Im letzten Heimspiel der Saison mussten sich die E-Mädels aus Altenerding dem Team aus Pfaffenhofen mit 1:9 geschlagen geben. Das Ergebnis fiel am Ende zwar deutlich aus, spiegelte den Spielverlauf aber nur teilweise wider. Vor allem kämpferisch zeigte die junge Mannschaft erneut eine starke Leistung und hielt trotz aller Rückschläge bis zum Schluss zusammen.
Bereits vor dem Anpfiff sorgte die Partie für Diskussionen. Pfaffenhofen reiste mit acht Spielerinnen an. Da das Team als sogenanntes „Flex-Team“ gemeldet ist, spielen die Gäste in dieser Spielform normalerweise im 5 gegen 5 gespielt. Pfaffenhofen ist dabei das einzige Team der Liga, das im Flex- Modell antritt. Alle anderen Teams spiele 7 gegen 7. Auf Nachfrage, wenn man schon mit acht Mädels nach Erding kommt, auf das 7 gegen 7 wechseln möchte, wurde vom Gästetrainer abgelehnt, da seine Mannschaft ausschließlich das 5er-Modell spielt und seine Mädels das 7 gegen 7 nicht beherrschen.
Für zusätzliche Unruhe sorgten weitere gewünschte Regeländerungen seitens der Gäste, wodurch es bereits vor Spielbeginn hitzige Diskussionen zwischen den Trainern gab. Besonders bitter: In dieser Begegnung ging es sportlich um nicht viel. Die Fußballmeisterschaft der Frauen wurde nicht am Samstagvormittag in Altenerding entschieden. Allerdings herrschte hierbei unterschiedliche Auffassungen zwischen beiden Vereinen.
So wurde schließlich auf dem verkleinerten E-Jugendfeld mit vier Feldspielerinnen plus Torhüterin gespielt. Altenerding hatte dabei vier Wechselspielerinnen auf der Bank, Pfaffenhofen drei.
1. Viertel
Der Start in die Partie verlief denkbar schlecht. Bereits nach zehn Sekunden lagen die Veilchen mit 0:1 zurück. Doch die Gastgeberinnen zeigten sich keineswegs geschockt und kamen im Anschluss zu mehreren hochkarätigen Chancen auf den Ausgleich.
Die größte Möglichkeit vergab Anna Lena Voichtleitner, die den Ball aus kürzester Distanz nicht im leeren Tor unterbringen konnte. Auch Melina Duman und Alexia Kiermeier scheiterten in aussichtsreicher Position. Während Altenerding seine Chancen liegen ließ, zeigte sich Pfaffenhofen eiskalt vor dem Tor und erhöhte bis zum Ende des ersten Viertels auf 0:3.
Wie offen die Partie dennoch war, zeigte die Schussbilanz von 6:4 für Altenerding nach dem ersten Abschnitt.
2. Viertel
Auch im zweiten Viertel änderte sich wenig am Spielverlauf. Durch das kleinere Spielfeld und die geringe Spieleranzahl ging es ständig hin und her – Chancen auf beiden Seiten im Minutentakt. Doch erneut nutzte Pfaffenhofen nahezu jeden Fehler konsequent aus, während Altenerding im Angriff oft der entscheidende Abschluss fehlte.
Exemplarisch dafür stand eine kuriose Szene: Nach einem Einspielen von der Seite traf Magdalena Aigner mit ihrem ersten Kontakt direkt von der Außenlinie ins Tor. Aufgrund eines technischen Fehlers fand der Treffer jedoch keine Anerkennung.
Kurz darauf folgte die kalte Dusche auf der anderen Seite. Nach einer Ecke für Altenerding führte eine unsaubere Ballannahme dazu, dass eine Pfaffenhofener Spielerin den Ball an der eigenen Grundlinie eroberte, allen Gegenspielerinnen davonlief und zum nächsten Treffer einschob. Bis zur Pause des Viertels erhöhten die Gäste auf 0:5.
3. Viertel
Das 0:6 war schließlich sinnbildlich für die Probleme der Altenerdinger Mannschaft an diesem Tag. Die Veilchen schnürten den Gegner minutenlang am eigenen Strafraum ein und kamen zu mehreren Abschlüssen, doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Dann genügte Pfaffenhofen erneut ein Befreiungsschlag: Die Stürmerin lief alleine aufs Tor zu und verwandelte sicher zum nächsten Treffer.
Doch die Gastgeberinnen gaben weiterhin nicht auf und wurden schließlich belohnt. Heidi Veicht eroberte sich an der Mittellinie den Ball, lief einige Meter alleine Richtung Tor und schoss zum verdienten Ehrentreffer zum 1:6 ein.
Mit dem Pausenpfiff stellte Pfaffenhofen allerdings noch auf 1:7.
4. Viertel
Auch im letzten Abschnitt blieb das Spiel offen. Altenerding erspielte sich weiterhin Möglichkeiten, schaffte es aber erneut nicht, sich für den Aufwand zu belohnen. Selbst gute 3-gegen-1-Situationen wurden zu überhastet abgeschlossen. Pfaffenhofen hingegen blieb effizient und erhöhte mit zwei weiteren Treffern auf den 1:9-Endstand.
Resümee
Trotz der deutlichen Niederlage zeigte sich erneut, dass in der jungen Altenerdinger Mannschaft viel Potenzial steckt. Viele Spielerinnen sind teilweise bis zu drei Jahre jünger als ihre Gegnerinnen und körperlich noch unterlegen. Auch technisch gibt es in einigen Bereichen noch Entwicklungsmöglichkeiten.
Besonders positiv bleibt jedoch die Einstellung des Teams. Die Mannschaft gab zu keinem Zeitpunkt auf, kämpfte bis zum Schluss und hielt auch in schwierigen Phasen zusammen. Einsatz, Wille und Teamgeist stimmten über die gesamte Partie hinweg.
Dieses wichtige Lernjahr endet nach den Ferien mit dem letzten Meisterschaftsspiel in Mainburg. Dort wartet dann noch einmal der Meister auf die jungen Veilchen.
Weitere Bilder vom Spiel

