Aufstellung:
1. Lukas Loher, 2. Alexander Weiher, 3. Ridwan Bello, 4. Ajdin Nienhaus, 5. Lukas Rymas 6. Christoph Luberstetter (82. Johannes Dangl), 7. Marko Baumann, 8. Samuel Kronthaler,  9. Mario Dipalo (82. Advam de Oliveira), 10. Jannik Obermaier (75. Haki Vranovci), 11. Pedro Flores

Torschützen:
0:1 Marco Baumann (19.)

Gelbe Karten:
Christoph Luberstetter
Alexander Weiher
Marco Baumann
Johannes Dangl

Zeitstrafen:
keine

Gelb-Rote Karten:
keine

Rote Karten:
keine

Besondere Vorkommnisse:
keine

Zuschauer:
210

Spielbericht:

Bezirksliga: SpVgg Altenerding holt Punkt in Gerolfing – Locke hadert trotz Remis

Mit der klaren Vorgabe von Trainer Pedro Locke, zumindest einen Zähler aus Gerolfing mitzunehmen, reiste die SpVgg Altenerding zum Auswärtsspiel beim FCG – und dieses Minimalziel wurde am Ende auch erreicht. Wie bereits im Hinspiel trennten sich beide Teams mit einem 1:1-Unentschieden. Dennoch war die Stimmung nach dem Schlusspfiff etwas zwiegespalten, denn der Altenerdinger Coach trauerte auch zwei liegengelassenen Punkten hinterher.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als optimal: Insgesamt zehn Spieler standen Trainer Locke nicht zur Verfügung. Dennoch wollte er dies nach der Partie nicht als Ausrede gelten lassen. Vielmehr zeigte sich der Übungsleiter selbstkritisch und unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: Für einen durchaus möglichen Auswärtssieg habe es an diesem Tag schlicht nicht gereicht, weshalb die Punkteteilung letztlich als leistungsgerecht einzustufen sei.

Die Veilchen fanden zunächst gut in die Partie und hatten mehr Ballbesitz sowie Spielanteile. Dennoch hätte man beinahe früh einem Rückstand hinterherlaufen müssen. Nach einem Ballverlust im Aufbauspiel schalteten die Hausherren schnell um und bedienten Lukas Achhammer mit einem diagonalen Pass. Dieser tauchte frei vor SpVgg-Keeper Lukas Loher auf, konnte den stark reagierenden Schlussmann jedoch nicht überwinden.

Auf der Gegenseite zeigte sich die Locke-Elf dann effizienter. Samuel Kronthaler verlagerte das Spiel sehenswert auf die rechte Außenbahn, wo der aufgerückte Lukas Rymas eine präzise Flanke in den Strafraum schlug. Am langen Pfosten lauerte Marco Baumann, der den Ball aus kurzer Distanz per Kopf zur 1:0-Führung über die Linie drückte (19.).


Doch die Führung war alles andere als beruhigend. Nur wenige Minuten später hatte Altenerding Glück, als nach einer Freistoßflanke von Max Seitle der Ball nicht konsequent geklärt werden konnte. Über Umwege landete das Spielgerät bei Felix Winkelmeyr, der aus kürzester Distanz jedoch über das Tor köpfte.


In der Folge entwickelte sich ein zunehmend zerfahrenes Spiel. Viele Ungenauigkeiten im Passspiel auf beiden Seiten führten dazu, dass klare Torchancen Mangelware blieben. Das Geschehen verlagerte sich überwiegend ins Mittelfeld, wo ein intensiver Abnutzungskampf geführt wurde. Mit der knappen Führung im Rücken ging die SpVgg dennoch mit einem besseren Gefühl in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst ein ähnliches Bild. Das Spiel blieb von vielen Ballverlusten und wenig Struktur geprägt. Die Gastgeber versuchten mit personellen Veränderungen neue Impulse zu setzen, doch zunächst ohne durchschlagenden Erfolg. Lediglich ein Distanzschuss von Philipp Haunschild sorgte für etwas Gefahr (62.).

Erst ab der 65. Minute nahm die Partie spürbar an Fahrt auf – allerdings aus Sicht der Altenerdinger in die falsche Richtung. Gerolfing erhöhte den Druck und drängte die SpVgg zunehmend in die eigene Hälfte. Entlastungsangriffe blieben selten und wurden zudem nicht konsequent ausgespielt.

Die zunehmende Dominanz der Hausherren spiegelte sich auch in den Torchancen wider. Rund 18 Minuten vor dem Ende musste Lukas Loher sein ganzes Können aufbieten, als Ahmet Altay aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Mit einem starken Reflex bewahrte der Schlussmann seine Farben zunächst noch vor dem Ausgleich.

Kurz darauf war jedoch auch er machtlos: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schaltete der FCG erneut schnell um. Ein präziser Pass in die Tiefe erreichte erneut Achhammer, der sich diesmal die Chance nicht entgehen ließ und zum 1:1-Ausgleich vollendete (74.).

Die Gastgeber witterten nun ihre Chance auf die komplette Wende. Nur zwei Minuten später hätte das Spiel kippen können, doch Donat Bashota traf den Ball bei einer Volleyabnahme nicht sauber, sodass Loher problemlos eingreifen konnte.


In der Schlussphase entwickelte sich schließlich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung. Die große Möglichkeit zum Lucky Punch hatte die SpVgg fünf Minuten vor dem Ende: Nach einem Ballgewinn von Ajdin Nienhaus schaltete Altenerding schnell um. Über Haki Vranovci kam der Ball in aussichtsreiche Position, doch dieser wurde nach außen abgedrängt und scheiterte aus spitzem Winkel am Gerolfinger Keeper Michael Oblinger.

Auch auf der Gegenseite blieb es spannend. FCG-Kapitän Haunschild versuchte es noch einmal mit einem gefährlichen Distanzschuss, verfehlte das Tor jedoch knapp.

So blieb es letztlich beim 1:1-Unentschieden – ein Ergebnis, das den Spielverlauf widerspiegelt. Während die SpVgg Altenerding ihr Minimalziel erreichte, blieb dennoch das Gefühl, dass an diesem Tag durchaus mehr möglich gewesen wäre.

Stimmen zum Spiel
Pedro Locke (Trainer SpVgg Altenerding): Beide Mannschaften zeigten heute nicht ihre besten Leistungen. Es gab viele Fehler im Pass- und Aufbauspiel, die wir normal nicht machen. Es waren insgesamt sehr wenige Chancen da. Wir haben nach einer Stunde die Kontrolle über das Spiel verloren, so dass Gerolfing immer besser aufgekommen ist und sich den Ausgleich auch verdient hatte. Wir hätten das Spiel gewinnen können, aber können auch mit dem Punkt ganz gut leben

Den Lovric (Trainer FC Gerolfing): In der ersten Hälfte gab es auf beiden Seite jeweils eine Chance – Altenerding macht das Tor, so dass die Führung zur Pause auch verdient war. Es war vor der Pause so ein „totes“, eher langweiliges Spiel. Erst nach 65 Minuten sind wir aufgewacht und haben wieder an uns geglaubt. Zum Schluss hätten wir vielleicht sogar noch gewinnen können, Wir hatten vielleicht einen Tick mehr Chancen, machen sie halt nicht rein, aber zum Schluss können beide Teams mit dem 1:1 leben

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