Nachdem man in den letzten beiden Spielen vier Punkte auf die Habenseite gebracht hatte, hofften die Altenerdinger Frauen im Heimspiel gegen den FC Moosinning II auf eine Überraschung. Doch leider blieb dies eine Wunschvorstellung, denn gegen die Gäste kam man deutlich mit 1:7 unter die Räder.
Dabei erlebten die Veilchen ein Déjà-vu zum Auftaktspiel, denn wie schon im Hinspiel war die Partie auch diesmal zur Pause noch offen, ehe nach einem schnellen Gegentreffer kurz nach Wiederbeginn die Dämme brachen und man sich am Ende deutlich geschlagen geben musste.
Die Gäste legten los wie die Feuerwehr, und schon früh drohte den Gastgeberinnen der Rückstand. Als man nach vier Minuten eine Hereingabe in den Strafraum nicht entscheidend klären konnte, kam eine Angreiferin aus etwa 17 Metern zum Abschluss. Die SpVgg hatte jedoch Glück, dass der Ball nur die Oberkante der Latte traf.
Kaum hatte man sich von diesem Schreckmoment erholt, war man erneut auf die Unterstützung des Aluminiums angewiesen. Diesmal drang eine Gästespielerin in den Strafraum ein, konnte nicht entscheidend gestoppt werden und zog aus halblinker Position ab. Ihr Schuss landete jedoch am Pfosten des langen Ecks (6.).
Nach 13 Minuten gelang dem FCM dann der zu diesem Zeitpunkt verdiente Führungstreffer, der allerdings vermeidbar gewesen wäre. Nachdem ein Eckstoß auf den langen Pfosten geschlagen worden war, verstanden es die Gastgeberinnen nicht, die Hereingabe zu klären. Schließlich kam eine Angreiferin der Gäste frei zum Abschluss, und Torhüterin Katharina Hartmann konnte den Volleyschuss nicht mehr abwehren.
Auch dieser Rückstand sorgte zunächst für keinen Weckruf bei Altenerding, und nur zwei Minuten später wäre dem Gast beinahe das 2:0 geglückt. Diesmal ließ man eine FCM-Akteurin unbedrängt nach vorne laufen, und niemand fühlte sich zuständig, in den Zweikampf zu gehen. So kam die ballführende Spielerin aus etwa 18 Metern frei zum Schuss, scheiterte aber erneut am Pfosten.
Doch danach kamen die Gastgeberinnen besser ins Spiel. Als Julia Pirschlinger einen schönen Ball auf Heidi Mückel schlug, lief die Stürmerin frei auf das Tor der Gäste zu. Allerdings versäumte sie es, nach innen zu ziehen, sodass der Winkel beim Abschluss ungünstig wurde und die Moosinninger Torhüterin wenig Mühe hatte, das Leder zu parieren.
Dieser Abschluss verlieh Altenerding jedoch neuen Mut, und nur wenig später kam Annika Michael nach einem kurz abgewehrten Eckball zum Schuss. Ihr Versuch verfehlte das Tor allerdings um etwa einen halben Meter.
Gerade als man den Eindruck gewann, dass die Gastgeberinnen nun Oberwasser bekommen würden, schlug Moosinning mit dem 2:0 eiskalt zu. Nach einem Angriff über die rechte Seite musste sich Katharina Flinner im Laufduell gegen ihre pfeilschnelle Gegenspielerin geschlagen geben. Diese brachte den Ball anschließend nach innen, wo ihre Mitspielerin am kurzen Pfosten zum Abschluss kam und Hartmann erneut das Nachsehen gab (39.).
Doch die Veilchen fanden die passende Antwort und kamen drei Minuten später zum Anschlusstreffer. Als Pirschlinger einen hohen Freistoß ins Zentrum schlug, sprang die Kugel einer Gästespielerin an die Hand, sodass der Schiedsrichter sofort auf den Punkt zeigte. Spielführerin Diana Dreznjak übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:2.
Dieser Treffer beflügelte die SpVgg, denn die ersten Minuten nach Wiederbeginn gehörten den Veilchen. Doch als die Gäste ihren ersten Angriff im zweiten Durchgang erfolgreich abschlossen, kam ein Bruch in das Spiel der Gastgeberinnen.
Als der FCM einen Angriff über die linke Seite nach vorne trug, setzte sich eine Angreiferin zunächst gegen Chiara Reiland und anschließend im Strafraum gegen Dreznjak durch. Als sie nur noch Hartmann vor sich hatte, ließ sie sich die Chance nicht entgehen und stellte den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her (51.).
Vier Minuten später erzielte der FCM dann bereits die Vorentscheidung, wobei man diesen Gegentreffer leichtfertig selbst verschuldete. Als Hartmann einen Abstoß kurz auf Hannah Heilmaier spielte, wurde diese sofort von einer Gegenspielerin unter Druck gesetzt und verlor das Leder. Als der Ball anschließend wieder in den Strafraum gespielt wurde, brachte Pirschlinger ihre Gegenspielerin zu Fall, sodass der Referee erneut auf Strafstoß entschied.
Unerklärlich blieb dagegen das Verhalten einer Gästespielerin, denn trotz der Elfmeterentscheidung zugunsten ihrer Mannschaft geriet sie mit dem Unparteiischen in eine Diskussion, die letztlich mit einer Ampelkarte endete. Damit musste der FCM die Schlussphase in Unterzahl bestreiten.
Der Strafstoß brachte dennoch zählbaren Erfolg, denn Hartmann konnte den Schuss in die Tormitte nicht abwehren.
Nun ließen die Veilchen sichtbar die Köpfe hängen, was wenig später bereits zum nächsten Gegentreffer führte. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass die SpVgg bei hoch in den Strafraum geschlagenen Standards erhebliche Probleme hatte.
Diesmal brachten die Gäste einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in den Strafraum. Während die Moosinningerinnen energisch zum Ball gingen, agierten die Semptstädterinnen mehr oder weniger als Zuschauerinnen, sodass eine Akteurin der Gelb-Schwarzen aus kurzer Distanz zum 1:5 traf. Damit hatte Altenerding das Spiel innerhalb von nur sieben Minuten endgültig aus der Hand gegeben (58.).
Moosinning nutzte anschließend den nächsten Standard, um das halbe Dutzend vollzumachen. Diesmal ging dem Treffer zum 1:6 ein Eckball voraus. Nachdem man das Leder nicht entscheidend aus der Gefahrenzone gebracht hatte, kam schließlich eine FCM-Spielerin an den Ball und ließ Hartmann abermals das Nachsehen (67.).
Doch Moosinning hatte sein Pulver noch nicht verschossen, und 13 Minuten vor dem Ende folgte der letzte Gegentreffer. Diesmal spielte die Kaifel-Elf das Leder schön durch die Schnittstelle, sodass eine Angreiferin allein auf das Tor der SpVgg zulief und sicher zum 1:7 vollstreckte.
In den letzten Minuten nahmen die Gäste dann etwas den Fuß vom Gaspedal und nahmen auch einige personelle Veränderungen vor, sodass der Spielfluss zunehmend zum Erliegen kam. Die Veilchen bemühten sich redlich, zumindest noch einen weiteren Treffer zu erzielen, doch letztlich gab es in der Offensive kein entscheidendes Durchkommen mehr, sodass sich am Endergebnis nichts mehr änderte.
Nach dem nun anstehenden spielfreien Wochenende erwartet die SpVgg den Tabellenführer FC Neufahrn in Altenerding. Dann bleibt zu hoffen, dass man vor allem bei Standardsituationen mehr Konzentration an den Tag legt und über die gesamte Spielzeit stabiler agiert, um gegen den Spitzenreiter ein besseres Ergebnis erzielen zu können.
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