SpVgg dreht nach frühem Rückstand auf: Veilchen stürmen mit 8:1 ins Halbfinale
Was für ein Statement im Pokal-Viertelfinale! Die „Veilchen“ lieferten beim SV Eintracht Berglern eine beeindruckende Vorstellung ab und drehten nach frühem Rückstand so richtig auf. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 8:1-Auswärtssieg – und ein klarer Fingerzeig Richtung Titelambitionen.
Früher Schock – und dann rollt der Veilchen-Express
Die Partie begann schwungvoll: Bereits in der 5. Minute sorgte Luca Sippl mit zwei gefährlichen Eckbällen für Alarm. Ein Abschluss landete an der Latte – ein erstes Ausrufezeichen. Doch nur zwei Minuten später folgte die kalte Dusche: Berglern ging per Freistoß über die Unterkante der Latte mit 1:0 in Führung.
Wer nun dachte, die Gäste würden ins Wanken geraten, sah sich getäuscht. Die Antwort kam prompt – und wie! Nach einer Ecke von Alexander Jankk stieg Julian Posch am kurzen Pfosten am höchsten und nickte zum 1:1 ein. Der Ausgleich war der Startschuss für eine dominante Phase: Nur wenig später drehte Alexander Jank nach feinem Zusammenspiel mit Sippl die Partie (1:2), ehe er in der 14. Minute per Kopf nach Flanke von Lerch direkt nachlegte (1:3).
Die Veilchen waren jetzt nicht mehr zu bremsen. Arthur Schumacher erhöhte noch vor der Pause mit einem starken Solo und präzisem Abschluss aus rund 20 Metern auf 1:4. Ein weiterer Treffer wurde wegen Abseits aberkannt – sonst wäre es schon zur Halbzeit richtig bitter für die Gastgeber geworden.
Zweite Halbzeit? Ein einziger Torreigen
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert: Angriff um Angriff rollte auf das Berglerner Tor zu. Fabio Filiguzzi eröffnete die zweite Hälfte mit einem echten Traumtor – ein direkter Freistoß nach Foul an Ben Wacker schlug unhaltbar zum 1:5 ein.
Kurz darauf wurde Alexander Jank im Strafraum gelegt, Levin Kronthaler trat zum Elfmeter an und verwandelte souverän zum 1:6. Spätestens jetzt war die Partie entschieden – doch die Veilchen hatten noch lange nicht genug.
Filiguzzi schnürte mit einem weiteren Freistoßtreffer aus 16 Metern seinen Doppelpack (1:7), während der Berglerner Keeper in der 62. Minute mit einer starken Parade gegen Schumacher zumindest noch Schadensbegrenzung betrieb. Doch den Schlusspunkt setzte erneut Filiguzzi: Nach einer clever ausgeführten kurzen Ecke mit Wacker vollendete er in der 73. Minute eiskalt zum 1:8-Endstand.
Fazit: Reaktion eines Top-Teams
Nach dem frühen Rückstand zeigten die Veilchen genau die Mentalität, die man in K.o.-Spielen braucht: Ruhe bewahren, Tempo anziehen – und den Gegner dann gnadenlos überrollen. Acht Tore auswärts im Viertelfinale sprechen eine klare Sprache.
Mit dieser Leistung im Rücken darf man sich auf das Halbfinale freuen. Wenn die Veilchen dieses Niveau halten, wird es für jeden Gegner richtig unangenehm.
Tore im Überblick:
- 1:0 (7.) Berglern
- 1:1 Posch (11.)
- 1:2 Jank (12.)
- 1:3 Jank (14.)
- 1:4 Schumacher (18.)
- 1:5 Filiguzzi (44.)
- 1:6 Kronthaler (FE / 51.)
- 1:7 Filiguzzi (58.)
- 1:8 Filiguzzi (73.)
Besonderheiten:
- Lattentreffer (5. Minute)
- Aberkanntes Tor wegen Abseits (23.)
- Glanzparade Berglern (62.)
- Weiterer Lattentreffer (72.)

