Aufstellung:
1. Jonas Pamer, 2. Nessim Mahsas (46. Alexander Weiher), 3. Ridwan Bello (82. Advam de Oliveira), 4. Ajdin Nienhaus (70. Nihad Mujkic), 5. Christoph Luberstetter, 6. Pedro Flores, 7. Leart Bilalli, 8. Samuel Kronthaler (78. Lukas Rymas), 9. Leonardo Tunjic, 10. Jannik Obermaier (46. Juan Gomez), 11. Marco Baumann
Torschützen:
2:1 Pedro Flores (51.)
2:1 Leart Bilalli (83.)
Gelbe Karten:
Marco Baumann
Leonardo Tunjic
Leart Bilalli
Pedro Flores
Zeitstrafen:
keine
Gelb-Rote Karten:
keine
Rote Karten:
keine
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
120
Spielbericht:
Bitterer Nackenschlag in letzter Sekunde – SpVgg Altenerding steht trotz großer Moral mit leeren Händen da
Es war ein Abend, der für die Bezirksligakicker der SpVgg Altenerding kaum schmerzhafter hätte enden können. Nach einer leidenschaftlichen Aufholjagd beim TSV Gaimersheim sanken die Veilchen nach dem Schlusspfiff enttäuscht und ausgepumpt zu Boden. Der verdiente Lohn für eine starke zweite Halbzeit blieb aus – stattdessen kassierte die Elf von Trainer Pedro Locke in der Nachspielzeit den bitteren Knock-out und musste sich nach einem offenen Schlagabtausch unglücklich mit 2:3 geschlagen geben.
Dabei hatte die Partie für die Semptstädter durchaus vielversprechend begonnen. Von der ersten Minute an trat Altenerding mutig und engagiert auf, übernahm sofort die Initiative und setzte die Gastgeber früh unter Druck. Gaimersheim wirkte in der Anfangsphase überrascht, agierte überwiegend reaktiv und fand kaum Zugriff auf das Spiel. Die Veilchen bestimmten das Geschehen, schafften es jedoch nicht, ihre Überlegenheit in zählbares Kapital umzuwandeln.
Erst nach neun Minuten meldeten sich die Hausherren erstmals offensiv an. Ein Distanzschuss von Philipp Stipic aus rund 20 Metern stellte jedoch keine Gefahr für das Altenerdinger Tor dar und segelte deutlich über das Gehäuse. Dennoch wirkte dieser erste Abschluss wie ein Weckruf für den TSV. Mit zunehmender Spieldauer gewannen die Gastgeber an Sicherheit, übernahmen mehr und mehr die Kontrolle und drehten das Momentum auf ihre Seite.
Die erste ernstzunehmende Möglichkeit der Gaimersheimer folgte nach 22 Minuten. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf gelangte der Ball in den Strafraum, wo Ridwan Bello zunächst per Kopf klären konnte. Die Kugel landete jedoch bei Nicolae Nechita, der von der Strafraumgrenze volley abzog, den Ball aber ebenfalls deutlich zu hoch ansetzte.
Auf der anderen Seite hätte Altenerding nach einer halben Stunde beinahe den perfekten Moment erwischt. Über Marco Baumann, Jannik Obermaier und Pedro Flores kombinierten sich die Gäste sehenswert nach vorne. Leart Bilalli legte uneigennützig quer auf Ajdin Nienhaus, der aus halbrechter Position abzog – doch sein Abschluss strich nur haarscharf am Gaimersheimer Tor vorbei.
Im direkten Gegenzug folgte die kalte Dusche. Nach einem von Benjamin Anikin scharf hereingezogenen Eckball von der linken Seite kam es im Fünfmeterraum zu einem Körperkontakt zwischen Torhüter Jonas Pamer und einem Gaimersheimer Spieler. Während Pamer zu Boden ging, segelte der Ball an den langen Pfosten, wo Luca Mancini sträflich frei stand und mühelos zur 1:0-Führung einköpfen konnte.
Noch vor der Pause setzte es den nächsten Rückschlag. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte schaltete Gaimersheim blitzschnell um. Mancini spielte den Ball sofort in die Spitze, wo die hochstehende Altenerdinger Defensive überrascht wurde. Benjamin Anikin startete wohl noch aus der eigenen Hälfte, lief von der Mittellinie allein auf Pamer zu und blieb eiskalt – 2:0 für die Hausherren.
Der TSV hatte nun klar Oberwasser und hätte kurz vor der Pause beinahe für die Vorentscheidung gesorgt. Diesmal setzte sich Stipic im Mittelfeld gegen drei Altenerdinger Verteidiger durch und tauchte frei vor Pamer auf. Doch der SVA-Schlussmann zeigte seine Klasse und hielt sein Team mit einer überragenden Parade im Spiel.
In der Halbzeitpause reagierte Trainer Pedro Locke nicht nur personell, sondern fand offenbar auch die richtigen Worte. Seine Mannschaft kam wie verwandelt aus der Kabine und zeigte sofort, dass sie sich keineswegs aufgegeben hatte.
Bereits kurz nach Wiederbeginn setzte Pedro Flores mit einem Warnschuss das erste Ausrufezeichen, doch Gaimersheims Keeper Benedikt Leixner war noch zur Stelle und parierte glänzend. Zwei Minuten später war aber auch er machtlos. Samuel Kronthaler brachte den Ball von der linken Seite scharf nach innen, die Hereingabe wurde noch entscheidend abgefälscht und landete genau vor den Füßen von Flores. Aus rund 15 Metern zog der Offensivmann mit voller Wucht ab und jagte den Ball unhaltbar in den Winkel – nur noch 2:1.
Altenerding war nun voll im Spiel. Allerdings hätte Gaimersheim den alten Abstand fast postwendend wiederhergestellt. Nach einer Flanke von links kam Dominic Raimann zum Kopfball, doch diesmal war es Flores selbst, der in der Defensive seinen enormen Wert unter Beweis stellte und auf der Torlinie rettete.
Nur wenig später mussten die Gäste erneut zittern. Nach einem Foulspiel von Bilalli bekam der TSV einen Freistoß aus rund 22 Metern zugesprochen. Raimann zirkelte den Ball sehenswert über die Mauer, doch der Pfosten rettete für Altenerding.
Im Anschluss übernahmen die Veilchen wieder zunehmend das Kommando. Sie drängten auf den Ausgleich, kamen immer wieder bis an den Strafraum heran, fanden jedoch zunächst keine Lücke für den entscheidenden Abschluss. Gaimersheim konnte sich nur noch sporadisch befreien, blieb aber vor allem bei Standards gefährlich. So verfehlte ein Kopfball von Stipic nach einer Freistoßflanke von Denis Janjic das Ziel nur knapp.
Doch der Glaube an einen Punktgewinn blieb bei Altenerding ungebrochen – und wurde in der 83. Minute belohnt. Nach einem abgefangenen Angriff des TSV spielte Marco Baumann einen perfekten Ball über die Abwehrkette. Benedikt Leixner musste aus seinem Kasten eilen, kam gegen Leart Bilalli jedoch einen Schritt zu spät. Der Altenerdinger Torjäger reagierte blitzschnell und spitzelte das Leder am Keeper vorbei ins verwaiste Tor – 2:2.
In der Schlussphase wollten beide Mannschaften mehr als nur das Remis. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem vor allem Gaimersheim bei ruhenden Bällen brandgefährlich blieb. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit krachte ein Schuss von Stipic an die Latte, ehe die Altenerdinger Defensive mit vereinten Kräften klären konnte.
Doch in der fünften Minute der Nachspielzeit folgte der endgültige Schock. Im Mittelfeld verlor Altenerding den Ball, Gaimersheim schaltete blitzschnell um. Über die linke Seite wurde Philipp Stipic in Szene gesetzt, der den Ball flach ins Zentrum spielte. Dort stand Dennis Huettinger goldrichtig und drückte das Zuspiel aus kurzer Distanz unhaltbar für Jonas Pamer zum 3:2-Siegtreffer über die Linie.
So blieb den Veilchen trotz großer Moral, Kampfgeist und einer beeindruckenden Aufholjagd am Ende nichts Zählbares. Statt des erhofften Befreiungsschlags musste Altenerding einen weiteren bitteren Rückschlag hinnehmen. Eine Niederlage, die besonders weh tut – weil sie so spät kam und weil die Mannschaft sich nach einer starken zweiten Halbzeit zumindest einen Punkt redlich verdient gehabt hätte.
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