Am Dienstagabend (21.04.26, 18:00 Uhr) starteten die Altenerdinger E3-Junioren auswärts in Lengdorf ins Punktspieljahr 2026 – und lieferten direkt ein Spiel, das man so schnell nicht vergisst. Neun Tore für den Gegner, sechs eigene Treffer, dazu Chancen im Minutentakt: Unterhaltung pur. Am Ende stand jedoch eine bittere 6:9-Niederlage gegen einen extrem effizienten Gastgeber.
Starker Beginn – und doch der Rückstand
Die Veilchen kamen perfekt in die Partie: Bereits in der 5. Minute brachte Benedikt Greinke seine Farben mit 0:1 in Führung – ein Auftakt nach Maß. Altenerding war sofort präsent, hatte Ballbesitz, Tempo und Kontrolle. Doch Lengdorf zeigte direkt, warum sie als unangenehmer Gegner gelten: Mit eiskalten Kontern drehten die Hausherren die Partie innerhalb kürzester Zeit auf 2:1. Ein Wirkungstreffer? Fehlanzeige. Die Veilchen reagierten stark. Julian Ehinger stellte in der 10. Minute auf 2:2, und erneut war es Greinke, der in der 21. Minute zur verdienten 2:3-Führung einschob. In dieser Phase spielte eigentlich nur Altenerding: druckvoll, spielerisch überlegen, mit mehreren hochkarätigen Chancen. Was fehlte? Die Konsequenz vor dem Tor. Entweder war der Abschluss nicht präzise genug – oder der Lengdorfer Keeper wuchs über sich hinaus. Und dann griff wieder die alte Fußballweisheit: Wer vorne liegenlässt, wird hinten bestraft. Lengdorf nutzte seine wenigen Chancen gnadenlos effizient und drehte das Spiel bis zur Pause auf 5:4.
Offener Schlagabtausch nach der PauseAuch nach dem Seitenwechsel blieb es ein wildes Spiel – allerdings mit dem besseren Momentum für die Gastgeber. Lengdorf machte genau da weiter, wo sie aufgehört hatten: konsequent im Umschaltspiel und brutal effizient vor dem Tor. Vor allem Husseck war kaum zu stoppen und stellte die Altenerdinger Defensive immer wieder vor große Probleme. Tor um Tor zog Lengdorf davon. Doch die Veilchen zeigten Moral. Mert Erdogan verkürzte in der 50. Minute mit einem starken Kopfball auf 8:5 – ein Treffer, der nochmal Hoffnung aufkeimen ließ. Altenerding versuchte weiterhin, Druck aufzubauen, spielte mutig nach vorne und gab sich zu keinem Zeitpunkt auf. Den Schlusspunkt aus Veilchen-Sicht setzte erneut Benedikt Greinke, der mit seinem Treffer zum 9:6-Endstand noch einmal seine starke Leistung unterstrich.
Fazit: Viel richtig gemacht – aber zu viel zugelassen
Unterm Strich steht eine Niederlage, die sich trotz sechs eigener Tore nicht gut anfühlt. Altenerding war über weite Strecken – besonders in der ersten Halbzeit – die spielbestimmende Mannschaft, ließ aber zu viele Chancen ungenutzt. Lengdorf hingegen spielte extrem zielstrebig und machte aus seinen Möglichkeiten fast immer etwas Zählbares. Diese Effizienz war letztlich der entscheidende Unterschied. Trotzdem: Die Leistung macht Mut. Offensiv präsent, spielerisch dominant und mit klar erkennbarer Struktur – darauf lässt sich aufbauen.
Ausblick
Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht: Bereits am kommenden Samstag steht das erste Heimspiel an – gegen Eitting. Mit der gezeigten Leistung und etwas mehr Konsequenz vor beiden Toren ist dort definitiv etwas drin.
Eins ist sicher: Langweilig wird es mit den Veilchen aktuell nicht.

