Mit Respekt, aber auch mit großen Erwartungen gingen die E-Juniorenmannschaften der BSG Taufkirchen und der SpVgg Altenerding bei den Bezirksfinals A und C des diesjährigen Merkur CUP an den Start und wollte mit der Endspielteilnahme den letzten Qualifikationsschritt für das große Finale am kommenden Samstag im Unterhachinger Uhlsport-Park machen. Aber leider sollte sich der Traum für beide Landkreisvertreter zerschlagen, denn die Konkurrenz erwies sich letzten Endes als zu stark, so man die „Road To Haching“ verpasste. Während die SpVgg Altenerding bereits in der Vorrunde die Segel streichen musste, stand der Erdinger Kreis-Sieger BSG Taufkirchen zumindest im Halbfinale, doch nach der 2:4-Niederlage gegen den späteren Bezirkssieger TSV München-Solln blieb auch die Vilstaler auf der Strecke.
Höhenkirchen – Erst im Halbfinale ist für die BSG Endstation
Voller Zuversicht reisten die E-Junioren der BSG Taufkirchen nach Höhenkirchen, und mit dem Ziel, das große Finale in Unterhaching zu erreichen, wurde die Messlatte bewusst hoch angelegt. Auch der verletzte Leistungsträger und Torjäger Kelvin Asomuhga war beim Bezirksfinale vom Spielfeldrand, konnte jedoch nicht aktiv auf dem Rasen helfen, doch trotzdem glaubte die Mannschaft von Trainer Saldin Omerovic fest an ihre Chance.
Jedoch gelang der BSG im Auftaktmatch ein zählbarer Erfolg gegen den SF-Gmund-Dürnbach. Nach einem ausgeglichenen Auftakt sorgte ein schöner Schuss von Romeo Asomugha für den ersten Aufreger, ehe Victor Koychev bei einer Flanke in höchster Not klären konnte. Nach einem herrlichen Pass von Lukas Braun ging der Heber von Ensar Omerovic knapp über das Gehäuse, so dass es torlos in die Pause ging. Nach Wiederbeginn nahm die Überlegenheit des Erdinger Vertreters zu, und als Braun ein sehenswertes Solo mit dem goldenen Treffer abschloss, war der Jubel groß.
In der zweiten Partie gegen den Gastgeber SpVgg Hohenkirchen gab es jedoch zunächst ein böses Erwachen, denn nach einer ersten Taufkirchner Chance bei einem Schuss von Romeo Asomuhga übernahm die SpVgg das Kommando und ging rasch in Front. In dieser Phase brachte Taufkirchen kein Bein auf den Boden, so dass Höhenkirchen eindeutig das Zepter in die Hand nahm. Als ein Stürmer nach einer Flanke sträflich frei vor Schlussmann zum Schuss konnte Keeper Semih zunächst glänzend parieren, doch der Nachschuss brachte die 2:0-Halbzeitführung für die Hausherren, wobei dieses Ergebnis zur Pause eher noch den Vilstalern schmeichelte. Nach Wiederbeginn drehte sich das Spie komplett, was auch dem schnellen Anschlusstreffer, für den sich Ensar Omerovic nach Zuspiel von Koychev verantwortlich zeigte, geschuldet war. Nun dominierte Taufkirchen und ein an Romeo Asomugha verursachter Strafstoß, Braun souverän verwandelte, sorgte für den immens wichtigen Punktgewinn, so dass im letzten Spiel gegen den SV Mammendorf bereits ein Remis für das Halbfinale ausreichend war.
Doch die Elf von Trainer Saldin Omerovic ließ sich auf keine Rechenexempel ein und legten los wie die Feuerwehr, und schon nach wenige Minuten sorgten Braun und Paul Bürger für eine Veränderung auf der Anzeigentafel. Aber selbst mit diesem Ergebnis zeigte man sich nicht zufrieden, und als Ensar Omerovic dann noch vor der Pause auf 3:0, schien die Messe gelesen. Jedoch musste Taufkirchen aufgrund einiger angeschlagener Akteure zur Pause Leistungsträger vom Feld nehmen, so dass nun Mammendorf die Initiative übernahm. Der 1:3-Anschlusstreffer sorgte noch für keine Beunruhigung, doch als drei Minuten vor Ende ein abgefälschter Schuss unhaltbar hinter Schlussmann Yildiz Semih einschlug, begann das Zittern. Doch mit vereinten Kräften brachte man den Vorsprung über die Zeit und zog als Gruppenzweiten in die Vorschlussrunde ein.
Dort wartete der Sieger aus der anderen Gruppe TSV München-Sollen und schon im ersten Durchgang hatten die Münchner etwas mehr vom Spiel, wurden aber nur bei Fernschüssen, die aber meist das Tor verfehlten, gefährlich. Effektiv dagegen der Taufkirchner Nachwuchs: Praktisch mit dem Halbzeitpfiff schlug Braun einen langen Ball nach vorne, und als Romeo Asomugha vor dem zögernden TSV-Schlussmann an den Ball kam, köpfte er zu umjubelten Führung ein. Allerdings waren erst wenige Sekunden im zweiten Durchgang gespielt, als die Kicker aus der Landeshauptstadt dann zum schnellen Ausgleich kamen, der bei der BSG Wirkung zeigte. Nun nahm der TSV das Heft in die Hand. Hatte der BSG bei einem Pfostenschuss von Solln noch Glück, bog Solln dann mit einem Doppelpack innerhalb von wenigen Minuten auf die Siegerstraße ein. Wäre der Lattenschuss von Eldar Omerovic im Netz gelandet, hätte man die Partie vielleicht nochmal spannend machen können, doch es kam anders, denn mit 4:1 war das Match entschieden, so dass der zweiten BSG-Treffer, für den sich Eldar Omerovic verantwortlich zeigte, nur noch statistischen Wert hatte.
Mit der ersten Niederlage im diesjährigen Wettbewerb musste man den Traum vom großen Finale begraben, doch trotz allem wollte man sich mit einem Erfolg im kleinen Finale entsprechend verabschieden. Dreimal ging die FT Starnberg 09 in Führung, doch Taufkirchen fand durch Braun (2) und Eldar Omerovic jeweils die passende Antwort. Als Romeo Asomugha in seinem letzten Spiel für die BSG vor dem Wechsel nach Landshut sein Team erstmals in Front brachte, war man dem Sieg nahe, musste aber auch den Ausgleich verkraften, so dass ein Siebenmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Hier wurde Keeper Semih zum entscheidenden Akteur, denn er konnte einen Schuss abwehren, während seine Mitspieler vom Punkt jeweils erfolgreich waren.
Im Endspiel setzte sich der TSV München-Solln knapp mit 2:1 gegen den Gastgeber SpVgg Höhenkirchen durch, doch beide Teams werden sich nächsten Samstag in Unterhaching beim großen Merkur CUP-Finale wieder sehen.
Stimmen zum Turnier
Thomas Braun (Trainer BSG Taufkirchen): Vielleicht wäre im Halbfinale mehr möglich gewesen, aber zu Beginn der zweiten Hälfte sind wir schlecht gestanden und dann ist das Spiel gekippt. Insgesamt sind wir mit dem Wettbewerb mehr als zufrieden. Heute hat es halt nicht zu mehr gereicht, aber ich möchte der Mannschaft wirklich gratulieren, denn sie haben auch heute sehr gut gespielt, denke aber, dass die beiden Finalisten zurecht im Endspiel standen
Saldin Omerovic (Trainer BSG Taufkirchen): Zunächst gratuliere ich den beiden Finalisten, denn ich glaube, sie sind verdient ins große Finale eingezogen. Wir haben aber auch sehr gute Leistungen gezeigt und ich bin mit den Jungs sehr zufrieden. Im Halbfinale haben die Tore etwas zu leicht bekommen, aber unsere Mannschaft kann stolz auf sich sein, denn es eine starke Leistung, dass wir überhaupt so weit gekommen sind. Diese Spiele gegen solch starke Teams tut unseren Jungs für die Zukunft sehr gut.
Weitere Bilder vom Bezirksfinale C in Höhenkirchen
Farchant – SpVgg scheitert an mangelhafter Chancenverwertung
Früh aufstehen hieß es für die E-Junioren der SpVgg, denn bereits um 9.30 Uhr stand die Begrüßung beim Merkur-CUP Bezirksfinale A in Farchant auf der Agenda. Aus diesem Grund entschloss man sich den langen Anfahrtsweg per Bus zurückzulegen, und diese Maßnahme sollte sich als gute Entscheidung herausstellen, denn man startet vielversprechend in den Wettbewerb, und war dem Zwischenziel Halbfinale bis zum letzten Gruppenspiel sehr nahe. Doch im letzten Vorrundenspiel konnte man an die vorausgehenden Leistungen nicht mehr anknüpfen. Vor allem die ungenügende Chancenwertung war zu bemängeln, so dass man dem ESV Penzberg schließlich im Kampf um die Vorschlussrunde den Vortritt lassen musste.
Zum Auftakt wartete mit dem TSV Milbertshofen ein Hochkaräter, doch die ausgeschlafenen Altenerdinger zeigten wenig Respekt und als Fabian Baumbach eine Flanke von Koray Uluhan die Maschen hämmerte, rieb sich der Favorit verwundert die Augen. Aber die Führung hielt nur drei Minuten und als Keeper Luke Läntzsch dann im zweiten Durchgang angeschlagen vom Feld musste, rückte Vincent Schindler zwischen die Pfosten. Er musste sechs Minuten vor Schluss den Treffern zum 1:2-Endstand hinnehmen. Jedoch gab dieser Auftritt gegen die Milben Zuversicht, denn man sah, dass man sich im Konzert der Großen durchaus behaupten kann, doch leichtfertig ließ man die Punkte auf der Strecke.
An diesem starken Auftritt konnten die Altenerdinger Nachwuchskicker auch im zweiten Match anknüpfen, so dass man dank eines 4:0-Erfolges gegen den SV Fuchstal sogar vier Punkte auf die Habenseite brachte, und somit ein großer Schritt in Richtung Semifinale machte. Die Semptstäder legten los, wie die Feuerwehr und schon nach zwei Minuten eröffnete Baumbach nach Vorlage von Vinzent Zanker den Torreigen. Euphorisiert von diesem Treffer legte Uluhan nach einem Abschlag von Keeper Läntzsch zum 2:0 nach. Er nahm den Ball seines Torhüters auf und traf fast von der Mittellinie ins Schwarze. Noch vor der Pause sicherten sich die Veilchen den Zusatzpunkt, denn Leon Goldberg nahm einen Einwurf von Franz Bauer auf und stellte auf 3:0. Nach der Pause ließ man dann etwas ruhiger angehen, aber eine Minute vor dem Ende markierte Uluhan mit seinem zweiten Treffer den 4:0-Endstand.
Nach diesem Spiel rückte das Weiterkommen in greifbare Nähe, denn schon ein Remis gegen TSV Penzberg hätte zum Weiterkommen gereicht. Doch es sollte anders kommen, denn die SpVgg vergab Chancen in Fülle, während der ESV sehr effektiv war und ihre einzige Chance im ersten Durchgang zur Pausenführung nutzte. Nach der Pause blieb Altenerding am Drücker, doch abermals ließ man im Abschluss die nötige Konsequenz vermissen und nach dem zweiten Gegentreffer wuchs die Nervosität, und der Versuch, mit der Brechstange an Ziel zu kommen, misslang gründlich, so dass man nach der vermeidbaren 0:2-Pleite unnötig aus dem Rennen war.
Auch im Spiel um Platz 5 gegen den TSV Eching war es der fehlenden Effektivität im Abschluss geschuldet, dass man sich gegen die Zebras erst nach Siebenmeterschießen durchsetzen konnte. Trotz größter Bemühungen und vieler Chacnen stand es nach regulärer Spielzeit torlos. Jedoch zeigte sich Schlussmann Läntsch in guter Verfassung. Er konnte zwei Schüsse abwehren, so dass ein Altenerdinger Fehlschuss nicht entscheidend war, und die SpVgg das Turnier auf Platz 5 abschießen konnte. Die Fahrt nach Unterhaching treten die beiden Finalisten ASV Dachau und der SV Heimstetten, der sich im Endspiel mit 0:3 beugen musste, an.
Stimmen zum Turnier
Jochen Ebert (Trainer SpVgg Altenerding): Nach zwei guten Leistungen gegen Milbertshofen und Fuchstal haben wir uns durch eine sehr schwache Leistung gegen Penzberg den Halbfinaleinzug selbst vermassselt. Ich glaube, es wäre mehr drin gewesen. Aber es war eine tolle Veranstaltung im malerischen Farchant, die sehr gut ausgerichtet war. Ich möchte an dieser Stelle allen acht Finalisten gratulieren.
Goekmen Uluhan (Trainer SpVgg Altenerding): Es wäre heute deutlich mehr möglich gewesen. Wir haben gut angefangen, aber hätten schon das erste Spiel gegen Milbertshofen vor der Pause entscheiden müssen. Die Chancenverwertung war heute unser „Killer“, denn das Spiel gegen Penzberg hätten wir klar gewinnen müssen, aber im Fußball zählen halt letztendlich die Tore, die wir heute nicht gemacht haben. Ob wir Haching geschafft hätten, ist fraglich, denn der ASV Dachau hatte auch ein starkes Team, so dass es wohl ein Vergleich auf Augenhöhe gewesen wäre
Weitere Bilder vom Bezirksfinale A in Farchant

