Aufstellung:
1. Maximilian Voichtleitner, 2. Daniel Brunner, 3. Noh Tesfamichael (20. Abel Fernandez), 4. Kilian Traschütz, 5. Florian Rank (62. Felix Röschke), 6. Nick-Luis Polsfuss, 7. Valentin Schachtl, 8. Maximilian Topf, 9. Adrian Felsner (46. Fakher Mehrez), 10. Emilio Polsfuss, 11. Ajmen Belgücan

Torschützen:
Fehlanzeige

Gelbe Karten:
Ajmen Belgücan

Gelb-Rote Karten:
keine

Rote Karten:
keine

Besondere Vorkommnisse:
keine

Zuschauer:
130

Spielbericht:
Eine herbe Niederlage gab es für die 3. Herrenmannschaft der SpVgg beim TSV Grüntegernbach. Die Hausherren waren in allen Belangen überlegen und ließen der ersatzgeschwächten Mannschaft der SpVgg nicht den Hauch einer Chance, sodass man mit 0:11 unter die Räder kam.

Dabei fing es gar nicht so schlecht an, denn die Gäste starteten mutig in die Partie und ließen anfangs das Leder gut in den eigenen Reihen laufen. Doch schon nach wenigen Minuten war deutlich zu sehen, dass auf Seiten der Hausherren eine hohe Qualität vorhanden war, was dann auch früh zum ersten Gegentreffer führte.

Nach einem Pass ins Zentrum drehte sich der an der Strafraumgrenze mit dem Rücken zum Tor stehende Tobias Kiefinger blitzschnell um die eigene Achse und zog sofort ab. Er hatte genau Maß genommen, denn die Kugel schlug unhaltbar für Schlussmann Maximilian Voichtleitner zur frühen Führung der Gastgeber im linken Eck ein (4.).

Trotz allem hielten die Gäste in der nachfolgenden Phase gut dagegen und stemmten sich gegen die Übermacht des TSV. Zwar hatten die Gastgeber deutlich mehr vom Spiel, doch die Veilchen verstanden es, immer wieder zu klären, kamen aber ihrerseits in der Offensive kaum zur Entfaltung.

Nach 18 Minuten hoffte man jedoch auf die erste Chance, denn nach einem Pass von Emilio Polsfuss war Noh Tesfamichael fast alleine auf das Tor zugelaufen. Leider brachte er den Ball nicht sofort unter Kontrolle, sodass ein TSV-Abwehrspieler noch rechtzeitig zur Stelle war und die prekäre Situation entschärfen konnte.

Nach 21 Minuten brannte es dann wieder vor dem Tor der SpVgg. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf auf der rechten Angriffsseite zog Jonas Greimel eine Flanke auf den langen Pfosten, wo Niklas Zott völlig frei zum Abschluss kam. Doch zum Glück hatte er sein Visier zu hoch eingestellt und schoss über das Gebälk.

Doch nur wenig später fing man sich dann doch das 0:2 ein, wobei dieser Gegentreffer unglücklich entstand. Nach einem Foul an Noh Tesfamichael konnte der Abwehrspieler leider nicht mehr weiterspielen. Doch ehe Abel Fernandez eingewechselt werden konnte, lief die Partie weiter, sodass die Gäste vorübergehend in Unterzahl agieren mussten.

Dies wusste der TSV eiskalt zu nutzen. Als Emilio Polsfuss von der linken Seite ins Zentrum gezogen war, versäumte er es, die Kugel auf die andere Seite zu spielen, und verlor den Ball. Die Hausherren konterten blitzschnell und hatten auf dem Weg zum Tor der SpVgg plötzlich eine Überzahlsituation, sodass Patrick Hagl allein in den Strafraum ging und Voichtleitner mit einem Schuss ins lange Eck das Nachsehen gab.

Ein weiterer Ballverlust der SpVgg führte schon bald zur nächsten dicken Chance, doch diesmal zeigte Voichtleitner seine Klasse und konnte einen Schuss von Kiefinger überragend abwehren. Im Nachfassen sicherte er sich dann die Kugel vor einem nachsetzenden Angreifer aus Grüntegernbach.

Doch Kiefinger musste sich nicht lange über die ausgelassene Möglichkeit ärgern, denn nach 30 Minuten kam er im Strafraum abermals zum Abschluss. Diesmal streckte sich der Altenerdinger Keeper vergeblich, denn der Ball schlug unhaltbar im langen Eck zum 3:0 ein.

Nach diesem Treffer brachen bei der SpVgg dann die Dämme und die Gastgeber machten innerhalb von nur vier Minuten das halbe Dutzend voll.

Vor allem gegen die schnellen Außenbahnspieler der Platzherren fanden die Veilchen kein Mittel, was dann auch nach 35 Minuten zum nächsten Gegentor führte. Nach einem Ball auf die linke Seite musste Abel Fernandez den pfeilschnellen Zott ziehen lassen. Dieser ging an der Grundlinie entlang in den Strafraum und spielte dann flach nach innen, wo Emil Otter zur Stelle war und mühelos auf 4:0 stellte.

Kaum war die Partie wieder angepfiffen, klingelte es schon wieder im Kasten von Altenerding. Diesmal trug Grüntegernbach einen Angriff über die andere Seite nach vorne und auch Florian Rank konnte eine Flanke nach innen nicht verhindern. Hier ließ man dem im Zentrum stehenden Manuel Mattera zu viel Platz, was der ehemalige Buchbacher dankend annahm und per Volleyabnahme auf 5:0 erhöhte (37.).

Nur eine Zeigerumdrehung später kamen die Gastgeber zum nächsten Treffer. Als Kiefinger aus der eigenen Hälfte einen langen Ball nach vorne schlug, konnte sich Otter im Duell gegen Daniel Brunner durchsetzen. Er hatte dann nur noch Voichtleitner vor sich, dem er mit einem platzierten Flachschuss einmal mehr das Nachsehen gab.

Zur Pause mussten die Gäste abermals reagieren, denn Adrian Felsner, der sich im Verlauf der ersten Hälfte eine Verletzung an einem Zahn zugezogen hatte, musste in der Kabine bleiben. Trainer Andreas Heilmaier appellierte in der Halbzeit an sein Team, trotz des klaren Rückstandes weiterhin mit vollem Einsatz Schadensbegrenzung zu betreiben. Das Bemühen war seinem Team nach Wiederbeginn auch keineswegs abzusprechen, aber die Überlegenheit war einfach zu groß, um Grüntegernbach ernsthaft Paroli bieten zu können.

Trotz allem musste TSV-Schlussmann Florian Wimbauer nach 47 Minuten bei einem Schuss von Emilio Polsfuss erstmals eingreifen. Er war jedoch zur Stelle und konnte den Flachschuss sicher parieren.

Doch unmittelbar darauf brannte es schon wieder auf der anderen Seite. Nach einem Foul von Fakher Mehrez, der nach seiner Hereinnahme eine gute Leistung zeigte, bekam der TSV nahe des rechten Strafraumecks einen Freistoß zugesprochen. Als Kiefinger das Leder auf den zweiten Pfosten zirkelte, ließ man Mattera ohne Bedrängnis einlaufen. Doch man hatte Glück, dass er bei seiner Volleyabnahme das Ziel verfehlte.

Das nächste Gegentor fiel dann aber schon wenig später. Diesmal setzte sich ein Stürmer auf der rechten Seite durch und als Brunner die Flanke nicht blocken konnte, gelang es der SpVgg zwar, die Hereingabe zunächst abzuwehren. Leider landete der Ball jedoch genau bei Nicolas Lohmeier, der rund 18 Meter vor dem Tor in zentraler Position sofort abzog und flach ins rechte Eck zum 7:0 traf (50.).

Drei Minuten später bot sich den Veilchen dann die große Chance, zumindest zum Ehrentreffer zu kommen. Nach einem Befreiungsschlag von Rank nahm Emilio Polsfuss die Kugel im Mittelfeld auf und konnte sich anschließend im Laufduell gegen zwei Gegenspieler durchsetzen. Als er im richtigen Moment auf die rechte Seite zu Ajmen Belgücan passte, hatte dieser nur noch Keeper Wimbauer vor sich, scheiterte jedoch am gut reagierenden Schlussmann.

Im Gegenzug verbuchten die Gastgeber die nächste Großchance. Als ein Steckpass in die Tiefe gespielt wurde, konnte Fernandez seinem Gegenspieler Zott nicht folgen, sodass dieser frei vor Voichtleitner auftauchte. Der Angreifer verzögerte beim Abschluss, doch der Altenerdinger Keeper ließ sich nicht überraschen, blieb lange stehen und konnte den Schuss glänzend zur Ecke abwehren.

In der 59. Minute hatte der Keeper dann auch das Glück des Tüchtigen. Zunächst reagierte er bei einem Kopfball nach einer Ecke stark und konnte den Ball mit einem Reflex entschärfen. Jedoch brachten seine Vorderleute das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone, sodass ein weiterer TSV-Akteur zum Nachschuss kam und das Leder an die Unterkante der Latte donnerte, ehe man dann doch zur Ecke klären konnte.

Jedoch sollten sich die Anstrengungen nicht lohnen, denn der daraus resultierende Eckstoß sorgte für den nächsten Gegentreffer. Lohmeier schlug das Leder scharf in den Fünfmeterraum, wo Hagl zur Stelle war und die Hereingabe aus kurzer Distanz über die Linie drückte (60.).

Drei Minuten später trug sich dann Benedikt Müller in die Torschützenliste ein. Diesmal kam eine Flanke von der linken Seite in den Strafraum und als Kilian Traschütz seinen Gegenspieler aus den Augen verlor, kam Müller ziemlich frei zum Kopfball und ließ Voichtleitner erneut keine Abwehrchance.

Die nächste Möglichkeit gehörte dann aber den Veilchen. Als Felix Röschke aus der eigenen Abwehr einen schönen Ball ins Mittelfeld spielte, sah Emilio Polsfuss, dass Wimbauer sehr weit vor seinem Tor stand. Er zog sofort ab und als der Ball über den Torhüter hinweg in Richtung Tor ging, hoffte man auf das erste Erfolgserlebnis. Doch das Leder ging um Zentimeter am Gehäuse vorbei (69.).

16 Minuten vor dem Ende machten die Hausherren, die gnadenlos waren und trotz der klaren Führung weiterhin mit großer Motivation auftraten, das Ergebnis dann zweistellig. Nachdem man es erneut nicht verstand, eine Hereingabe vom Flügel zu unterbinden, wollte Traschütz, der insgesamt aber eine zufriedenstellende Leistung zeigte, vor dem hinter ihm stehenden Jonas Greimel retten. Doch der Klärungsversuch misslang leider, sodass er das Leder unglücklich ins eigene Tor beförderte.

Zwei Minuten später folgte schon der nächste Gegentreffer. Als Simon Bauer das Leder aus dem linken Halbfeld nach innen gezogen hatte, nahm Hagl den Ball an der Strafraumgrenze mit. Dabei hatte er auch das nötige Glück, dass das Spielgerät nach einem Abpraller genau wieder bei ihm landete. Frei vor Voichtleitner hatte er dann keine große Mühe mehr, auf 11:0 zu erhöhen.

In der 82. Minute traten die chancenlosen Gäste in der Offensive noch einmal in Erscheinung. Nach einem schönen Pass von Maximilian Topf war für Belgücan der Weg zum Tor frei. Leider legte er sich den Ball jedoch zu weit vor, sodass der aus seinem Tor kommende Wimbauer das Leder unter sich begraben konnte.

Wenig später pfiff der Unparteiische Hannes Bauer das Match ab und die Gäste schlichen enttäuscht vom Feld. Dem Team war jedoch kein großer Vorwurf zu machen, denn man traf auf einen übermächtigen Gegner, dessen Leistung man neidlos anerkennen musste. Auch wenn einige Leistungsträger fehlten, muss man zugeben, dass man wohl selbst in Bestbesetzung an diesem Tag chancenlos gewesen wäre.