Früher Rückschlag, späte Hoffnung – A-Junioren müssen sich Taufkirchen geschlagen geben
Ein Flutlichtabend, große Erwartungen und ein Gegner, der jede Unachtsamkeit eiskalt bestrafte: Für die A1-Junioren der SpVgg Altenerding gab es im Heimspiel gegen die BSG Taufkirchen am Freitagabend nichts zu holen. Am Ende stand eine verdiente 1:3-Niederlage, die vor allem auf individuelle Fehler und fehlende Konsequenz im eigenen Spiel zurückzuführen war.
Dabei begann die Partie aus Sicht der Veilchen denkbar ungünstig. Kaum hatte das Spiel Fahrt aufgenommen, unterlief den Gastgebern bereits der erste folgenschwere Fehler. Nach einem Rückpass von Renas Senyoldas wollte Torhüter Toby Martin das Spiel schnell auf die andere Seite verlagern – doch sein Zuspiel geriet deutlich zu kurz. Manuel Scheidl reagierte am schnellsten, schnappte sich den Ball und schob eiskalt zur frühen Führung für die Gäste ein.
Dieser Treffer gab den Vilstalern sofort Sicherheit und Selbstvertrauen. Taufkirchen übernahm in der Folge die Kontrolle und bestimmte das Spielgeschehen. Die Altenerdinger bemühten sich zwar um Struktur und Zugriff, fanden offensiv jedoch kaum Lösungen gegen die robuste und konzentrierte Defensive der Gäste.
In der 19. Minute hätte eine missglückte Flanke beinahe zum zweiten Gegentreffer geführt, doch Toby Martin rettete stark und lenkte den Ball gerade noch über die Latte. Die anschließende Ecke sorgte erneut für höchste Gefahr: Nach einem Kopfball von Moritz Eichinger brachte die SpVgg den Ball nicht aus der Gefahrenzone, doch Renas Senyoldas blockte den Nachschuss in letzter Sekunde auf der Linie.
Taufkirchen blieb am Drücker und kam immer wieder gefährlich vor das Altenerdinger Tor. Martin musste in der 29. Minute sein ganzes Können aufbieten, um einen präzisen Flachschuss von Bastian Gäbelein aus dem kurzen Eck zu fischen. Nur wenige Minuten später rettete dann die Latte für die Hausherren.
Kurz vor der Pause war es dann aber doch soweit: Wieder war es Manuel Scheidl, der einen missglückten Abstoß von Toby Martin aufnahm und ohne zu zögern mit einem platzierten Flachschuss zum 0:2 einschob.
Doch die Antwort der Veilchen ließ nicht lange auf sich warten. Noch vor dem Halbzeitpfiff keimte neue Hoffnung auf. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke von Tiago Cardante war Eduard Marijan zur Stelle und drückte den Ball zum 1:2-Anschluss über die Linie. Plötzlich war Altenerding wieder im Spiel.
Die Euphorie hielt allerdings nicht lange an. Direkt nach dem Seitenwechsel stellte Taufkirchen den alten Abstand wieder her. Nach einem Ballverlust von Cardante im Mittelfeld spielten die Gäste schnell in die Tiefe. Zunächst schien die Situation kontrollierbar, doch als Senyoldas den Ball verfehlte, war erneut Manuel Scheidl zur Stelle. Der Torjäger lief alleine auf Toby Martin zu und ließ ihm beim 1:3 keine Chance.
Spätestens jetzt war klar: Es würde ein schwieriger Abend für die Gastgeber bleiben. Zwar versuchten die Veilchen in der Folge alles, um noch einmal zurückzukommen, doch anstatt geduldig Chancen herauszuspielen, verlor man sich zunehmend in Einzelaktionen. Immer wieder wollte man die Wende mit der Brechstange erzwingen – ein Ansatz, der gegen die zweikampfstarken Gäste kaum Erfolg versprach.
Taufkirchen kontrollierte die Schlussphase souverän und ließ defensiv kaum noch etwas zu. Die Gäste hätten das Ergebnis sogar noch höher gestalten können, vergaben jedoch weitere gute Möglichkeiten.
BSG-Coach Florian Körbl sprach nach der Partie von einem „hochverdienten Sieg, der sogar noch höher hätte ausfallen können“. Auch Altenerdings Trainer Wiam Takruri zeigte sich realistisch: „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf wider, da wir nicht an die Leistung aus dem ersten Spiel anknüpfen konnten.“
Trotz der Niederlage fand Takruri lobende Worte für seine Defensivspieler Risto Garbrecht und Renas Senyoldas, die trotz schwieriger Umstände mit großem Einsatz agierten.
Für die Veilchen gilt es nun, die individuellen Fehler abzustellen und im Offensivspiel wieder mehr als Mannschaft aufzutreten. Denn eines wurde an diesem Abend deutlich: Einsatz allein reicht nicht – wenn die Details nicht stimmen, wird es gegen clevere Gegner schwer.
Weitere Bilder vom Spiel

