Am Samstagmorgen traten die neu formierten D4-Junioren auswärts bei der zweiten Mannschaft des FC Schwaig an. Nach zuletzt drei Testspielen mit zwei Unentschieden und einer knappen Niederlage war bereits erkennbar, in welchen Bereichen noch Entwicklungspotenzial liegt. Vor allem in der Offensive gibt es noch Luft nach oben.

Das neue Konzept der D4 sieht vor, als eingespieltes und konstantes Team aufzutreten. Zum Kern aus dem Jahrgang 2013 gehören Torwart Paul Rossa, Marko Serdiuk, Antonio Dumitru und Simon Schachtl. Das Team wird durch Spielern des Jahrgangs 2014 erweitert: Dominik Bendl, Konstantin Volkert, Luis Woitzik, Michael Widmann, Nils Bagge, Tobias Huber, Yusuf Can Konak sowie Mika Goecke, der in Schwaig jedoch fehlte. Aus diesem 12 Mann Kader versuchen Trainer Franz Huber und Co-Trainer Friedemann Bagge eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen mit dem klaren Ziel, ohne externe Verstärkungen in der Liga bestehen zu können.

Pünktlich um 10 Uhr wurde die Partie bei bestem Fußballwetter in Schwaig angepfiffen. Für ein besonderes Rahmenprogramm sorgte ein A320, der direkt über den Sportplatz flog und vor allem die jüngeren Zuschauer kurzzeitig ablenkte. Auf dem Spielfeld selbst blieb der Fokus jedoch klar auf dem Geschehen.

Von Beginn an entwickelte sich ein intensives und umkämpftes Spiel, in dem schnell deutlich wurde, dass die Entscheidung vor allem über die Defensive fallen würde. Die ersten Offensivaktionen gehörten den Gästen: Dominik Bendl setzte Simon Schachtl in Szene, dessen Abschluss jedoch das Ziel verfehlte. Kurz darauf kam auch Antonio Dumitru zum Abschluss, traf den Ball aber nicht optimal, sodass der Torhüter problemlos klären konnte.

Im weiteren Verlauf kamen auch die Gastgeber zu ersten Chancen, doch Torwart Paul Rossa zeigte sich aufmerksam und parierte sicher. Das Spiel war geprägt von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, klare Torchancen blieben zunächst Mangelware. Abschlüsse aus der Distanz bestimmten das Bild: Dumitru verzog erneut, Tobias Huber setzte einen sehenswerten Schuss aus rund 20 Metern nur knapp über die Latte, und auch Schachtl blieb ohne Torerfolg.

Nach etwa 20 Minuten wurde Schwaig stärker und erspielte sich die erste große Chance der Partie. Ein Angreifer lief nach einem guten Zuspiel frei auf das Tor zu, scheiterte jedoch an Rossa, der stark reagierte. Kurz vor der Pause hatten die Gastgeber eine weitere Möglichkeit, doch der Abschluss vom Strafraumeck ging knapp am kurzen Kreuzeck vorbei. So blieb es zur Halbzeit beim 0:0. Trainer Huber zeigte sich mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft zufrieden, sah jedoch noch Verbesserungspotenzial im spielerischen Bereich.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild deutlich. Die Gastgeber übernahmen zunehmend die Kontrolle und setzten die SpVgg immer stärker unter Druck. Immer wieder rollten Angriffe auf das Tor von Paul Rossa zu, der nun deutlich mehr gefordert war als noch in der ersten Hälfte. Mit starken Paraden, gutem Stellungsspiel und viel Mut hielt er seine Mannschaft lange im Spiel.

Doch nicht nur der Torwart stand im Mittelpunkt – auch die Defensive arbeitete unermüdlich. Immer wieder war ein Abwehrbein dazwischen, Pässe wurden im letzten Moment abgefangen oder Schüsse geblockt. Die Veilchen verteidigten leidenschaftlich und stemmten sich mit allem, was sie hatten, gegen die zunehmende Überlegenheit der Gastgeber.

Mit fortlaufender Spielzeit wurde der Druck jedoch immer größer. Schwaig erspielte sich eine Reihe von Abschlüssen und drängte auf die Entscheidung. Für Trainer Huber wurde es an der Seitenlinie zunehmend nervenaufreibend, da seine Mannschaft kaum noch für Entlastung sorgen konnte und fast ausschließlich mit Defensivarbeit beschäftigt war.

Als sich bereits alles auf ein torloses Unentschieden einstellte, fiel in der Schlussminute doch noch die Entscheidung: Nach einer Flanke in den Strafraum fand der Ball eine freistehende Angreiferin in der Mitte, die den Ball im Tor unterbringen konnte und damit den späten Sieg für die Hausherren sicherte.

Die Veilchen versuchten in den letzten Sekunden noch einmal alles, doch ein letzter Angriff brachte keinen Erfolg mehr. Kurz darauf beendete der Schiedsrichter die Partie. Die Spieler aus Altenerding sanken erschöpft zu Boden. Sichtbar enttäuscht, aber auch gezeichnet von einem großen kämpferischen Einsatz.

Trainer Huber fand nach dem Spiel aufmunternde Worte und lobte die Moral sowie den Einsatz seiner Mannschaft. Viel Zeit zum Hadern bleibt jedoch nicht: Bereits in der kommenden Woche steht das Heimspiel gegen Steinkirchen II an. Bis dahin gilt es, in zwei intensiven Trainingseinheiten vor allem an der Offensive zu arbeiten.