Aufstellung:
1. Jonas Pamer, 2. Christian Schulz, 3. Valentin Schachtl (61. Patrick Lisiwiecz / 87. Niklas Ostermaier), 4. Florian Ammon, 5. Rene Feuker, 6. Daniel Brunner, 7. Emilio Polsfuss (68. Diego Baltus),  8. Niklas Ostermaier (75. Tiago Cardante), 9. Markus Felsner (37. Adrian Felsner), 10. Nick-Luis Polfuss, 11. Sebastian Pöschl (78. Vitor Guedes)

Torschützen:
0:1 Emilio Polsfuss (22.)
1:2 Sebastian Pöschl (77.)

Gelbe Karten:
Emilio Polsfuss
Patrick Lisiwiecz

Zeitstrafen:
keine

Gelb-Rote Karten:
keine

Rote Karten:
keine

Besondere Vorkommnisse:
Emilio Polsfuss verschießt einen Elfmeter (13. / Emilio Polsfuss)
Tiago Cardante verschießt einen Elfmeter (77. / Patrick Lisiwiecz)

Zuschauer:
110

Spielbericht:
Ein hartes Stück Arbeit mussten die Kicker der dritten Herrenmannschat verrichten, ehe der knappe, aber zweifellos hochverdiente 2:1-Auswärtssieg der SpVgg beim Tabellenschlusslicht SG Hohenpolding II/Neufraunhofen IV unter Dach und Fach war.

Die Veilchen trafen einen sehr engagierten und kampfstarken Gegner, der alles in die Waagschale war und den Veilchen mit enormem Willen und hoher Einsatzbereitschaft alles abverlangte. Freilich war der knappe Ausgang der Partie auch der sehr schwachen Chancenauswertung der Gäste geschuldet, so dass die Partie bis zum Schluss spannend blieb.

Den ersten Abschuss hatten die Gastgeber. Als sich Michael Huber nach einem Pass auf der rechten Angriffsseite gegen Christian Schulz durchsetzte, brachte er den Ball ins Zentrum, wo Hans Sieve dann aus gut 25 Metern abzog, doch zum Glück ging der Ball einen Meter rechts am Tor vorbei (2.).

Dieser Warnschuss wirkte, denn fortan übernahmen die Veilchen das Kommando und drängten auf den Führungstreffer, der aber nicht fallen wollte.

Nach zehn Minuten steckte Emilio Polsfuss das Leder mustergültig durch die Schnittstelle, so dass der überzeugende Sebastian Pöschl frei auf das Tor zulief, doch beim Abschluss scheiterte er an Keeper Patrick Kriegenhofer, der mit eine starken Fußabwehr den frühen Rückstand seines Teams verhindern konnte.

Nur zwei Minuten später zeigte der Keeper, der im Laufe der Partie zum besten Akteur seiner Mannschaft wurde, erneut seine Klasse. Nach einem Pass von Niklas Ostermaier konnte sich Pöschl am Flügel gegen seinen Gegenspieler durchsetzen, und legte dann von der Grundlinie schön auf Rene Feuker zurück, doch dessen Schuss aus 13 Metern konnte von Kriegenhofer stark abgewehrt werden.

Doch eine Minute später lag der Führungstreffer doch in der Luft. Nach einem langen Ball nach vorne, konnte sich Emilio Polsfuss im Laufduell gegen Martin Angermaier durchsetzen und lief in den Strafraum. Dort wurde er vom Abwehrspieler der Hausherren von hinten zu Boden gestoßen, so dass der Referee zu Recht auf den Punkt zeigte.

Der Gefoulte übernahm selbst die Verantwortung, zielte jedoch zu ungenau, so dass die Kugel knapp am rechten Torpfosten vorbeiging.


Doch wenig später war es dem Torjäger dann doch vorbehalten, für die längst überfällige Führung seiner Farben zu sorgen. Nachdem er auf der rechten Seite das Leder erhielt, setzte er sich im Duell gegen zwei Abwehrspieler durch und ließ Kriegenhofer schließlich mit einem Schuss ins lange Eck endlich das Nachsehen (22.).

Auch nach diesem Tor blieb die SpVgg am Drücker und wäre nur kurz darauf fast zum zweiten Treffer gekommen. Nach einer kurz ausgeführten Ecke zog Emilio Polsfuss das Leder ins Zentrum. Zunächst wurde die Hereingabe verfehlt, doch Pöschl setzte nach, eroberte sich den Ball und machte die Kugel mit seiner Hereingabe nochmals scharf, doch der in der Mitte stehende Ostermaier traf das Leder nicht richtig, so dass es um Haaresbreite am langen Eck vorbeiging (24.).

Nach 36 Minuten lag erneut das 2:0 in der Luft. Diesmal spielte Markus Felsner das gekonnt aus dem Mittelfeld in den Lauf des agilen Emilio Polsfuss, der auf dem Flügel erneut nicht gestellt werden konnte. Als er dann nach innen zog und trocken abzog, hatte Kriegenhofer Glück, dass der Flachschuss knapp am kurzen Eck vorbei ging, denn hier hätte der Keeper keine Abwehrchance gehabt.

Das Auslasen dieser Chance hätte sich dann sechs Minuten vor der Pause fast gerächt. Nach einer Freistoßflanke von Angermaier brachten die Gäste das Leder nicht aus der Gefahrenzone und als eine Hereingabe den am langen Pfosten völlig freistehenden Korbinian Selmaier erreichte, schien der Ausgleichstreffer unvermeidbar, doch der Außenverteidiger schoss aus zwei Metern Entfernung am leeren Tor vorbei.

Im Gegenzug brannte es dann schon wieder auf der anderen Seite. Als die Hausherren einen Flankenball von Schulz nicht entscheidend abwehren konnte, spielte Valentin Schachtl die Kugel auf den rechts freistehenden Emilio Polsfuss, der jedoch bei seinem Abschluss abermals an Kriegenhofer scheiterte.

Und dann stellten die Gastgeber unmittelbar vor der Pause den Spielverlauf mit dem Ausgleichstreffer auf den Kopf. Abermals konnte man nach einer Hereingabe nicht konsequent klären und als dann ein SG-Akteur abzog, hatte er das Glück, dass der Ball, der neben das Gehäuse gegangen wäre, beim freistehenden Michael Huber landete, der seinen Fuß in den Schuss hielt, und die Richtung des Balles somit entscheidend veränderte, so dass der bis dahin beschäftigungslose Keeper Jonas Pamer keine Abwehrmöglichkeit hatte.

Noch vor der Pause hätten die Veilchen fast die passende Antwort gefunden. Nach einem Pass von Adrian Felsner ging Emilio Polsfuss abermals an Angermaier vorbei und hatte schließlich nur noch Kriegenhofer vor sich, doch erneut hatte er sein Visier schlecht eingestellt, schoss links am Tor vorbei, so dass es mit einem Remis in die Halbzeit ging.

Auch nach der Pause änderte sich wenig am Spielverlauf und schon nach drei Minuten hatte die SpVgg wieder eine gute Chance, um wieder in Front zu gehen, doch ein Kopfball von Ostermaier nach Flanke von Polsfuss verfehlte das Ziel haarscharf.

Die nächste Möglichkeit gehörte wieder der SpVgg, denn nach einem Zuspiel von Ostermaier ging Emilio Polsfuss von der rechten Seite frei in den Strafraum, doch der abschließende Schuss ging leider nur ins Außennetz des kurzes Eckes (55.).

Drei Minuten später kamen dann die Gastgeber zum ersten Abschluss im zweiten Durchgang, der jedoch sehr gefährlich war. Nach einem Zuspiel von Huber konnte sich Kilian Franke im Zweikampf gegen Schachtl behaupten und kam dann im Strafraum zum Schuss, doch zum Glück ging der Ball knapp am langen Eck vorbei.

Wenig später gab es dann eine unschöne Szene, denn der nach vorne laufende Emilio Polsfuss wurde von Michael Huber rüde mit offener Sohle von hinten in die Wade getreten, so dass er verletzungsbedingt vom Platz musste. Der Unparteiische schätzte die Situation leider falsch ein, denn anstatt die zwingend notwendige Rote Karte zog, beließ es bei einer Zeitstrafe.

Vier Minuten später hatten die Veilchen abermals Pech, denn nach einer Ecke nahm Ostermaier die Hereingabe volley, scheiterte diesmal aber leider am Pfosten (72.).

Die Gastgeber übertrieben nun die Härte, so dass, diesmal nach einem Foul von Leon Winterer an Rene Feuker – die nächste Zeitstrafe erfolgt. Diese Überzahlsituation konnten die Gäste dann endlich zum erlösenden zweiten Treffer nutzen.

Nach einem Pass auf die rechte Seite zog Patrick Lisiewicz entschlossen in den Strafraum ein und wurde erneut von Angermaier an der Grundlinie unfair zu Fall gebracht, so dass der Unparteiische sofort auf Elfmeter entschied. Allerdings sprach er gegen den Abwehrspieler, der schon beim ersten Strafstoß verwarnt wurde, diesmal aus unerfindlichen Gründen keiner persönliche Strafe aus, so dass hier erneute kein Platzverweis verhängt wurde.

Zu allem Überfluss setzte Tiago Cardante den Strafstoß nur an den linken Pfosten. Jedoch landete der Abpraller beim Pöschl, der dann seine starke Leistung krönte und das Leder gegen die Laufrichtung von Torhüter Kriegenhofer zur vielumjubelten 2:1-Führung im Netz unterbrachte (77.).

Vier Minuten vor dem Ende hätten die Veilchen den Sack dann zumachen müssen. Als Diego Baltus das Leder aus den eigenen Strafraum nach vorne geschlagen hatte, verfehlte ein an der Mittellinie stehender Abwehrspieler den Ball, so dass Adrian Felsner alleine auf das Tor zuging, doch erneut war es Schlussmann Kriegenhofer, der seine Elf mit einer weiteren starken Parade im Spiel hielt.

Aber letztlich brachte man dann den knappen Vorsprung doch ins Ziel, denn die Gastgeber kamen zu keiner weiteren nennenswerten Tormöglichkeit, so dass die Erleichterung groß war, als der Unparteiische nach einer fünfminütigen Nachspielzeit ein hitziges Spiel abgepfiffen hatte.

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