Aufstellung:
1. Günter Zollner, 2. Florian Ammon, 3. Noh Tesfamichael, 4. Kilian Traschütz, 5. Diego Baltus (46. Julian Topf), 6. Adrian Felsner, 7. Valentin Schachtl (46. Emilio Polsfuss), 8. Yousef Takrouri (46. Nick-Luis Polsfuss), 9. Tarik Mahjoub (68. Ajmen Belgücan), 10. Markus Felsner (44. Patrick Emberger), 11. Rene Feuker
Torschützen:
Fehlanzeige
Gelbe Karten:
Yousef Takrouri
Noh Tesfamichael
Ajmen Belgücan
Gelb-Rote Karten:
Noh Tesfamichael (78. / wiederholtes Foulspiel)
Rote Karten:
keine
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
130
Spielbericht:
Die 3. Herrenmannschaft der SpVgg Altenerding traf mit der SG Hörlkofen/Wörth auf einen Gegner, der sich für die Veilchen als eine Nummer zu groß herausstellte. So unterlag man deutlich mit 0:4, wobei die Niederlage der SpVgg eher noch schmeichelte. Vor allem dem überragenden Schlussmann Günter Zollner war es zu verdanken, dass die Pleite nicht noch höher ausfiel.
Vor allem in der Anfangsphase waren die Hausherren hoch motiviert und beschäftigten die Semptstädter stark, sodass sich die Lila-Weißen kaum aus der Umklammerung lösen konnten.
Schon nach sieben Minuten drohte der Rückstand. Als sich Philipp Riedler auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durchgetankt hatte, brachte er die Kugel flach nach innen und hätte um ein Haar seinen am Fünfmeterraum stehenden Mitspieler Tamino Luidiant gefunden. Doch Zollner war einen Tick früher am Ball und konnte den möglichen Rückstand verhindern.
Nur eine Minute später brannte es erneut vor dem Tor der Gäste. Nach einem Foulspiel wurde der SG ein Freistoß zugesprochen. Während die SVA-Kicker noch nicht richtig bei der Sache waren, wurde der Ball schnell wieder ins Spiel gebracht und mit einem Steckpass durch die Schnittstelle Arian Ali auf die Reise geschickt. Allerdings hatte man Glück, dass der Angreifer beim Abschluss etwas überhastet agierte, sodass die Kugel nur im Außennetz landete.
Doch dann verbuchten die Hausherren den ersten zählbaren Erfolg. Nach einem Ballverlust der SpVgg kombinierten sich die Gastgeber gekonnt durch die Altenerdinger Defensive. Nach einem Doppelpass mit Paul Englert kam Michael Fitzpatrick im Strafraum frei zum Schuss und ließ Zollner nicht den Hauch einer Abwehrmöglichkeit (9.).
Sechs Minuten später hatte der Anhang der Gastgeber erneut den Torschrei auf den Lippen. Als Valentin Schachtl bei einem Pass von Florian Ammon nicht konsequent zum Ball ging, wurde das Zuspiel abgefangen und die Kugel sofort in die Tiefe gespielt. Zollner kam aus seinem Tor, doch Ali war einen Tick vor ihm am Ball, sodass er den Altenerdinger Keeper umspielen konnte. Als er anschließend frei vor dem leeren Gehäuse stand und nur noch hätte einschieben müssen, schien das 2:0 perfekt. Doch der Angreifer rutschte beim Abschluss weg und setzte den Ball deutlich am Kasten vorbei.
Drei Zeigerumdrehungen später konnten weder Yousef Takrouri noch Noh Tesfamichael den Vorstoß von Rubin Luidiant stoppen. Als der Ex-Altenerdinger das Leder anschließend in den Rücken der Abwehr legte, brannte es erneut. Doch der Schuss von Ali aus etwa 16 Metern ging zentral auf das Tor, sodass Zollner parieren konnte.
Nach 21 Minuten war erstmals SG-Keeper Lukas Becker gefordert, wobei ihm diese Bewährungsprobe nur wenig Mühe bereitete. Tarik Mahjoub machte das Leder im Mittelfeld fest und spielte anschließend auf die rechte Seite zu Markus Felsner. Der Offensivakteur brachte die Kugel nach innen, doch diese landete genau in den auffangbereiten Armen des Torhüters.
Wesentlich mehr Mühe hatte sein Gegenüber Zollner nach 33 Minuten. Doch erneut zeigte er seine Klasse und holte einen gefährlichen 20-Meter-Flachschuss von Tamino Luidiant hervorragend aus dem Eck.
Unmittelbar darauf reichten jedoch auch die Fangkünste des Altenerdinger Torhüters nicht mehr aus. Als die SVA-Verteidigung mehrmals vergeblich versuchte, das Leder aus der Gefahrenzone zu befördern, landete der Ball schließlich bei Simon Nußrainer, der mit einem unhaltbaren Flachschuss auf 2:0 erhöhte (34.).
Die letzten Hoffnungen auf eine Wende wurden nur eine Minute später endgültig begraben, wenngleich man beim dritten Gegentreffer etwas mit dem Unparteiischen haderte. Als Noh Tesfamichael im Mittelfeld bei einem Zweikampf hart angegangen wurde und zu Boden ging, wartete man vergeblich auf den aus Altenerdinger Sicht fälligen Freistoßpfiff.
Sofort spielten die Gastgeber nach vorne und kamen durch Rubin Luidiant zum Abschluss, doch Zollner wehrte zunächst ab. Abermals brachte man das Spielgerät anschließend nicht entscheidend aus der Gefahrenzone, sodass die Hausherren mehrfach zum Abschluss kamen. Zwar konnten noch einige Schussversuche abgefangen werden, doch letztlich war es Riedler vorbehalten, für die Vorentscheidung zu sorgen (35.).
Nur wenig später kamen die Platzherren nach einem Ballverlust von Rene Feuker zur nächsten Chance. Sofort wurde das Leder nach vorne gespielt, sodass Rubin Luidiant nur noch Zollner vor sich hatte, seinen Meister jedoch im Altenerdinger Schlussmann fand (37.).
Nach der Pause schien es zunächst so, als würde sich der Spielverlauf fortsetzen, denn schon nach vier Minuten wuchs der Vorsprung der Gastgeber weiter an. Raphael Nußrainer flankte die Kugel nach innen, wo Simon Nußrainer am langen Pfosten zur Stelle war und unhaltbar zum 4:0 einköpfte.
Anschließend nahmen die Hausherren den Fuß etwas vom Gaspedal, kamen aber nach 64 Minuten zur nächsten Möglichkeit. Abermals segelte eine gefährliche Flanke nach innen. Zunächst schlug Simon Nußrainer am Ball vorbei, kam anschließend aber doch noch zum Abschluss. Er scheiterte jedoch an Zollner, ehe Feuker die prekäre Situation endgültig bereinigen konnte.
Zwölf Minuten vor dem Ende gab es für die Veilchen den nächsten Rückschlag. Der bereits verwarnte Tesfamichael konnte seinen Gegenspieler, der ansonsten frei in den Strafraum gelaufen wäre, nur noch festhalten, sodass der Unparteiische folgerichtig die Ampelkarte zückte.
In der 81. Minute wäre der SpVgg dann beinahe der Ehrentreffer geglückt. Als Ammon einen Befreiungsschlag nach vorne schlug, konnte sich Julian Topf die Kugel sichern und kam schließlich zum Abschluss. Der Youngster hatte jedoch Pech, dass sein Schuss das Tor der Gastgeber haarscharf verfehlte.
Kurz vor dem Ende drohte noch der fünfte Gegentreffer, doch Zollner zeigte sich abermals als Teufelskerl. Einen sehenswerten 20-Meter-Schuss von Ali holte er überragend aus dem Winkel, sodass es beim 4:0 blieb.
Letztlich blickte man auf einen hochverdienten Erfolg der Gastgeber zurück. Der SpVgg konnte man dabei nur bedingt Vorwürfe machen, denn mit der SG Hörlkofen/Wörth traf man auf einen bärenstarken Gegner, der an diesem Tag aufgrund seiner individuellen und spielerischen Qualität eine Nummer zu groß für die Altenerdinger war.

