Nach der deutlichen Auftaktniederlage beim TSV Poing (1:11) zeigten die Damen der SpVgg Altenerding im Spiel gegen die SG Hohenlinden/Markt Schwaben/Forstern eine starke Reaktion. Die Veilchen präsentierten sich sehr engagiert und überzeugten mit mutigem Aufbauspiel, sodass sie sich am Ende mit einem verdienten 1:0-Erfolg für ihren Aufwand belohnten.
Von Beginn an hielt die SpVgg gut dagegen, verstand es jedoch zunächst nicht, die durchaus gut initiierten Angriffe konsequent zu Ende zu spielen. Klare Torraumszenen blieben daher in der Anfangsphase eine Seltenheit. Die erste gefährliche Aktion gehörte den Gästen: Nach einem Angriff über die linke Seite wurde der Ball nach innen gespielt, wo einer SG-Angreiferin zu viel Platz gelassen wurde. Torhüterin Katharina Hartmann kam jedoch rechtzeitig aus ihrem Kasten, verkürzte geschickt den Winkel und konnte den Abschluss souverän parieren.
Wenig später bot sich auch der SpVgg die erste gute Möglichkeit. Nach einem herrlichen Pass von Nina Geiger – die gemeinsam mit Julia Pirschlinger und Annika Michael in der Mittelfeldzentrale überzeugte – kam Lena Birkner frei vor der Torhüterin zum Abschluss. Doch bereits hier zeigte die Gästekeeperin ihre Klasse und deutete an, dass sie an diesem Tag zur besten Spielerin der SG avancieren würde.
Im weiteren Verlauf verflachte die Partie etwas, auch weil die Semptstädterinnen im Spielaufbau häufig die nötige Ruhe vermissen ließen. Zu oft agierte man hektisch, was immer wieder zu unnötigen Ballverlusten führte. Positiv hervorzuheben war jedoch die starke Defensivarbeit der Veilchen. Die Abwehrreihe um Abwehrchefin Diana Drznjak erstickte die Angriffsbemühungen der Gäste meist schon im Keim, sodass Hartmann nahezu beschäftigungslos blieb.
Acht Minuten vor der Pause wurde es dann auf der anderen Seite gefährlich. Nach einem Pass von Naomi Steinbrecher auf die rechte Seite setzte sich die emsige Heidi Mückel stark durch und zog von außen Richtung Tor. Mit viel Übersicht versuchte sie anschließend die im Zentrum lauernde Steinbrecher zu bedienen, doch die Torhüterin der Gäste roch den Braten und konnte die Hereingabe glänzend entschärfen. So ging es torlos in die Halbzeitpause.
Zehn Minuten nach Wiederanpfiff wurde es vor dem Altenerdinger Tor nochmals brenzlig. Nach einem Pass auf die rechte Seite zog eine SG-Angreiferin den Ball flach nach innen. Da Hartmann den Ball nicht erreichen konnte, rollte dieser parallel zur Fünferlinie quer durch den Torraum, doch weder Freund noch Feind kam entscheidend an den Ball – Glück für die SpVgg.
Ab Mitte der zweiten Hälfte übernahmen die Gastgeberinnen jedoch zunehmend die Kontrolle und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. In der 64. Minute setzte man die Gäste beim Spielaufbau erfolgreich unter Druck. Nach dem Ballgewinn zog Naomi Steinbrecher von der rechten Seite in den Strafraum und schloss stark ab, doch erneut parierte die überragende SG-Torhüterin.
Zehn Minuten später hatte der Altenerdinger Anhang bereits den Torschrei auf den Lippen. Nach einem mustergültigen Pass von Steinbrecher tauchte Nina Geiger frei vor dem Tor auf, doch ihr Abschluss strich hauchdünn am Gehäuse vorbei. Nur eine Minute später verzweifelte Steinbrecher mit einem weiteren sehenswerten Abschluss erneut an der bärenstarken Gästekeeperin.
In der 78. Minute war es dann aber endlich soweit: Nach einer Hereingabe in die Mitte verlängerte Heidi Mückel den Ball per Kopf geschickt. Naomi Steinbrecher kam im Strafraum aus halbrechter Position zum Abschluss und ließ der Torhüterin diesmal keine Chance – der Ball schlug unhaltbar im Eck ein und Altenerding belohnte sich endlich für den betriebenen Aufwand.
Fünf Minuten später hätte die SpVgg beinahe nachgelegt. Nach einem Foul an Lena Birkner setzte Julia Pirschlinger den fälligen Freistoß jedoch nur an die Latte. Auch die nächste Chance gehörte den Veilchen: Nach einem schönen Querpass von Geiger kam Birkner an der Strafraumgrenze zum Abschluss, legte sich den Ball jedoch einen Tick zu weit vor, sodass die herauseilende Torhüterin klären konnte.
In der Nachspielzeit meldeten sich die Gäste noch einmal mit einem letzten Versuch. Doch als Katharina Hartmann einen tückischen Schuss im Nachfassen sicher festhielt, war der Sieg praktisch perfekt. Kurz darauf pfiff der gut leitende Schiedsrichter Richard Graf nach vierminütiger Nachspielzeit die Partie ab.
Trainer Andreas Heilmaier zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft:
„Wir haben heute eine sehr kompakte Mannschaftsleistung gezeigt und verdient gewonnen. Vor allem die Defensivarbeit der gesamten Mannschaft war stark, sodass Hohenlinden kaum zu Abschlüssen kam. Wenn wir die Hektik noch aus unserem Spiel bekommen, werden wir uns künftig noch mehr Chancen erarbeiten. Außerdem müssen wir noch mutiger im Abschluss werden – einige gute Möglichkeiten haben wir liegen gelassen. Trotzdem war das heute eine gute Leistung.“

