Aufstellung:
1. Lukas Loher, 2. Ajdin Nienhause, 3. Ridwan Bello, 4. Marco Baumann, 5. Wiam Takruri (62. Jannik Obermaier), 6. Alexander Weiher, 7. Pedro Flores (94. Kirubel Getnet), 8. Samuel Kronthaler, 9. Mario Dipalo (62. Joshua Goodluck), 10. Leart Bilalli, 11. Leonardo Tunjic
Torschützen:
1:0 Wiam Takruri (15.)
2:2 Joshua Goodluck (84.)
3:2 Leonardo Tunjic (90. + 4)
4:2 Leart Bilalli (90. + 5)
Gelbe Karten:
keine
Zeitstrafen:
keine
Gelb-Rote Karten:
keine
Rote Karten:
keine
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
50
Spielbericht:
Nach der kurzfristigen Absage des SV Reichertsheim war es Trainer Pedro Locke gelungen, mit dem FC Fürstenried einen „Ersatzgegner“ zu finden und der Kreisligist aus München sorgte für einen guten Test, denn die Veilchen schließlich mit 4:2 für sich entscheiden konnten.
Die Gastgeber fanden gut in die Partie und hätten nach fünf Minuten in Front gehen können. Nach einem schönen Pass von Leart Bilalli hatte Wiam Takruri nur noch den Fürsternrieder Schlussmann Andrej Popravak, doch anstatt selbst abzuschließen, legte er quer ab, fand aber dabei nicht erhofften Mitspieler.
Sieben Minuten später die nächste gute Chance für die Locke-Elf. Nach einem Pass von Pedro Flores brachte Bilalli die Kugel von der linken Seite nach innen auf den einlaufenden Mario Dipalo, doch die Direktabnahme war etwas zu hoch, so dass das Leder über den Querbalken ging.
Aber nach 15 Minuten wurde die Anfangseuphorie doch mit zählbarem Erfolg belohnt. Nach einem Seitenwechsel von Flores spielte Samuel Kronthaler weiter auf Leonardo Tunjic. Der Angreifer zog entlang der Strafraumlinie in Richtung Grundlinie, brachte dann das Leder scharf nach innen, wo Takruri diesmal goldrichtig stand und die Hereingabe aus kurzer Distanz zum 1:0 verwertete.
Nur zwei Minuten später dann die nächste gute Chance für die Gastgeber. Diesmal landete ein Zuspiel von Bilalli bei Dipalo, der sofort eine schönen Flanke nach innen zog, die Hereingabe war um einen Tick zu hoch, so dass Takruri das Leder um Zentimeter verfehlte.
Die Gastgeber hatten zu diesem Zeitpunkt das Spiel unter Kontrolle und nach 23 Minuten brachte es schon wieder vor dem Tor der Münchner. Abermals brachte Dipalo, diesmal nach Zuspiel von Tunjic das Leder nach innen und bediente den an der Strafraumgrenze lauernden Flores, doch der Mittelfeldakteur fand bei seinem Abschluss in Popravak seinen Meister.
Wenig später bot sich Flores dann die nächste Chance. Als die Fürstenrieder einen Eckball nicht entscheidend klären konnten, kam der Spielmacher aus ca. 25 Metern zum Abschluss, doch leider hatte der Schuss nicht genügend Fahrt, so dass Popravak den Ball sicher parieren konnte.
In dieser Phase kam die SpVgg fast im Minutentakt zu Chance und nur zwei Zeigerumdrehungen weiter, hätte man die Führung ausbauen müssen. Als Ajdin Nienhaus einen Ball abgefangen hatte, steckte er schön auf Takruri durch. Der Flügelstürmer lief aus spitzem Winkel frei auf das Tor zu, und legte dann in die Mitte ab. Doch leider spielte er das Leder etwas in den Rücken des freistehenden Tunjic, so dass auch diese Chance ungenutzt blieb.
In der 30. Minute kam der Gast zum ersten Abschluss, denn nach einem Freistoß aus linken Halbfeld kam ein Stürmer zum Kopfball, setzte das Spielgerät aber neben das Tor, so dass Torhüter Lukas Loher weiterhin beschäftigungslos blieb.
Zwei Minuten waren die Platzherren wieder an der Reihe. Als sich Takruri am Flügel gut behauptet hatte, spielte er nach innen. Zunächst schien es, als hätte Bialli das Leder schon verfehlt, doch er kam noch einmal an die Kugel, und legte auf Dipalo ab. Der Angreifer sah dann den besser positionierten Flores, doch dessen schöner 20 Meter-Schuss wurde erneut zur Beute von Popravak.
Im Gegenzug gab es dann die erste Bewährungsprobe. Nach einer Hereingabe kam Bujar Emini an der Strafraumbegrenzung zum Abschluss, doch er brachte nicht genügend Druck hinter den Ball, so dass der Altenerdinger Schlussmann vor keine allzu großen Probleme gestellt wurde.
Zwölf Minuten vor der Pause haderten die Gastgeber dann mit dem Referee. Nach einem Seitenwechsel von Flores , lief Bilalli in den Strafraum und als er von seinem Gegenspieler zu Boden gezogen wurde, forderte man vehement einen Strafstoß, den er ansonsten gut leitende Schiedsrichter Florian Neubert jedoch verweigerte.
120 Sekunden später zeigte Neubert dann doch auf den Punkt. Diesmal kam Bilalli im Zweikampf gegen den Fürstenrieder Kapitän Erkut Satilmis zu Fall. Allerdings konnte Takruri die Chance zum 2:0 nicht nutzten und brachte das Leder nicht im Netz unter (38.).
Auch die nächste Chance gehörte der SpVgg: Dipalo versuchte es mit einem Fernschuss, doch das Leder verfehlte das Ziel, so dass man lediglich die 1:0-Führung für sich beanspruchen konnte.
Dies sollte sich rächen, denn urplötzlich kamen die Gäste dann zum schmeichelhaften Ausgleich. Als man im Mittelfeld einen Zweikampf nicht entschlossen annahm, setzte sich ein Angreifer auf der rechten Seite durch, Zwar konnte Loher die Hereingabe noch abwehren, doch der Ball landete genau bei Emini, der wenig Mühe hatte, um aus kurzer Distanz zum 1:1 zu vollenden (38.).
Fast hätte die Veilchen kurz vor der Pause wieder vorgelegt, doch ein 25 Meter-Schuss von Marco Baumann verfehlte sein Ziel um Zentimeter, so dass es mit einem Remis in die Halbzeit ging.
Eine Minute nach Wiederbeginn gab es für die Heimelf dann die kalte Dusche, denn die Münchner stellten das Spiel auf dem Kopf und gingen in Front. Nach einem Freistoß Nähe der Eckfahne schienen die Gastgeber mit den Gedanken noch in der Kabine zu sein, denn bei der Hereingabe hatte man Emini übersehen, so dass der Torjäger sträflich ungedeckt zum 2:1 in die Maschen traf.
In der Anfangsphase der zweiten Hälfte war die klare Überlegenheit der Gastgeber wie verflogen und es entwickelte sich zunächst ausgeglichenes Spiel, so dass der erste Abschluss der SpVgg aus einem Fernschuss entsprang, doch beim Schuss aus ca. 30 Metern hatte Flores sein Visier zu hoch eingestellt.
Nach etwa 15 Minuten nahmen die Gastgeber wieder das Zepter in die Hand, und dies hätte fast zum Ausgleich geführt, doch ein Kopfball von Ridwan Bello nach Takruri-Ecke landete genau den Armen von Popravka.
Auch die nächste Chance lag auf Seiten der SpVgg, doch Joshua Goodluck verfehlte eine scharfe Hereingabe von Alexander Weiher hauchdünn.
In dieser Phase lag der Führungstreffer für Altenerding wieder in der Luft, was auch der Tatsache geschuldet war, dass sich Popravak verletzt hatte und der Gegner nur mit 10 Mann auf dem Feld war.
Zehn Minuten vor dem Ende glückte dann der zu diesem Zeitpunkt hochverdiente Ausgleichstreffer. Als der Schlussmann einen Schuss von Flores nach vorne abprallen lassen musste, landete die Kugel bei Tunjic, der sofort weiter auf Goodluck spielte, so dass der Neuzugang per Kopfball seinen ersten Treffer für die SpVgg erzielte.
Nun wollten die Veilchen den Sieg uns schon wenig später hatte man Torschrei schon wieder auf den Lippen, doch ein Schuss von Marco Baumann ging haarscharf am Pfosten vorbei.
Doch fünf Minuten vor dem Ende wurde das Engagement der Hausherren doch belohnt und diesmal gelang Goodluck ein Assist. Als der Keeper einen scharfen Schuss des Torjägers nicht festhalten konnte, landete der Abpraller bei Tunjic, der mit einem satten Schuss unter die Latte für den dritten Treffer seiner Farben sorgte.
In der Nachspielzeit legten die Platzherren dann noch einen weiteren Treffer nach. Nach einem Ballgewinn von Jannik Obermaier im Mittelfeld, schaltete der Youngster blitzschnell und steckte das Leder schön auf den durchstartenden Bilalli durch, der frei vor dem Tor eiskalt blieb und zum 4:2-Endstand vollendete.
Trainer Pedro Locke zog ein ausgewogenes Fazit. „Wir haben über weite Strecken sehr gut gespielt, aber wir müssen unbedingt an der Chancenauswertung arbeiten, denn in Zukunft werden wir nicht in jedem Spiel diese Vielzahl an Möglichkeiten haben. Außerdem müssen wir es schaffen, dass wir künftig die Standards, die vor unserem Tor landen, besser zu verteidigen“.

