Aufstellung:
1. Lukas Loher, 2. Alexander Weiher, 3. Ajdin Nienhaus, 4. Juan Gomez (53. Nessim Mahsas), 5. Christoph Luberstetter, 6. Johannes Dangl, 7. Jannik Obermaier (79. Emilio Polsfuss), 8. Leonardo Tunjic (66. Marc Winkelmann), 9. Ridwan Bello, 10.Lucas Rymas (75. Patrick Lisiewicz), 11. Marco Baumann
Torschützen:
Fehlanzeige
Gelbe Karten:
Leonardo Tunjic
Christoph Luberstetter
Ajdin Nienhaus
Zeitstrafen:
keine
Gelb-Rote Karten:
keine
Rote Karten:
keine
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
310
Spielbericht:
Die Ausgangslage hätte besser sein können, doch die Hoffnung lebt weiter: Nach der 0:2-Hinspielniederlage beim SV Waldperlach stehen die Bezirksligafußballer der SpVgg Altenerding im Rückspiel am kommenden Samstag unter Zugzwang. Trotz eines schwachen Starts und zweier früher Gegentreffer zeigten die Semptstädter insbesondere in der Schlussphase Moral und lieferten eine Leistung ab, die Mut für das entscheidende Duell im Kampf um den Klassenerhalt macht.
Dabei begann die Partie für die Mannschaft von Trainer Stefan Huber denkbar ungünstig. Die Gastgeber erwischten den deutlich besseren Start und setzten die Altenerdinger Defensive von Beginn an massiv unter Druck. Bereits nach zwei Minuten wurde der Anfangselan des SV Waldperlach belohnt. Nach einem langen Ball auf den linken Flügel konnte die SpVgg die flache Hereingabe nicht entscheidend verteidigen, sodass Roberto Valanzano im Zentrum zu viel Platz erhielt. Zwar traf der Angreifer den Ball nicht sauber, doch das Spielgerät sprang vom Innenpfosten unhaltbar ins Netz zur frühen 1:0-Führung.

Und es kam noch bitterer für die Gäste. Nur fünf Minuten später erhöhte Waldperlach bereits auf 2:0. Ein langer Ball in die Spitze erreichte Assad Khalil, der sich dabei stark an der Abseitsgrenze bewegte. Die Fahne der Assistentin blieb jedoch unten, sodass Khalil allein auf SpVgg-Keeper Lukas Loher zulaufen konnte. Loher bekam zwar noch eine Hand an den Abschluss des Torjägers, konnte den zweiten Gegentreffer jedoch nicht mehr verhindern.
Die beiden frühen Nackenschläge hinterließen Wirkung. Altenerding wirkte verunsichert und hatte in der Anfangsphase große Probleme, Zugriff auf das Spiel zu bekommen. In der 19. Minute wäre beinahe sogar das 3:0 gefallen. Nachdem Christoph Luberstetter einen Ball nicht entscheidend klären konnte, setzte sich erneut Khalil gegen Ajdin Nienhaus durch und tauchte wieder frei vor Loher auf. Der Schlussmann reagierte erneut stark, und diesmal konnte Nienhaus in höchster Not retten, bevor der Ball die Linie überschreiten konnte.
Erst mit zunehmender Spielzeit fanden die Gäste besser in die Begegnung. Die Defensive stabilisierte sich merklich, wodurch Waldperlach weniger Räume für gefährliche Konter bekam. Offensiv blieb die SpVgg jedoch zunächst zu harmlos, sodass zwingende Torchancen bis zur Pause Mangelware blieben.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Altenerdinger deutlich fokussierter und übernahmen zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Dennoch musste die SpVgg in der 50. Minute erneut tief durchatmen. Nach einem schnellen Gegenstoß kam Zoran Dimitrijevic im Strafraum aus 14 Metern zum Abschluss. Der abgefälschte Schuss wurde jedoch sichere Beute von Lukas Loher, der sein Team mit einer starken Parade im Spiel hielt.
Kurz darauf setzte Altenerding offensiv erstmals ein deutliches Ausrufezeichen. Nach einem Zuspiel von Lukas Rymas auf der rechten Seite legte Ridwan Bello den Ball sehenswert per Absatz für Jannik Obermaier ab, der den kurz zuvor eingewechselten Nessim Mahasas bediente. Der Mittelfeldspieler kam im Strafraum frei zum Abschluss, setzte den Ball aus 14 Metern allerdings über das Tor (53.).
Im direkten Gegenzug zeigte sich auch Waldperlach wieder gefährlich. Roberto Valanzano nahm einen abgewehrten Ball an der Strafraumgrenze direkt volley, doch erneut war Loher mit einer starken Faustabwehr zur Stelle.
Mit fortschreitender Spielzeit machte sich bei den Gastgebern zunehmend ein Kräfteverschleiß bemerkbar. Die SpVgg gewann nun immer mehr die Kontrolle und drängte den SV Waldperlach tief in die eigene Hälfte. In der 73. Minute lag der Anschlusstreffer erstmals spürbar in der Luft. Ridwan Bello kam im Strafraum aus spitzem Winkel zum Abschluss, schoss jedoch genau Torhüter Benedikt Heinrich an, der mit dem Gesicht parieren konnte.
Nur wenig später versuchte sich Marc Winkelmann mit einem scharfen Distanzschuss aus rund 23 Metern, doch auch dieser Abschluss war zu zentral platziert, sodass Heinrich erneut eingreifen konnte.
Die beste Möglichkeit vor der Schlussphase bot sich dann in der 79. Minute. Marco Baumann brachte einen gefährlichen Freistoß aus dem rechten Halbfeld präzise nach innen und fand den aufgerückten Christoph Luberstetter. Der Verteidiger kam zwar zum Kopfball, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend nach unten drücken, sodass die Hereingabe lediglich auf dem Tordach landete.

In den letzten Minuten erhöhte Altenerding den Druck nochmals deutlich. Die konditionell angeschlagenen Gastgeber konnten sich häufig nur noch mit langen Befreiungsschlägen retten und mussten immer wieder durch Fouls den Spielfluss der SpVgg unterbrechen. Vor allem die Standards von Marco Baumann sorgten dabei mehrfach für Gefahr, doch der erhoffte Treffer wollte nicht fallen.

Die größte Chance zum verdienten Anschlusstreffer bot sich schließlich in der 89. Minute. Nach einer Ecke von Baumann kam Ajdin Nienhaus völlig frei zum Kopfball. Im Altenerdinger Lager lag der Torschrei bereits in der Luft, doch anstatt direkt abzuschließen, versuchte der Verteidiger den Ball als Aufsetzer zu platzieren. Mit großem Pech sprang dieser schließlich knapp über die Latte.

Kurz darauf beendete der Schiedsrichter die Partie. Zwar überwog bei der SpVgg Altenerding zunächst die Enttäuschung über die Niederlage, doch die starke Schlussphase machte gleichzeitig Mut für das Rückspiel. Noch auf dem Platz schwor sich die Mannschaft auf das entscheidende Duell am kommenden Samstag ein. Trainer Stefan Huber brachte die Stimmung treffend auf den Punkt: „Jetzt ist erst Halbzeit.“ Und tatsächlich scheint im Kampf um den Klassenerhalt trotz des Zwei-Tore-Rückstands weiterhin alles möglich.
Weitere Bilder vom Spiel

