Normalerweise hat der Pokal ja bekanntlich seine eigenen Gesetze und immer wieder schafft es der Underdog, fĂŒr eine Ăberraschung zu sorgen. An diesem Abend war das allerdings nicht der Fall. Ăberraschend war vielleicht, dass die heimische VereinsgaststĂ€tte lediglich Radler zu bieten hatte und der provisorische Verkauf der St. Wolfgang-Eltern mit Wurstsemmeln, GummibĂ€rchen-SpieĂe und echtem Taufkirchner Bier ausgestattet war. 1:0 an die Eltern!
Das Spiel endete 1:9 â fĂŒr die Gastmannschaft. Also fĂŒr die richtige Mannschaft aus Blick des Verfassers dieser Zeilen.
Aufgrund der geschossenen zehn Tore möchte ich auf vergebene Torchancen von Altenerding hier in diesem Bericht verzichten, da sonst die geplanten 8.000 Zeichen nicht reichen wĂŒrden.
Altenerding trat zu diesem Pokalspiel mit einem Mix-Team an. Die Defensive der Wilden 13 und die Offensive der Dasch-Kapsner-Elf (C3) bildeten an diesem Abend die auflaufende Elf.
Wahrscheinlich lag es auch an der groĂen Ăberlegenheit, dass dieser Mix nahezu keinerlei Abstimmungsfehler machte und von auĂen betrachtet durchaus eingespielt wahrgenommen wurde.
Der Torreigen begann relativ frĂŒh, als ein Pass von Mateo Rezvan bei Mailo Skupnik landete, der souverĂ€n zum 1:0 einnetzte.
Es folgten zahlreiche vergebene Chancen der Altenerdinger â St.Wolfgang konnte sich nahezu nicht aus der eigenen HĂ€lfte befreien. Bereits hier war absehbar, dass der Sieg fĂŒr Altenerding wohl ohne Gefahr eingefahren wird an diesem Abend.
Das 2:0 wurde sehr galant von Leo Dasch mit einem langen Ball aus der eigenen HÀlfte auf Emilio Pomaroli eingeleitet. Pomaroli nahm den Ball gekonnt mit und vollendete mit einem schönen Schuss zum 2:0.
Dann ging es Schlag auf Schlag auf das Ende der ersten HĂ€lfte hin. Der eingewechselte Emil Jackisch versenkte einen unglĂŒcklichen KlĂ€rungsversuch des gegnerischen Torwarts nach einem Angriff der Altenerdinger. Als der Ball zum Mittelfeldakteur kam, fasste er sich aus 20 Metern ein Herz und schoss mit einem schönen Schuss aus ca. 20 Metern zum 3:0 ins leere Tor.
Emil Jackisch, der stark spielte an diesem Tag, war nun auf Temperatur und tanzte sich geschickt durch die gegnerischen Reihen. Er lieĂ mehrere Gegner wie Slalomstangen stehen und belohnte sich danach mit dem Tor zum 4:0!
Kurz nach seinem zweiten Treffer hatte Emil Jackisch nochmal eine gute Aktion, traf aber mit seinem Schuss aus ca. 15 Metern lediglich die Querlatte.
Inmitten dieser drĂŒckenden Ăberlegenheit verursachte Altenerding kurz vor der Halbzeit durch Unkonzentriertheit und fahrigem Passspiel den einzigen Gegentreffer an diesem Abend. Der nahezu nicht geforderte Keeper Tobi Felsner und unser Innenverteidiger Valentin Kugler passten sich gegenseitig den Ball zu, allerdings nicht wirklich genau, so dass sie sich selbst immer mehr in BedrĂ€ngnis brachten. Kugler versuchte dann die Situation mit einem Pass in die Mitte zu lösen, ĂŒbersah aber einen Gegenspieler, der das Geschenk annahm und ins leere Tor einschoss.
4:1 â Halbzeit!
Die zweite Halbzeit begann genau so wie die erste Halbzeit begann â mit einem frĂŒhen Treffer fĂŒr Altenerding.
Die zweite HĂ€lfte war die Halbzeit von Alessandro Cusati. Eine abgewehrte Ecke landete bei Cusati, der aus ca. 16 Meter den Ball aufs Tor schoss. Dieser wurde von einem gegnerischen Spieler abgefĂ€lscht und segelte somit ĂŒber den Torwart ins Tor- 5:1.
Alessandro Cusati lieĂ Minuten spĂ€ter das nĂ€chste Tor folgen. Nach einer schönen Vorarbeit ĂŒber rechts durch Emil Jackisch war er es, der einen guten Riecher hatte und goldrichtig vor dem Tor der Gegner postiert war und mit seinem nĂ€chsten Treffer das halbe Dutzend vollmachte.
Mit das schönste Tor hatte Pablo AhlschlĂ€ger zu verantworten. Ein schnell aufgebauter Angriff landete beim umsichtig spielenden Mateo Rezvan, der geschickt auf den TorjĂ€ger abtropfen lieĂ. Pablo AhlschlĂ€ger, der bekannt ist fĂŒr seine trockene SchĂŒsse aus der Distanz, fackelte nicht lange und drosch den Ball am Torwart vorbei zum 7:2 links ins Toreck.
Der achte Treffer kam ein paar Minuten spÀter von einem Wilde-13Spieler. Philipp Feuker schaltete sich bei diesem Angriff mit nach vorne ein und als der Wolfganger Schlussmann einen Schuss von Mailo Skupnik nur noch vorne abwehren konnte, war Feuker zur Stelle und staubte zum 8:1 ab.
Den Schlusspunkt setzte nochmals Alessandro Cusati an diesem Abend. Mit seinem dritten Treffer, der durch eine Flanke von Emil Jackisch bedient wurde, versenkte das mustergĂŒltige Zuspiel zum 9:1-Endstand in den Maschen.
Die Jungs aus Altenerding dĂŒrfen zufrieden sein. Die Eltern waren es auf alle FĂ€lle!
Wir freuen uns auf die nÀchste Runde im LIPP-Cup, die am kommenden Donnerstag in Forstern ausgelost wird!

