Aufstellung:
1. Jonas Pamer, 2. Felix Wöginger, 3. Patrick Lisiewicz, 4. Furkan Arslan 5. Hussein Bahlak, 6. Amar Husic, 7. Sebastian Kahl, 8. Julian Topf, 9. Lucas Ude (46. Yousef Takrouri), 10. Johannes Dangl, 11. Kirubel Getnet (82. Hassan Attar)
Torschützen:
Fehlanzeige
Gelbe Karten:
Furkan Arslan
Lucas Ude
Zeitstrafen:
keine
Gelb-Rote Karten:
keine
Rote Karten:
keine
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
120
Spielbericht:
Aufopferungsvoll gekämpft, aber nicht belohnt – ersatzgeschwächte SpVgg unterliegt knapp in Taufkirchen
Unter denkbar schwierigen Vorzeichen trat die SpVgg zum richtungsweisenden Kellerduell der Kreisklasse beim TSV Aspis Taufkirchen an. Trainer Matthias Foltin musste im Vorfeld der Partie bis zur letzten Minute improvisieren, telefonieren und organisieren, um überhaupt eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz zu bringen. Der ohnehin dünne Kader wurde zusätzlich durch Ausfälle weiter dezimiert, sodass eine in weiten Teilen neu formierte Elf auflaufen musste.
Umso bemerkenswerter war am Ende die Leistung der Veilchen, die trotz der unglücklichen 0:1-Niederlage großen Einsatz, Moral und Kampfgeist zeigten. „Die Jungs haben heute alles gegeben, haben erstklassig gekämpft, aber leider konnten wir uns nicht belohnen“, resümierte Foltin nach der Partie. Zwar gestand er den Gastgebern ein Chancenplus zu, stellte aber gleichzeitig klar, dass seine Mannschaft angesichts der Umstände ein großes Lob verdient habe.
Die Partie begann zunächst verhalten. Beide Teams agierten aus einer kompakten Grundordnung heraus und waren darauf bedacht, keine frühen Fehler zu machen. Torchancen blieben in der Anfangsviertelstunde Mangelware, ehe eine strittige Szene die Begegnung erstmals emotional werden ließ: Nach einem perfekt getimten Steckpass war Kirubel Getnet auf und davon und lief alleine auf das Tor der Hausherren zu. Doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits – eine Entscheidung, die aus Sicht der SpVgg zumindest äußerst zweifelhaft wirkte und für ersten Unmut sorgte (15.).
Nur wenige Minuten später folgte dann der spielentscheidende Moment. Nach einem langen Abschlag des Taufkirchner Torhüters Mateusz Machura konnte die SpVgg den Ball im Kopfballduell gegen Julian Schaumaier nicht entscheidend klären. Die Kugel sprang gefährlich auf, und Angreifer Sandro Stütz reagierte am schnellsten, spitzelte den Ball einen Tick vor Torhüter Jonas Pamer und schob zur 1:0-Führung für Aspis ein (19.).
Die Veilchen zeigten sich jedoch keineswegs geschockt, sondern suchten ihrerseits den Weg nach vorne. Bereits im direkten Gegenzug sorgte eine scharfe Hereingabe von Sebastian Kahl für Gefahr, fand im Zentrum jedoch keinen Abnehmer. In der 25. Minute bot sich dann die bis dato beste Chance für die Gäste: Nach einem abgefangenen Einwurf schaltete die SpVgg schnell um. Hussein Bahlak trieb den Ball dynamisch durch das Mittelfeld und legte im richtigen Moment auf Julian Topf ab. Dessen Abschluss aus rund 17 Metern war gut platziert, wurde jedoch vom stark reagierenden Aspis-Keeper Machura noch zur Ecke abgewehrt.
Defensiv blieb die Partie für die SpVgg anspruchsvoll. Immer wieder versuchten die Gastgeber mit langen Bällen und schnellen Vorstößen für Gefahr zu sorgen. In der 33. Minute kam Julian Schaumaier nach einem Pass durch die Schnittstelle frei zum Abschluss, setzte den Ball jedoch über das Tor. Eine ähnliche Situation ergab sich fünf Minuten vor der Pause, als ein weiter Freistoß in den Strafraum segelte und erneut nicht konsequent geklärt werden konnte – doch auch hier fehlte den Taufkirchnern die nötige Präzision im Abschluss.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte die SpVgg beinahe selbst noch den Ausgleich erzielt. Nach einem Ballgewinn leitete Furkan Arslan einen schnellen Konter ein und hatte viel Raum vor sich. Im entscheidenden Moment versprang ihm jedoch der Ball leicht, sodass er nicht mehr kontrolliert zum Abschluss kam und sich bei dem Versuch, die Situation noch zu retten, zudem eine Gelbe Karte einhandelte.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hausherren den Druck und drängten auf die Vorentscheidung. Bereits in der 53. Minute musste Jonas Pamer sein ganzes Können aufbieten, als er nach einer Ecke einen Kopfball von Schaumaier aus kurzer Distanz stark parierte. Nur eine Minute später war der Schlussmann erneut zur Stelle, als ein Taufkirchner Akteur aus rund 16 Metern abzog – wieder blieb Pamer Sieger und hielt seine Mannschaft im Spiel.
Die SpVgg tat sich offensiv nun schwerer, klare Chancen herauszuspielen, blieb aber bemüht und lauerte auf Umschaltsituationen. Ein Distanzschuss von Sebastian Kahl (63.) sowie ein vielversprechender Angriff über Amar Husic, dessen Zuspiel auf Yousef Takrouri jedoch etwas zu weit geriet (69.), sorgten für die wenigen offensiven Akzente in dieser Phase.
Mit zunehmender Spieldauer warf die SpVgg mehr nach vorne und investierte zunehmend in die Offensive. Dadurch ergaben sich zwangsläufig Räume für die Gastgeber, die nun mehrfach gefährlich kontern konnten. In der 73. Minute hatte die SpVgg Glück, als ein Volleyschuss von Schaumaier knapp am Tor vorbeiging. Die größte Möglichkeit zur Vorentscheidung vergaben die Taufkirchner schließlich in der 81. Minute: Nach einem Pass in die Tiefe lief Robin Schluttenhofer alleine auf Pamer zu, setzte den Ball jedoch zu zentral, sodass der Keeper erneut parieren konnte.
Auch in der Schlussphase blieb es turbulent. Nach einer Ecke der SpVgg konterten die Gastgeber und kamen gleich zu mehreren Abschlüssen, die jedoch mit vereinten Kräften geblockt werden konnten. Die Veilchen warfen in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne und hofften auf den Lucky Punch. In der Nachspielzeit verlängerte Hussein Bahlak einen Freistoß, der Ball wurde zur Ecke geklärt – doch auch diese letzte Gelegenheit brachte keinen Erfolg mehr.
So blieb es am Ende bei einer knappen, aber nicht unverdienten Niederlage. Trotz des ausgedünnten Kaders und der schwierigen Voraussetzungen zeigte die SpVgg eine engagierte und kämpferisch überzeugende Leistung, auf der sich für die kommenden Wochen aufbauen lässt. Allerdings vergrößerte sich durch die Niederlage der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf sechs Punkte, was die Situation im Tabellenkeller weiter verschärft.
Dennoch macht die gezeigte Moral Mut – wenn die Mannschaft diesen Einsatz konservieren kann, ist im Abstiegskampf weiterhin alles möglich.

