Starker Auftritt in Lengdorf – verdienter Punktgewinn mit bitterem Beigeschmack

Die D-Mädchen der SVA haben auch am heutigen Spieltag erneut Charakter bewiesen und sich nach einer starken Leistung einen Punkt gesichert. Nach dem Remis in der Vorwoche entführte das Team diesmal sogar beim Tabellenführer aus Lengdorf ein 1:1-Unentschieden – und das mit einer Vorstellung, die Mut für die kommenden Aufgaben macht. Trotz des Achtungserfolgs blieb nach dem Schlusspfiff ein leicht bitterer Nachgeschmack, denn der Sieg war greifbar nah.

Von Beginn an entwickelte sich eine intensive und ausgeglichene Begegnung. Lengdorf versuchte früh, seiner Favoritenrolle gerecht zu werden, hatte mehr offensive Aktionen und suchte regelmäßig den Weg nach vorne. Doch die Defensive der SVA stand sicher, arbeitete konzentriert und ließ zunächst keine wirklich zwingenden Torchancen zu. Altenerding hielt stark dagegen, begegnete dem Tabellenführer auf Augenhöhe und überzeugte vor allem mit Einsatzwillen und cleverem Stellungsspiel.

Die Partie lebte über weite Strecken von Zweikämpfen im Mittelfeld, diszipliniertem Defensivverhalten und dem ständigen Versuch beider Mannschaften, spielerische Lösungen zu finden. Zwar hatte Lengdorf leichte Feldvorteile, doch die Gäste aus Altenerding blieben stets präsent und setzten immer wieder Nadelstiche.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam es dann zu einer echten Schrecksekunde für die SVA. Nach einem Angriff der Gastgeberinnen entstand im Strafraum eine unübersichtliche Situation, bei der es für einen Moment so aussah, als hätten Torhüterin Sophie Reiner und Nina Emberger eine Lengdorfer Stürmerin regelwidrig zu Fall gebracht. Die Gastgeberinnen reklamierten lautstark, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen. Eine durchaus knifflige Szene – aus Sicht der SVA natürlich mit einem glücklichen Ausgang. So ging es torlos mit 0:0 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Altenerding sofort deutlich bissiger und entschlossener. Die Gäste kamen mit viel Energie aus der Kabine und belohnten sich prompt. Nach einer starken Balleroberung nahm Lisa Weigel mutig das Dribbling in Richtung gegnerischen Strafraum auf. Aus rund 15 Metern zog sie entschlossen ab. Ihr Schuss wurde zwar zunächst von einer Verteidigerin geblockt, doch Günez Öksüz reagierte blitzschnell, stand goldrichtig und versenkte den Abpraller direkt im linken, langen Eck zur umjubelten 1:0-Führung.

Zu diesem Zeitpunkt war der Treffer absolut verdient. Altenerding hatte die bessere Phase erwischt und zeigte nun, dass man sich keineswegs vor dem Spitzenreiter verstecken musste.

In der Folge entwickelte sich eine richtig ansehnliche D-Mädchen-Partie mit viel Tempo, schönen Zweikämpfen und gelungenen Passkombinationen auf beiden Seiten. Beide Teams schenkten sich nichts und suchten weiterhin mutig den Weg nach vorne. Die Zuschauer sahen ein engagiertes und technisch ordentliches Spiel, das dem Tabellenstand kaum anzumerken war.

Ein besonderer Moment auf Seiten der SVA war zudem das Punktspieldebüt von Julie Isele, die erstmals im Ligabetrieb auflief und damit einen wichtigen persönlichen Meilenstein feiern durfte.

Je näher die Schlussphase rückte, desto größer wurde der Druck der Gastgeberinnen. Lengdorf warf noch einmal alles nach vorne und wurde kurz vor dem Ende belohnt. Die starke Angreiferin mit der Nummer 7 erhielt auf der linken Seite des Strafraums den Ball, setzte sich mit einer geschickten Körperdrehung durch und verschaffte sich die nötige Schussbahn. Ihr Abschluss ins rechte, lange Eck war präzise und unhaltbar – der Ausgleich zum 1:1.

Wenig später beendete der Schiedsrichter die Partie.

Am Ende steht für die SVA ein hart erkämpfter und absolut respektabler Punkt beim Tabellenführer. Gleichzeitig fühlte sich das Remis ein Stück weit wie zwei verlorene Punkte an, denn der Sieg war zum Greifen nah. Besonders wenn man bedenkt, dass man das Hinspiel noch deutlich mit 0:4 verloren hatte, zeigt dieses Ergebnis die enorme Entwicklung der Mannschaft.

Die SVA-Mädels haben heute nicht nur einen Punkt geholt, sondern vor allem ein klares Zeichen gesetzt: Mit Leidenschaft, Mut und Teamgeist kann man auch den stärksten Gegnern Paroli bieten. Ein Auftritt, auf den sich aufbauen lässt – und einer, der Lust auf mehr macht.