In wenigen Monaten endet bei der SpVgg Altenerding eine prägende Ära: Nach sieben Jahren wird Erfolgstrainer Pedro Locke sein Amt niederlegen. Eine Zeit, die den Verein nachhaltig verändert und sportlich wie strukturell auf ein neues Niveau gehoben hat. Gleichzeitig richtet sich der Blick klar nach vorne, denn mit dem 34-jährigen Stefan Huber steht sein Nachfolger bereits fest – ein Trainer, der für frische Impulse steht und gleichzeitig die erfolgreiche Entwicklung weiterführen soll.

Der Abschied von Locke erfolgt keineswegs überraschend, sondern ist das Ergebnis einer frühzeitig abgestimmten Planung. Bereits nach dem Ende der vergangenen Saison verständigten sich die Verantwortlichen und der Trainer darauf, ein letztes gemeinsames Jahr zu gehen. Eine Entscheidung, die von gegenseitigem Respekt und großer Wertschätzung getragen war und dem Verein die nötige Zeit gab, sich intensiv mit der Zukunft auseinanderzusetzen.

Rückblickend lässt sich die Bedeutung von Pedro Locke für die SpVgg Altenerding kaum hoch genug einordnen. Als er das Amt übernahm, befand sich der Verein nach dem Abstieg in die A-Klasse in einer sportlich schwierigen Situation. Es brauchte nicht nur fußballerisches Know-how, sondern auch die Fähigkeit, einer Mannschaft neues Selbstvertrauen und eine klare Identität zu geben. Genau das gelang Locke in beeindruckender Weise. Unter seiner Führung entwickelte sich das Team Schritt für Schritt, gewann an Stabilität und Qualität und krönte diesen Weg mit drei Aufstiegen in Folge. Die Rückkehr in die Bezirksliga war dabei nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein starkes Signal für den gesamten Verein und den Fußball im Landkreis Erding.

Abteilungsleiter Andreas Heilmaier blickt daher mit großem Respekt und Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück. Für ihn steht fest, dass die Entwicklung der vergangenen Jahre untrennbar mit dem Namen Locke verbunden bleibt. Ohne dessen Engagement und seine akribische Arbeit wäre der Verein heute nicht dort, wo er steht. Diese Erfolgsgeschichte wird auch über seinen Abschied hinaus ein zentraler Bestandteil der Identität der SpVgg Altenerding bleiben.

Parallel zum letzten gemeinsamen Jahr begann im Hintergrund bereits die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Die Verantwortlichen definierten ein klares Anforderungsprofil, das sowohl fachliche Kompetenz als auch menschliche Qualitäten in den Mittelpunkt stellte. Ziel war es, einen Trainer zu finden, der die Philosophie des Vereins versteht, weiterentwickeln kann und gleichzeitig neue Ideen einbringt. Mit Stefan Huber fiel die Wahl schließlich auf einen Kandidaten, der dieses Profil in den Augen der Verantwortlichen nahezu ideal erfüllt.

Sportlicher Leiter Jens Urbanczyk beschreibt den Entscheidungsprozess als bemerkenswert eindeutig. Schon im ersten Gespräch sei deutlich geworden, dass die Vorstellungen beider Seiten hervorragend zusammenpassen. Huber überzeugte nicht nur durch seine fachliche Herangehensweise, sondern auch durch seine klare Kommunikation und seine Begeisterung für die Aufgabe. Für die Verantwortlichen war schnell klar, dass er der richtige Mann ist, um die Mannschaft in die Zukunft zu führen.

Huber selbst ist im Landkreis Erding längst kein Unbekannter mehr. Bereits in der Saison 2021/2022 machte er als Trainer beim SV Eichenried auf sich aufmerksam, als ihm auf Anhieb der Aufstieg in die Kreisliga gelang. Doch damit nicht genug: Auch in der darauffolgenden Spielzeit stellte er seine Qualitäten unter Beweis, indem er mit dem Team den Klassenerhalt sicherte. Diese Erfahrungen haben ihn geprägt und ihm wichtige Impulse für seine weitere Entwicklung als Trainer gegeben.

Aktuell ist Huber als Co-Trainer beim Bezirksligisten FC Aschheim tätig und erlebt dort eine weitere erfolgreiche Phase seiner noch jungen Trainerlaufbahn. Gemeinsam mit Cheftrainer Vincenzo Contento arbeitet er an der Weiterentwicklung der Mannschaft, die aktuell im engen Rennen um den Aufstieg in die Landesliga steckt. Huber trägt dabei große Verantwortung, insbesondere im taktischen Bereich und im Coaching während der Spiele. Diese Aufgabenfülle ist für einen Co-Trainer keineswegs selbstverständlich und unterstreicht das Vertrauen, das ihm innerhalb des Teams entgegengebracht wird.

Trotz seines bevorstehenden Wechsels nach Altenerding stellt Huber unmissverständlich klar, dass sein voller Fokus bis zum letzten Spieltag dem FC Aschheim gilt. Die aktuelle Situation im Aufstiegskampf, in dem nur ein Punkt auf Tabellenführer VfB Forstinning fehlt, spornt ihn zusätzlich an. Sein Ziel ist es, sich im Idealfall mit dem Aufstieg in die Landesliga zu verabschieden – möglichst ohne den Umweg über die Relegation. Dabei wird deutlich, mit welcher Energie und welchem Ehrgeiz Huber seine Aufgaben angeht.

Die Entscheidung für den Wechsel zur SpVgg Altenerding fiel ihm dennoch schnell. Die Gespräche mit den Verantwortlichen hinterließen bei ihm einen durchweg positiven Eindruck. Besonders die Professionalität, mit der der Verein trotz seines Amateurstatus arbeitet, habe ihn beeindruckt. Die klare Struktur, die langfristige Ausrichtung und die spürbare Leidenschaft innerhalb der Abteilung hätten ihn letztlich überzeugt, diesen Schritt zu gehen.

Ein weiterer entscheidender Faktor war die Größe und Breite des Vereins. Mit über 30 Mannschaften und mehr als 70 Trainern im Spielbetrieb bietet die SpVgg Altenerding ein Umfeld, das weit über den klassischen Amateurbereich hinausgeht. Für Huber ist dies ein klares Zeichen für die Ambitionen des Vereins und gleichzeitig eine große Chance, aktiv an dessen Weiterentwicklung mitzuwirken. Besonders die Zusammenarbeit mit der Abteilungsleitung beschreibt er als äußerst positiv und von gegenseitigem Vertrauen geprägt.

Offenheit spielte auch im Umgang mit seinem aktuellen Verein eine zentrale Rolle. Huber informierte Cheftrainer Vincenzo Contento frühzeitig über das Angebot aus Altenerding. Die beiden verbindet nicht nur die gemeinsame Arbeit, sondern auch eine enge persönliche Freundschaft. Entsprechend groß war das Verständnis für Hubers Entscheidung, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen.

Neben seiner Trainerlaufbahn bringt Huber auch als ehemaliger Spieler wertvolle Erfahrungen mit. In seiner Jugend spielte er unter anderem in der U17-Bundesliga beim TSV 1860 München und gehörte damit zu den talentierten Nachwuchsspielern der Region. Später sammelte er weitere Erfahrungen beim SV Heimstetten sowie bei der SpVgg Unterhaching II, wo er Einblicke in den höherklassigen Fußball erhielt. Seine aktive Laufbahn wurde jedoch durch einen Kreuzbandriss jäh unterbrochen, ein Einschnitt, der letztlich auch den Übergang in den Trainerbereich beschleunigte.

Trotz dieses Rückschlags blieb Huber dem Fußball eng verbunden und fand im Trainerdasein eine neue Perspektive. Heute sieht er seine Stärken vor allem in der taktischen Arbeit und im Coaching, Bereiche, in denen er sich kontinuierlich weiterentwickelt hat. Eine Rückkehr als aktiver Spieler schließt er zwar nicht kategorisch aus, stellt jedoch klar, dass sein Fokus klar auf seiner Rolle als Trainer liegt.

Mit der Verpflichtung von Stefan Huber hat die SpVgg Altenerding eine wichtige Personalentscheidung frühzeitig getroffen und damit Planungssicherheit für die kommende Saison geschaffen. Gleichzeitig laufen im Hintergrund bereits die nächsten Schritte. In enger Abstimmung mit dem neuen Trainer arbeiten die Verantwortlichen an der Zusammenstellung des künftigen Trainerteams sowie an möglichen Verstärkungen im Kader.

Huber selbst hat sich bereits bei Spielbeobachtungen ein erstes Bild von der Mannschaft gemacht und zeigt sich von deren Qualität überzeugt. Der Kader sei gut aufgestellt, sodass es vor allem darum gehe, gezielt nachzubessern und die vorhandenen Stärken weiter auszubauen. Die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen laufen bereits, ebenso wie die Planungen für den Staff, der zeitnah präsentiert werden soll.

Die SpVgg Altenerding unterstreicht mit diesem strukturierten Vorgehen einmal mehr ihren hohen Stellenwert im regionalen Fußball. Der Verein gilt im Landkreis Erding als ambitionierte Adresse mit klarer Ausrichtung und einer starken Basis im Jugend- und Herrenbereich. Der anstehende Trainerwechsel fügt sich nahtlos in dieses Bild ein und zeigt, dass man nicht nur kurzfristig denkt, sondern langfristig plant.

Wenn Pedro Locke am Ende der Saison sein Amt übergibt, wird er einen Verein hinterlassen, der gefestigt, ambitioniert und voller Perspektiven ist. Mit Stefan Huber steht bereits ein Nachfolger bereit, der diese Entwicklung fortführen und gleichzeitig eigene Akzente setzen möchte. Damit ist alles angerichtet für ein neues Kapitel – eines, das die Erfolgsgeschichte der SpVgg Altenerding weiterschreiben soll.