D1-Junioren der SpVgg Altenerding beweisen großen Kampfgeist trotz Niederlage gegen DJK Ingolstadt
Trotz einer engagierten Vorstellung und einer beeindruckenden Schlussoffensive musste sich die D1 der SpVgg Altenerding in der Bezirksoberliga der DJK Ingolstadt mit 2:4 geschlagen geben. Dabei spiegelte das Ergebnis den Spielverlauf nur bedingt wider, denn die Veilchen hielten über weite Strecken gut dagegen, gerieten jedoch durch einige wenige Unachtsamkeiten ins Hintertreffen. Besonders in der Schlussphase zeigte die Mannschaft großen Charakter und kämpfte sich noch einmal eindrucksvoll zurück.
Die Gastgeber gingen mit Quentin Klein im Tor in die Partie. In der Defensive begannen Kapitän Paul Zellner und Christoph Zimmermann im Zentrum, flankiert von Florian Waldinger auf der linken und Vincent Zanker auf der rechten Seite. Das Mittelfeld bildeten Xaver Leingärtner und Bastian Brugger auf den Außenbahnen sowie Jonas Ebert im Zentrum. In der Spitze sollte Florian Angermeier für Torgefahr sorgen.
Und die Altenerdinger kamen zunächst richtig gut in die Begegnung. Mit hohem Einsatz und aggressivem Pressing störten sie den Spielaufbau der Gäste bereits früh und zwangen Ingolstadt immer wieder zu langen Bällen. Gerade in den ersten zehn Minuten hatten die Veilchen mehr vom Spiel und sorgten mit ihrem mutigen Auftreten dafür, dass die Gäste kaum zu geordneten Angriffen kamen.
Die erste große Möglichkeit gehörte folgerichtig der Heimelf. Nach einer gelungenen Kombination über Bastian Brugger und Florian Angermeier kam Jonas Ebert zum Abschluss. Sein strammer Versuch schien bereits auf dem Weg zur Führung, doch der Ingolstädter Schlussmann reagierte stark und konnte den Ball gerade noch vor der Torlinie entschärfen.
Während Altenerding seine Möglichkeiten zunächst nicht nutzen konnte, präsentierten sich die Gäste auf der Gegenseite äußerst effizient. Innerhalb von nur zwei Minuten drehte sich die Partie plötzlich zugunsten der DJK. Zweimal leitete der Ingolstädter Torhüter mit langen Befreiungsschlägen Angriffe ein, und beide Male gelang es den Altenerdingern nicht, die Situationen konsequent zu bereinigen.
So gingen die Gäste in der 15. Minute mit 1:0 in Führung und legten nur zwei Minuten später den zweiten Treffer nach. Aus einer bis dahin ausgeglichenen Partie war innerhalb kürzester Zeit ein 0:2-Rückstand für die Veilchen geworden.
Dieser Doppelschlag zeigte zunächst Wirkung. Altenerding benötigte einige Minuten, um sich wieder zu sammeln, während Ingolstadt nun mit der Führung im Rücken sicherer agierte. Bis zum Pausenpfiff verflachte die Partie etwas, sodass es mit dem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabinen ging.
Zur zweiten Halbzeit reagierte das Trainerteam Ebert/Brugger und brachte frische Kräfte. Eduard Ranga übernahm für Vincent Zanker die rechte Abwehrseite. Zudem kamen Francisco Canales im Zentrum sowie Tom Caspari auf der rechten Außenbahn neu in die Partie. Beide fanden sofort gut ins Spiel und sorgten mit engagierten Aktionen für neuen Schwung.
Mit den aufmunternden Worten des Trainerteams im Rücken wollten die Veilchen nun noch einmal angreifen. Doch ausgerechnet zu Beginn des zweiten Durchgangs mussten sie den nächsten Rückschlag hinnehmen.
In der 33. Minute entschied der Unparteiische nach einer strittigen Szene auf Neunmeter für Ingolstadt. Die Gäste ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen und verwandelten sicher zum 0:3. Für Altenerding war dies ein bitterer Moment, zumal die Mannschaft bis dahin keineswegs drei Tore schlechter gewesen war.
Dennoch ließen sich die Veilchen nicht hängen. Sie hielten weiterhin gut dagegen, arbeiteten defensiv konzentriert und versuchten, im Spiel nach vorne Akzente zu setzen. Zwingende Möglichkeiten blieben zunächst allerdings aus.
Als Ingolstadt nach einem Eckball in einer unübersichtlichen Situation vor dem Altenerdinger Tor schließlich auf 0:4 erhöhte, schien die Entscheidung gefallen. Viele Mannschaften hätten sich bei diesem Spielstand wohl ihrem Schicksal ergeben. Nicht so die D1 der SpVgg Altenerding.
Die Veilchen mobilisierten in der Schlussphase noch einmal alle Kräfte und bewiesen eindrucksvoll, dass sie sich an diesem Tag nicht kampflos geschlagen geben wollten.
In der 52. Minute ging Kapitän Paul Zellner voran. Aus der Distanz fasste er sich ein Herz und jagte den Ball mit einem fulminanten Schuss zum 1:4 ins Netz. Der Treffer gab der Mannschaft noch einmal spürbar Auftrieb.
Plötzlich war wieder deutlich mehr Energie im Altenerdinger Spiel. Die Gastgeber rückten weiter nach vorne, setzten Ingolstadt unter Druck und wurden nur drei Minuten später erneut belohnt.
Nach einem Freistoß von Jonas Ebert, der den Ball gefühlvoll in den Strafraum brachte, war Florian Angermeier zur Stelle und vollendete zum 2:4 (55.). Nun keimte bei den Veilchen tatsächlich noch einmal Hoffnung auf.
In den letzten Minuten warf Altenerding alles nach vorne. Die Mannschaft kämpfte um jeden Ball, suchte konsequent den Weg in Richtung Ingolstädter Tor und versuchte, den Rückstand noch weiter zu verkürzen. Ein weiterer Treffer wollte jedoch nicht mehr gelingen.
So blieb es am Ende beim 2:4, das aus Altenerdinger Sicht sicherlich etwas zu deutlich ausfiel. Ausschlaggebend waren vor allem die wenigen Situationen, in denen die Gäste ihre Chancen konsequent nutzten, während die Veilchen selbst gerade in der starken Anfangsphase ihre Möglichkeiten nicht verwerten konnten.
Trotz der Niederlage durfte das Trainerteam Ebert/Brugger mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein. Besonders die Moral nach dem zwischenzeitlichen 0:4-Rückstand war bemerkenswert. Die Altenerdinger gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf, kämpften bis zum Schlusspfiff und belohnten sich mit zwei späten Treffern zumindest teilweise für ihren großen Einsatz.
Gerade dieser unermüdliche Kampfgeist und die geschlossene Mannschaftsleistung dürften für die kommenden Aufgaben in der Bezirksoberliga Mut machen.

