Starke Leistung bleibt unbelohnt – E2 des SVA zeigt gegen Oberding ihr vielleicht bestes Saisonspiel

Manchmal erzählt das Ergebnis eines Fußballspiels eben doch nicht die ganze Geschichte. So war es auch am Freitagabend beim Heimspiel der E2-Junioren der SpVgg Altenerding gegen die E1-Junioren des TuS Oberding. Ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen, doch einmal mehr belohnte sich die Mannschaft nicht für ihren großen Aufwand. Eine ausbaufähige Chancenverwertung und ein wirklich überragender Torwart der Gäste standen einem besseren Ergebnis im Weg. Dabei zeigten die Altenerdinger von der ersten Minute an ein völlig anderes Gesicht als noch in der Vorwoche. Hochmotiviert, laufstark und vor allem spielerisch überzeugend kombinierten sich die SVAler immer wieder vom eigenen Strafraum bis tief in die Hälfte der Oberdinger.

Schon die ersten Abschlüsse von Navin Gahfoory, Felix Völkl und Vitus Bauer machten deutlich, was man bereits aus dem ersten Aufeinandertreffen wusste: Gegen den Oberdinger Torhüter musste das Visier an diesem Abend sehr genau eingestellt sein. Vor allem bei hohen Bällen schien er nahezu unüberwindbar. Umso kurioser, dass ausgerechnet ein Lupfer für die verdiente Führung sorgte. In der 6. Spielminute überwand Johann Esterer den Schlussmann mit viel Gefühl und brachte den SVA mit 1:0 in Führung. Danach entwickelte sich ein munteres Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Auch Oberding kam nun zu seinen ersten Chancen, doch Felix Kreikemeier war zur Stelle und konnte die Abschlüsse allesamt entschärfen. Kurz vor der ersten Pause gelang den Gästen dann allerdings doch noch der Ausgleich. Ein Abschluss im Strafraum fand seinen Weg ins Altenerdinger Tor. Trotz des 1:1 konnten die Trainer mit dem Auftritt bis dahin sehr zufrieden sein.

Ein Viertel kostet den SVA das Spiel

Im zweiten Viertel kippte die Partie. Drei Gegentreffer musste die E2 hinnehmen und besonders ärgerlich dabei: Alle drei Tore entstanden nach einem ähnlichen Muster. Die Jungs suchen ihre Zweikämpfe mit unglaublich viel Einsatz, manchmal allerdings nach dem Motto „Alles oder nichts“. Eine kleine Finte des Gegners genügt dann, und der Verteidiger ist aus der Situation genommen. Genau hier muss die Mannschaft lernen, etwas geduldiger zu verteidigen und nicht jeden Zweikampf sofort entscheiden zu wollen. Auf der anderen Seite zeigte sich das zweite Problem des Abends: die Chancenverwertung. Jordan Dasch setzte sich über die linke Seite mehrfach stark durch und legte den Ball mustergültig zurück. Doch entweder war wieder der Oberdinger Keeper zur Stelle oder der Abschluss fand nicht den Weg ins Tor. Auch Kilian Härter und Benni Krieber hatten ihre Möglichkeiten. Statt eines deutlich engeren Spielstands ging es deshalb mit einem aus Altenerdinger Sicht völlig unnötigen 1:4 in die nächste Pause.

Einbahnstraßenfußball, Aluminium und ein überragender Torwart

Wer nun dachte, die Jungs würden angesichts des Rückstands die Köpfe hängen lassen, kennt diese Mannschaft schlecht. Ab dem dritten Viertel gab der SVA noch einmal richtig Gas. Spielerisch war das vermutlich sogar die beste Leistung der bisherigen Saison. Zeitweise entwickelte sich die Begegnung zu echtem Einbahnstraßenfußball in Richtung Oberdinger Tor. Chance um Chance erspielten sich die Altenerdinger. Moritz Baumbach und Sebastian Gillmeister kamen zu hervorragenden Möglichkeiten, aber eigentlich hatte fast die gesamte Mannschaft Gelegenheiten auf einen weiteren Treffer, doch an diesem Abend sollte der Ball einfach nicht mehr ins Tor. Mal rettete der Pfosten, mal die Latte und wenn das Aluminium nicht im Weg stand, war da immer wieder dieser überragende Oberdinger Torhüter. Dass bei dieser Vielzahl an Chancen kein weiterer Treffer fallen wollte, konnten auch die zahlreichen Zuschauer am Spielfeldrand kaum glauben.

Spätestens als im letzten Viertel dann auch noch ein SVA-Strafstoß, nach Foul am überragenden Momo Baumbach, sein Ziel verfehlte, war klar: An diesem Abend sollten die Punkte wohl ihren Weg nach Oberding finden.

Als Berichtschreiber kommt man sich mittlerweile fast vor, als würde man Woche für Woche das Gleiche schreiben: gute Leistung, hochmotiviert, viele Chancen und trotzdem stehen bislang nur sechs Punkte auf dem Konto. Aber vielleicht ist genau das momentan gar nicht das Wichtigste, denn man muss festhalten, welch starke Entwicklung der jüngere E-Jugend Jahrgang 2017 gerade nimmt. Unabhängig vom Spielstand sind die Jungs mit voller Freude dabei. Sie spielen Fußball, sie kombinieren, sie kämpfen und vor allem: Aufgeben ist für diese Mannschaft keine Frage!

Wenn die E2 diesen Weg weitergeht, vor dem Tor noch etwas konsequenter wird und vielleicht auch das Spielglück wieder nach Altenerding zurückkehrt, dann werden sich die Jungs spätestens in der Rückrunde für ihre Entwicklung auch mit Ergebnissen belohnen!