Aufstellung:
1. Nicolas Brendel, 2. Rene Feuker (71. Daniel Brunner), 3. Christian Schulz (71. Noh Tesfamichael), 4. Daniel Brunner (46. Tobias Gräbe),  5. Noh Tesfamichael (46. Florian Aldinger) , 6. Adrian Felsner (46. Valentin Schachtl), 7. Yousef Takrouri (46. Sebastian Pöschl), 8. Ben Schiwietz (71. Yousef Takrouri), 9. Markus Felsner (46. Kilian Traschütz), 10. Emilio Polsfuss (73. Adrian Felsner), 11. Nick-Luis Polsfuss (71. Hassan Attar)

Torschützen:
0:1 Adrian Felsner (3.)
0:2 Emilio Polsfuss (67.)

Gelbe Karten:
keine

Zeitstrafen:
keine

Gelb-Rote Karten:
keine

Rote Karten:
keine

Besondere Vorkommnisse:
keine

Zuschauer:
80

Spielbericht:

Leistungssteigerung wird belohnt – SpVgg Altenerding III gewinnt in Hohenlinden mit 2:1

Im zweiten Testspiel der Sommervorbereitung zeigte die dritte Mannschaft der SpVgg Altenerding eine klare Leistungssteigerung und durfte sich am Ende über einen verdienten 2:1-Erfolg beim B-Klassisten SV Hohenlinden II freuen. Auch wenn in vielen Bereichen noch Luft nach oben vorhanden ist, waren gegenüber dem ersten Vorbereitungsspiel bereits deutliche Fortschritte zu erkennen. Vor allem nach dem Seitenwechsel überzeugten die Veilchen mit mehr Struktur, besserem Kombinationsspiel und einer insgesamt reiferen Vorstellung.

Der Start verlief dabei nahezu optimal. Bereits in der Anfangsphase gingen die Gäste in Führung, wobei sie von einer Unsicherheit in der Defensive der Gastgeber profitierten. Nach einem Einwurf von Markus Felsner in den Strafraum herrschte zwischen Torhüter Lukas Eisenreich und einem Abwehrspieler Uneinigkeit darüber, wer den Ball übernehmen sollte. Adrian Felsner erkannte die Situation blitzschnell, schnappte sich das Spielgerät und ließ sich aus wenigen Metern die Chance nicht entgehen. Mit einem überlegten Abschluss brachte er die SpVgg früh mit 1:0 in Führung.

In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich beide Mannschaften überwiegend im Mittelfeld neutralisierten. Torchancen blieben zunächst Mangelware, weil sich beide Teams mit großem Einsatz gegenseitig den Schneid abkauften. Als der SV Hohenlinden II sein Pressing deutlich intensivierte und die Altenerdinger früh anlief, bekam die SpVgg zunehmend Probleme im Spielaufbau. Zum einen fehlte im Mittelfeld oftmals die notwendige Laufbereitschaft, um sich als Anspielstation anzubieten, zum anderen erschwerte der holprige Rasen ein kontrolliertes Flachpassspiel.

Eine dieser Situationen führte schließlich in der 18. Minute beinahe zum Ausgleich. Ein Fehlpass im Spielaufbau wurde abgefangen und der Angriff sofort abgeschlossen. Zwar konnte der erste Schuss noch geblockt werden, doch der Abpraller landete direkt vor den Füßen von Sebastian Roß. Der Hohenlindener stand plötzlich völlig frei vor Nico Brendel, doch der Altenerdinger Schlussmann blieb lange stehen und parierte den Abschluss glänzend.

Die Antwort der Veilchen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Emilio Polsfuss setzte sich stark im Mittelfeld durch und schickte den auf der rechten Seite startenden Yousef Takrouri mit einem präzisen Pass auf die Reise. Takrouri drang frei in den Strafraum ein, scheiterte mit seinem Abschluss auf das kurze Eck jedoch am aufmerksam reagierenden Eisenreich.

Wenig später wurde Takrouri dann auf der Gegenseite beinahe zum Unglücksraben. Am eigenen Strafraum wollte er ins Dribbling gehen, verlor jedoch den entscheidenden Zweikampf gegen Sebastian Roß. Dieser legte uneigennützig quer auf den am langen Pfosten völlig freistehenden Vitus Rathke. Doch zur Erleichterung der Gäste verzog dieser deutlich und setzte den Ball über das Tor.

Bis zum Halbzeitpfiff blieb das Spiel zwar intensiv, litt aber zunehmend unter vielen technischen Fehlern und Ungenauigkeiten. Immer wieder verhinderten Fehlpässe und unsaubere Ballannahmen auf beiden Seiten, dass aussichtsreiche Angriffe sauber zu Ende gespielt werden konnten.

Zur Pause wechselte das Trainerteam der SpVgg kräftig durch, und die frischen Kräfte brachten sofort neuen Schwung ins Spiel. Die Gäste wirkten nun deutlich präsenter, gewannen mehr Zweikämpfe und fanden zunehmend spielerische Lösungen. Vor allem über das Zentrum, das nun von Rene Feuker, Ben Schiwietz in der Defensive und von den Gebrüdern Polsfuss in der Offensive gebildet wurde, ging nun wesentlich mehr Gefahr aus, weil man es verstand, die pfeilschnellen Außenspieler vermehrt in Szene zu setzen.

Dennoch gehörte die erste Möglichkeit des zweiten Durchgangs den Gastgebern. Nach einem langen Ball konnte die Altenerdinger Defensive das Leder nicht konsequent klären, sodass Moritz Wimmer aus rund 14 Metern zum Abschluss kam. Nico Brendel zeigte jedoch erneut seine Klasse, riss blitzschnell den Arm nach oben und lenkte den Ball über die Latte (49.).

Nur drei Minuten später wäre die Antwort der Veilchen beinahe perfekt ausgefallen. Nach einem Zuspiel seines Bruders Nick-Luis nahm Emilio Polsfuss den Ball auf der linken Seite auf, zog nach innen und zirkelte den Ball sehenswert in Richtung langes Eck. Diesmal fehlten nur wenige Zentimeter, denn der Ball landete lediglich auf der Oberkante der Latte.

Die SpVgg blieb nun am Drücker. In der 59. Minute rollte ein mustergültiger Konter über mehrere Stationen. Sebastian Pöschl spielte den Ball auf den rechten Flügel zu Valentin Schachtl, der sich stark durchsetzte und flach in den Strafraum passte. Pöschl war eingelaufen und erreichte den Ball noch vor dem herausstürmenden Eisenreich, konnte den Torhüter aus kurzer Distanz jedoch nur noch anschießen.

Der fällige zweite Treffer fiel schließlich in der 67. Minute. Sebastian Pöschl gewann im Mittelfeld energisch den Ball und spielte sofort steil in die Spitze. Emilio Polsfuss startete im richtigen Moment, blieb vor dem Tor eiskalt und schob den Ball flach ins linke Eck zum verdienten 2:0 ein.

Nur fünf Minuten später hätte die Partie bereits entschieden sein können. Erneut war es der starke Kilian Traschütz, der mit einem gewonnenen Zweikampf den Angriff einleitete. Pöschl bewies anschließend Übersicht und legte quer auf Emilio Polsfuss, dessen Abschluss jedoch nur gegen den Innenpfosten sprang.

Diese vergebene Großchance sollte sich schnell rächen. Im direkten Gegenzug agierten die Altenerdinger im Mittelfeld zu zögerlich, wodurch Moritz Wimmer den Ball erobern konnte. Der Angreifer setzte sich über die linke Seite entschlossen durch, lief allein auf Nico Brendel zu und ließ dem Keeper mit einem platzierten Abschluss ins lange Eck keine Chance. Der Anschlusstreffer zum 1:2 brachte die Gastgeber zurück ins Spiel.

Nur wenige Minuten später bot sich der SpVgg die große Gelegenheit, den alten Abstand wiederherzustellen. Erneut wurde über die rechte Seite schnell kombiniert. Valentin Schachtl spielte den Ball flach in die Mitte auf den völlig freistehenden Yousef Takrouri. Anstatt den Ball noch anzunehmen und sicher einzuschieben, suchte dieser direkt den Abschluss und scheiterte an einer starken Reaktion von Eisenreich.

Auch in der Schlussphase blieb es spannend. In der 84. Minute offenbarte die SpVgg erneut Unsicherheiten bei hohen Bällen. Nach einer Ecke kam Moritz Wimmer völlig unbedrängt zum Kopfball, setzte den Ball jedoch hauchdünn am Pfosten vorbei.

Auf der Gegenseite verhinderte Eisenreich wenig später mit einer starken Parade den dritten Altenerdinger Treffer, als er einen sehenswerten Distanzschuss von Hassan Attar noch um den Pfosten lenkte.

Kurz vor dem Abpfiff mussten die Veilchen dann noch einmal tief durchatmen. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte lief Max Prünster allein auf das Tor der Gäste zu. Sein Abschluss landete jedoch nur an der Unterkante der Latte. Florian Aldinger reagierte anschließend am schnellsten und schlug den Ball entschlossen aus der Gefahrenzone. Wenige Augenblicke später beendete der Schiedsrichter die Partie.

Unter dem Strich war der Erfolg der SpVgg Altenerding III verdient. Vor allem nach der Pause überzeugten die Gäste mit mehr Spielfreude, höherer Intensität und einer klaren Leistungssteigerung gegenüber dem ersten Testspiel. Gleichzeitig zeigte die Partie aber auch, woran in den kommenden Trainingswochen noch gearbeitet werden muss. Insbesondere der Spielaufbau unter Druck, die Konsequenz in den Zweikämpfen sowie die Chancenverwertung bieten noch reichlich Verbesserungspotenzial. Dennoch durfte das Trainerteam mit der gezeigten Entwicklung insgesamt zufrieden sein, denn die Mannschaft machte einen weiteren Schritt in die richtige Richtung.


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