Im Lokalderby gegen Langengeisling mussten die Mädels des SVA eine bittere, aber am Ende verdiente 0:3-Niederlage hinnehmen. Besonders ärgerlich: Das Ergebnis spiegelt weniger die komplette Spielkontrolle in Phasen wider, sondern vielmehr individuelle Fehler und eiskalte Gäste wider.
⚽ Erste Halbzeit: Viel Kontrolle, aber zwei Nackenschläge
Die Partie startete ordentlich. In den ersten 15 Minuten entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel ohne echte Großchancen. Beide Teams tasteten sich ab, spürten aber sofort: Wer hier den ersten Fehler macht, liegt hinten.
Genau das passierte in der 16. Minute: Nach einem Schiedsrichterball hatte die SVA-Keeperin Sophie Reiner den Ball eigentlich sicher am Fuß. Doch der anschließende Pass geriet zu unplatziert und zu lasch. Eine aufmerksam lauernde Stürmerin aus Langengeisling schaltete am schnellsten und hob den Ball kompromisslos über die Keeperin zum 0:1 ins Netz.
Ein klassischer „Geschenk-Treffer“, der auf diesem Niveau einfach wehtut.
Nur drei Minuten später der nächste Rückschlag: Ein Ballverlust im eigenen Strafraum auf der rechten Seite brachte die Defensive ins Wanken. Die Gäste spielten es danach sauber aus – Grundlinie, Querpass, zwei völlig freie Spielerinnen im Zentrum. Eine davon musste nur noch einschieben: 0:2. Effektivität trifft Unordnung.
💪 Reaktion des SVA: Viel Wille, wenig Durchschlagskraft
Trotz des Doppelschlags gaben sich die Mädels nicht auf. Ganz im Gegenteil: Bis zur Pause verlagerte sich das Spielgeschehen fast komplett in die Hälfte der Gäste aus Altenerding.
Der Einsatz stimmte, die Zweikämpfe wurden angenommen, aber im letzten Drittel fehlte die Klarheit. Viele Ansätze, viele gute Ideen – aber keine zwingende Chance. Langengeisling verteidigte das clever und ließ kaum etwas wirklich Gefährliches zu.
🔄 Zweite Halbzeit: Druckphase ohne Belohnung
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich: Der SVA drückte, kämpfte und suchte den Anschluss. Allerdings blieben die Gäste bei Kontern gefährlich und sorgten immer wieder für Unruhe im Strafraum.
Die größte Qualität der Gastgeber an diesem Tag – der Wille – reichte leider nicht aus, um das Spiel nochmal zu drehen.
🎯 Entscheidung durch Standard: 0:3
In der 44. Minute dann die endgültige Entscheidung: Freistoß an der linken Strafraumgrenze nach einem Foulspiel. Die Spielerin aus Langengeisling trat an – und verwandelte den Ball mustergültig ins rechte obere Eck.
Ein Treffer, bei dem man ehrlich sagen muss: Den kannst du schwer verteidigen, wenn er so gut geschossen ist.
🧠 Fazit: Bitter, aber lehrreich
Am Ende steht eine klare 0:3-Niederlage, die sich vor allem durch drei Dinge erklärt:
- individuelle Fehler in entscheidenden Momenten
- fehlende Konsequenz im letzten Drittel
- eiskalte Gäste, die jede Chance nutzen
Trotzdem: Die Spielphasen, in denen der SVA das Geschehen kontrollierte, zeigen, dass die Richtung grundsätzlich stimmt. Nur die Fehlerquote und die Durchschlagskraft müssen runter – sonst werden solche Spiele weiterhin brutal bestraft.
Unterm Strich ein Derby, das weh tut, aber auch klare Hinweise gibt, woran gearbeitet werden muss.

