für Altenerding.
Doch anstatt Sicherheit zu gewinnen, blieb die Partie offen. Die Gäste aus St. Wolfgang präsentierten sich als spielstarker Gegner, übernahmen zunehmend die Kontrolle und erspielten sich vor allem über Standardsituationen immer wieder gefährliche Szenen.
Nach 16 Minuten hatte Altenerding Glück: Nach einer Ecke von Markus Müller kam Bastian Göschl am langen Pfosten völlig frei zum Kopfball, doch SVA-Keeper Toby Martin parierte stark.

Felsner nutzt kapitalen Fehler eiskalt
Trotz der stärkeren Phase der Gäste blieb Altenerding im Umschaltspiel gefährlich. Nachdem zunächst Emilio Polsfuss und Yousef Takrouri gute Möglichkeiten liegen ließen, fiel in der 28. Minute das 2:0 – und das nach einem groben Fehler der Gäste:
Markus Müller wurde auf der rechten Abwehrseite unter Druck gesetzt und wollte den Ball zurück zu seinem Torhüter spielen. Dabei übersah er jedoch Adrian Felsner, der im Zentrum lauerte. Felsner erkannte die Situation blitzschnell, spritzte dazwischen, lief allein auf das Tor zu und blieb vor Punscher eiskalt – souverän schob er zum 2:0 ein.
Erste Undiszipliniertheit bringt Unruhe
St. Wolfgang ließ sich davon nicht beeindrucken und blieb weiter gefährlich – unter anderem durch einen Fernschuss von Martin Heigl, den Martin sicher entschärfte.
Für einen ersten Bruch im Spiel der Hausherren sorgte dann eine unnötige Aktion: Miguel Cardante, bereits verwarnt, forderte nach einem Foulspiel lautstark eine Karte für den Gegner – und musste dafür selbst für zehn Minuten vom Platz. In Unterzahl verlor Altenerding zunehmend die Kontrolle, konnte den Vorsprung aber mit viel Einsatz in die Pause retten.
Kurz vor dem Seitenwechsel hätte man sogar auf 3:0 erhöhen können: Emilio Polsfuss setzte sich stark über rechts durch und spielte scharf nach innen, doch Takrouri verpasste die Hereingabe knapp (44.).
Chancen auf die Entscheidung bleiben ungenutzt
Auch nach der Pause blieb das Spiel intensiv. Wieder waren es zunächst die Gäste, die per Ecke für Gefahr sorgten, doch Heigl köpfte knapp vorbei (47.).
Auf der anderen Seite boten sich Altenerding mehrere gute Möglichkeiten zur Vorentscheidung: Emilio Polsfuss verfehlte nach einem starken Ballgewinn von Valentin Schachtl das lange Eck nur um Zentimeter (58.). Wenig später zielte Heigl für die Gäste aus der Distanz ebenfalls knapp daneben.
Die größte Chance auf das 3:0 ergab sich nach einem Freistoß: Nick-Luis Polsfuss wurde in aussichtsreicher Position gefoult, doch Emilio setzte den Ball hauchdünn links am Tor vorbei (72.).
Auch Tarik Mahjoub hatte wenig später gleich mehrfach die Gelegenheit, doch seine Abschlüsse wurden geblockt oder gingen knapp über das Tor.
Doppelschlag nach Fehlern bringt Gäste zurück
Was sich bereits angedeutet hatte, trat dann innerhalb weniger Minuten ein – und erneut waren individuelle Fehler der Auslöser.
In der 74. Minute spielte Rene Feuker einen Rückpass auf Keeper Martin, der den Ball schnell weiterverarbeiten wollte. Sein Zuspiel geriet jedoch zu ungenau, sodass Bernhard Deuschl dazwischengehen konnte. Der Gästeangreifer blieb frei vor dem Tor eiskalt und schob zum 1:2-Anschlusstreffer ein.
Nur eine Minute später folgte der nächste Nackenschlag: Nach einer Flanke von Maximilian Fischer verlängerte Simon Reithmayr den Ball per Kopf, sodass Heigl am langen Pfosten völlig frei zum Abschluss kam und zum 2:2 ausglich (75.).
Altenerding verliert die Kontrolle
Dieser Doppelschlag zeigte Wirkung – und wie. Statt Ruhe zu bewahren, verlor Altenerding komplett die Ordnung. Diskussionen mit dem Schiedsrichter, ständiges Reklamieren und unnötige Emotionen bestimmten nun das Spiel.
Die Konsequenz: Zwei weitere Zeitstrafen gegen die Brüder Polsfuss – plötzlich stand man nur noch zu neunt auf dem Platz.
St. Wolfgang witterte seine Chance und drängte auf den Sieg. Nach einer Ecke und mehreren Abschlüssen hatte Altenerding Glück, dass der Ball nicht im Tor landete. Besonders brenzlig wurde es in der 89. Minute: Nach einem Abpraller kam erneut Deuschl zum Abschluss, doch Diego Baltus warf sich in den Schuss und rettete in höchster Not.
Fast noch der Lucky Punch
Als Altenerding wieder komplett war, bot sich tatsächlich noch die Chance auf den späten Sieg: Miguel Cardante spielte einen starken Pass auf den agilen Ramo Pevriz, der über den Flügel durchgebrochen war. Doch bei der Ballannahme versprang ihm das Leder, sodass diese große Gelegenheit ungenutzt blieb.
Fazit
Am Ende steht ein leistungsgerechtes, aber aus Altenerdinger Sicht dennoch bitteres 2:2. Über weite Strecken zeigte man gute Ansätze und führte verdient mit zwei Toren. Doch individuelle Fehler und vor allem mangelnde Disziplin brachten die Gäste zurück ins Spiel.
Unterm Strich bleibt die Erkenntnis: Fußballerisch ist das Team absolut konkurrenzfähig – doch ohne die nötige Ruhe und Cleverness kostet man sich aktuell selbst wichtige Punkte.
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