Arbeitssieg gegen Eching!
Die Saison könnte an diesem Wochenende für die Wilde 13 nicht spannender sein. Die Jungs aus Altenerding traten heute zuhause gegen den TSV Eching an und am morgigen Sonntag treten die Konkurrenten um die Meisterschaft der FC Schwaig und der SV Ingolstadt-Hundszell im direkten Vergleich gegeneinander an.
Die Wilde 13 hatte am heutigen Samstag mit dem TSV Eching auf dem Papier die vermeintlich leichtere Aufgabe. Aber sowohl eine gewisse Trägheit, als auch eine fehlende Galligkeit den Sieg unbedingt einzufahren, sollten den Spieltag gegen den TSV Eching spannend gestalten.
Das Positive zu Beginn: Es war ein 1:0-Arbeitssieg gegen offensiv sehr sehr schwache Echinger.
Andi Neumann gelang das erlösende 1:0 in der zweiten Halbzeit. Nach einem Gewusel im Mittelfeld landete der Ball über Marco Ebert bei Andi Neumann. Dieser setzte zum Torschuss an und zum Wohle aller (bis auf das Wohl der Echinger) rutschte Andi Neumann der Ball über den Schlappen, so dass die Flugbahn des Balles den Weg ins Tor fand. Besser gesagt wuchtete er den Ball unter die Torlatte. Wie schön sind Tore, die mit Wucht und über den Schlappen schleifend unter die Torlatte erzielt werden. Es gibt wenig Schöneres tatsächlich.
Jubel kam auf zu diesem Zeitpunkt. Es ging ein erleichternder Ruck durch die Mannschaft.
Was aber sinnbildlich für die Wilde 13 die ganze Saison über steht, ist selbst nach einem so erlösenden 1:0 die nötige Konsequenz beim Torabschluss.
Wenn es nämlich an etwas nicht mangelt, dann sind das das Verwerten von Torchancen.
In der ersten Hälfte entstanden viele gefährliche Situationen über unseren Kapitän Michael Melissourgos. Unser Michi ist ein Garant für Umtriebigkeit und hoher Laufbereitschaft auf der rechten Außenbahn. Und so lassen sich in der ersten Halbzeit bestimmt fünf tolle Torchancen zusammenfassen. Es ist immer das gleiche, aber sehr gefährliche Muster. Melissourgos macht den Ball im Mittelfeld fest oder wird auf die Reise geschickt. Beides endet meist in einem unwiderstehlichen Lauf auf der rechten Außenbahn bis zur Torlinie. Was unser Kapitän noch verinnerlichen muss, ist der letzte entscheidende Pass in die Mitte oder in den Rücken der gegnerischen Abwehr. Hier fehlt oftmals Ruhe, Fokus und Konsequenz.
Wie schön wenn man als Trainerteam genau daran arbeiten kann. Dies wäre ein mögliches Entwicklungsfeld. Wenn dieses konsequent verbessert wird, erhöht die Wilde 13 ihr Tore-Konto um +10 Tore in dieser gesamten Saison. Und das ist konservativ gerechnet.
Das zweite „Manko“ was unsere talentierten und so wertvollen Kicker der Wilden 13 haben, ist der daraus folgende Torabschluss.
Sowohl Paul Schiwietz als auch Tobi Felsner , unsere beiden nominellen Stürmer, haben über die Saison hinweg viele geniale Momente. Momente, wofür sie berechtigt gefürchtet sind und wofür sie auch berechtigt große Wertschätzung von Mitspieler, Trainer und Eltern bekommen.
Sowohl Tobi als auch Paul könnten diese Gefahr exponentiell erhöhen, wenn sie beim Torabschluss noch ruhiger, emotionsärmer und fokussierter bleiben würden.
Die zahlreichen Torchancen die wir uns erarbeiten, oft über Melissorgos und nicht weniger oft über Noah Memed oder Andi Neumann, brauchen einfach noch öfter den Verwerter im Strafraum. Aber nicht nur Felsner und Schiwietz hatten heute wieder Chancen, auch Valentin Kugler oder Marco Ebert dürfen im richtigen Moment den richtigen Fuß oder auch gern mal den Kopf hinhalten.
Wenn man den Ball mit der richtigen Stelle des Kopfes trifft, tut’s auch nicht weh 😉
Soviel Analyse und so wenig im Detail beschriebene Torchancen aus dem Spiel gegen Eching.
Und warum? Weil die Torchancen so zahlreich sind, dass ihr Leser 3.500 Zeichen in diesem Artikel lesen dürftet, in denen inhaltlich stets das Gleiche passiert.
Wenn ich ein Fazit zu diesem Spiel schreiben müsste:
Ein haushoch verdienter Sieg gegen Eching, weil die Offensive der Echinger nicht existierte. Entweder zu inkonsequent oder von unseren Verteidigern Muuaz Mohammed, Matheo Hulm und Valentin Kugler im Keim erstickt.
Ein mehr als überfälliger Siegtreffer in der zweiten Halbzeit durch Andi Neumann und ganz ganz viele Bemühungen unserer Jungs über Philipp Feuker, Marco Ebert und unseren Sturmspitzen.
Und es fehlte am heutigen Spieltag ein Mann: Emil Jackisch. Er tut unserem Spiel unheimlich gut – kreativ, laufstark und gefährlich nach vorne.
Es bleibt also weiterhin spannend in dieser Liga.
Am morgigen Sonntag spielen die beiden Kontrahenten gegeneinander. Das Ergebnis dieses Spiels ist allerdings egal, solange unsere Wilde 13 nicht konsequent jedes Spiel das spielt, was sie kann und dementsprechend Siege einfährt.
Stolz sind wir Eltern trotzdem! Es geht immer noch darum, dass unsere Jungs Spaß haben. Und das haben sie – wie schön ist das eigentlich!
Mia hoidn zam!

