E-Mädels belohnen sich nicht – 0:6 gegen die SG SV Hörgertshausen / SpVgg Mauern

Am Samstagmorgen war es ungewohnt ruhig auf dem sonst so lebhaften Sportplatz in Altenerding. Kein weiteres Spiel, keine große Geräuschkulisse – lediglich das vorletzte Heimspiel der E-Mädels stand auf dem Programm. Zu Gast war die (SG) SV Hörgertshausen / SpVgg Mauern, ein Gegner auf Augenhöhe, auch wenn das Endergebnis am Ende etwas anderes vermuten lässt.

Das Trainerteam Mückel / Ulbrich hatte vor der Partie zahlreiche Ausfälle aus unterschiedlichsten Gründen zu verkraften und musste daher mit einer echten Rumpfelf antreten. Durch wechselnde Torhüterinnen kam zusätzlich Unruhe in die Aufstellung. Positiv dagegen: Mit Matilda Syll, Yorda Mahri und Rebecca Tochkollari feierten gleich drei Spielerinnen ihr Debüt bei den E-Mädels.

Trotz aller personellen Probleme zeigte Altenerding eine starke Leistung. Was allerdings fehlte, waren das nötige Spielglück und vor allem die Chancenverwertung. Geleitet wurde die Partie vom zukünftigen „FIFA-Schiedsrichter“ David Mückel, der die Begegnung jederzeit souverän im Griff hatte.

1. Viertel

Der Start gehörte sofort den Gastgeberinnen. Bereits nach zehn Sekunden tauchte Charlotte Ulbrich erstmals gefährlich vor dem Tor auf, doch die gegnerische Torhüterin konnte parieren. Auch danach spielte fast nur Altenerding. Zweimal verfehlte Ulbrich knapp das Tor, zudem ging ein Abschluss von Leonie Zeiler vorbei.

Nach rund zehn Minuten kamen die Gäste dann erstmals gefährlich vors Tor und genau diese Szene prägte den weiteren Spielverlauf. Nach einem Abstoß von Anna-Lena Voichtleitner auf Magdalena Aigner versprang der Ball bei der Annahme. Beim Versuch zu retten, sprang der Ball an die Hand. Da dies im eigenen Verteidigungsdrittel geschah, zeigte der Schiedsrichter folgerichtig auf den Neunmeterpunkt. Die Gäste nutzten ihre erste Chance eiskalt und gingen mit 0:1 in Führung.

2. Viertel

Nun wurde Altenerding immer dominanter. Die größte Möglichkeit hatte erneut Ulbrich, nachdem sie einer Verteidigerin den Ball abgenommen hatte und alleine aufs Tor zulief. Doch wieder blieb die Torhüterin Siegerin. Auch weitere Großchancen von Zeiler sowie ein Freistoß von Aigner fanden nicht den Weg ins Netz. Auffällig war dabei vor allem, dass viele Abschlüsse zu unplatziert waren.

Die Gäste dagegen zeigten sich gnadenlos effektiv. Ein weiter Ball in die Hälfte der Gastgeberinnen genügte, weil Altenerding zu weit aufgerückt war. Die gegnerische Stürmerin lief alleine aufs Tor zu und erhöhte auf 0:2.

Kurz vor der Pause boten sich den E-Mädels noch zwei riesige Chancen: Erst steckte Mahri stark auf Ulbrich durch, deren Schuss jedoch genau auf die Torhüterin ging. Nur eine Minute später profitierte Aigner von einem Fehlpass, setzte den Ball aber ebenfalls direkt auf die Schlussfrau.

Bei besserer Chancenverwertung hätte Altenerding zur Halbzeit eigentlich führen müssen. Stattdessen ging es mit einem 0:2-Rückstand in die Pause.

Dennoch konnten die Trainer ihren Spielerinnen kaum Vorwürfe machen. Das Zusammenspiel funktionierte gut, der Gegner wurde tief in die eigene Hälfte gedrückt und zahlreiche Torchancen erspielt. Einzig die Chancenverwertung blieb an diesem Vormittag katastrophal.

3. Viertel

Auch nach der Pause ging es zunächst nur in eine Richtung. Aigner zog gefährlich ab, die Torhüterin ließ den Ball nach vorne abprallen, doch Mahri scheiterte aus kurzer Distanz am blockenden Abwehrbein. Den Nachschuss von Voichtleitner parierte die Torhüterin erneut stark.

Im weiteren Verlauf schlichen sich jedoch Fehler ins Spiel ein. Durch die BFV-Vorgaben und die Torwartwechsel in den einzelnen Vierteln kam es immer wieder zu Umstellungen. Zweimal hintereinander wurde der Ball beim Herausspielen nach einem Abstoß unglücklich in die Mitte geklärt. Die gegnerische Stürmerin bedankte sich jeweils und erhöhte auf 0:3 sowie 0:4.

Doch Altenerding gab sich weiterhin nicht auf. Nach einer Ecke lief Zeiler alleine aufs Tor zu, scheiterte jedoch erneut an der starken Gästetorhüterin. Auch Anna Schutheiß setzte Voichtleitner stark in Szene, doch deren Abschluss war wieder zu unplatziert. Über weite Strecken konnten sich die Gäste kaum aus dem eigenen Strafraum befreien – nur das Tor wollte einfach nicht fallen.

4. Viertel

Im Schlussabschnitt zeigte sich ein ähnliches Bild. Aigner, Ulbrich und auch Debütantin Tochkollari versuchten immer wieder ihr Glück, doch entweder stand die Torhüterin im Weg oder die Latte rettete für die Gäste.

Die SG Hörgertshausen / Mauern machte es weiterhin konsequent und erhöhte mit zwei weiteren Treffern zum 6:0-Endstand.

Nach 60 Minuten blieb vor allem eine Erkenntnis: Abschlüsse, Abschlüsse, Abschlüsse. Spielerisch zeigten die E-Mädels viele starke Aktionen und überzeugten mit gutem Kombinationsspiel. Am Ende fehlten jedoch das nötige Spielglück und die Konsequenz vor dem Tor.

Vor den Pfingstferien warten nun noch zwei wichtige Termine auf das Team. Bereits am Donnerstag steht die Reise zum Merkur Cup nach Weßling an. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter mitspielt und der Ausflug auch neben dem Platz in guter Erinnerung bleibt.

Am Samstag folgt dann das „Ausdauerlaufduell“ gegen Pfaffenhofen. Gespielt wird im 5-gegen-5 auf Kleinfeld. Das heißt also jede Menge Platz zum Laufen. Im Hinspiel legten die Mädels in 60 Minuten jedenfalls mehr Schritte zurück als Florian A. im ganzen Monat :).