Aufstellung:
1. Günter Zollner, 2. Christian Schulz, 3. Vitor Guedes, 4. Florian Ammon, 5. Diego Baltus, 6. Miguel Cardante, 7. Emilio Polsfuss (84. Nobel Tesfamichael), 8. Nick-Luis Polsfuss, 9. Tarik Mahjoub (67. Hassan Attar / 83. Tarik Mahjoub), 10. Rene Feuker, 11. Ramo Pevriz (33. Valentin Schachtl / 56. Ramo Pevriz / 92. Emilio Polsfuss)
Torschützen:
1:0 Emilio Polsfuss (8.)
2:0 Valentin Schachtl (54.)
Gelbe Karten:
Miguel Cardante
Nick-Luis Polsfuss
Noh Tesfamichael
Zeitstrafen:
keine
Gelb-Rote Karten:
keine
Rote Karten:
Vitor Guedes (41. / grobes Foulspiel)
Besondere Vorkommnisse:
keine
Zuschauer:
80
Spielbericht:
Mit einer leidenschaftlichen Energieleistung und beeindruckender Moral hat die dritte Mannschaft der SpVgg Altenerding das Lokalderby gegen den FC Langengeisling III mit 2:1 für sich entschieden. Trotz einer über 60 Minuten andauernden Unterzahl retteten die Veilchen einen knappen und zugegebenermaßen auch etwas glücklichen Sieg über die Zeit – und bleiben damit weiter in Schlagdistanz zur Spitzengruppe.
Die Gäste aus Langengeisling kamen gut in die Partie und drängten der SpVgg ihr Spiel auf. Nach sechs Minuten musste man auf Seiten der Veilchen erstmals tief durchatmen, doch zum Glück war Andreas Herrndier bei einem schönen Steckpass von Florian Gaigl einen Schritt zu früh gestartet, sodass er vom Unparteiischen aufgrund einer knappen Abseitsstellung zu Recht zurückgepfiffen wurde.
Nur wenig später kam dann der Ex-Altenerdinger Steve Zimmermann im Strafraum aus halblinker Position zum Abschluss, doch sein Schuss ging zum Glück sehr zentral auf das Tor, sodass Schlussmann Günter Zollner wenig Mühe hatte, den Ball zu parieren.
Besser machten es die Hausherren, und nach acht Minuten führte der erste Abschluss sofort zum Führungstreffer für Altenerding. Als Emilio Polsfuss auf der rechten Seite unfair zu Fall gebracht wurde, legte er sich selbst das Leder zur Ausführung des fälligen Freistoßes zurecht.
Er schlug die Kugel scharf vor das Tor, und als die Hereingabe von Freund und Feind verfehlt wurde, kam auch der Abwehrversuch des Langengeislinger Torhüters Moritz Petermeier zu spät, sodass der Ball vom Innenpfosten des langen Ecks ins Netz sprang.
Aber auch dieser Führungstreffer gab den Gastgebern keine Ruhe, denn die Gäste blieben das aktivere Team und hatten deutlich mehr Ballbesitz. Allerdings stand die Defensive der Gastgeber sehr stabil, sodass die ganz klaren Chancen rar waren.
Einzig zwei individuelle Fehler – einmal bei einem verunglückten Abstoß von Schlussmann Zollner und ein weiteres Mal bei einem Abspielfehler des ansonsten überragend agierenden Rene Feuker – verhalfen dem FCL zu guten Ausgleichsmöglichkeiten. Doch zum Glück trafen die Angreifer des Lokalrivalen jeweils die falschen Entscheidungen, sodass sie daraus kein Kapital schlagen konnten.
Nach 27 Minuten hätten die Gastgeber dann fast den zweiten Treffer nachgelegt, denn nach einem mustergültigen Steckpass von Emilio Polsfuss kam Tarik Mahjoub frei vor Torhüter Petermeier zum Abschluss. Doch der Angreifer fand seinen Meister im Keeper, der mit einer Fußabwehr das 0:2 verhindern konnte.
Im Gegenzug brannte es dann auf der anderen Seite. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau konnte die daraus resultierende Flanke nicht entscheidend geklärt werden, sodass Herrndier an der Strafraumkante zum Schuss kam. Doch mit einer starken Parade verhinderte Zollner den Ausgleich.
Wenig später nahm Trainer Andreas Heilmaier den ersten Wechsel vor: Der im ersten Durchgang glücklose Ramo Pevriz machte für Comebacker Valentin Schachtl Platz. Der Coach bewies ein glückliches Händchen, denn nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung markierte der Youngster das 2:0.
Diesmal spielte Mahjoub einen herrlichen Steckpass, und als Schachtl vor dem aus seinem Tor stürmenden Petermeier an den Ball kam, schob er sicher zum 2:0 ein (34.).
Zwei Minuten später drohte dann aber der Anschlusstreffer. Als Martin Linz eine Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld vor das Tor schlug, kam Steve Zimmermann vor Zollner an die Kugel, doch seine Volleyabnahme ging wenige Zentimeter über die Latte.
Vier Minuten vor dem Seitenwechsel kam dann Vitor Guedes bei einer Grätsche gegen Herrndier etwas zu spät und brachte den Langengeislinger Angreifer rüde zu Fall, sodass der Referee aufgrund des groben Foulspiels die Rote Karte aus der Gesäßtasche zog.
Trotz allem wäre der SpVgg unmittelbar vor dem Pausenpfiff fast der dritte Treffer geglückt. Nach einem Zuspiel von Miguel Cardante leitete Mahjoub sofort weiter auf Emilio Polsfuss. Der Mittelfeldakteur ließ mit seinem Tempo noch zwei Gegenspieler stehen, konnte die schöne Einzelleistung jedoch nicht krönen, denn allein vor Petermeier stehend scheiterte er am Keeper, der erneut mit einer starken Fußabwehr klären konnte.
Nach Wiederbeginn entwickelte sich eine Abwehrschlacht, denn die Gäste drängten mit Vehemenz auf den Anschlusstreffer. Die Abwehrkette um Diego Baltus, Florian Ammon, Christian Schulz und Rene Feuker – der nach dem Platzverweis gegen Guedes in die Viererkette gerutscht war – leistete Schwerstarbeit und wurde dabei auch vom gut arbeitenden Mittelfeld um die Gebrüder Polsfuss, Valentin Schachtl und später auch von Ramo Pevriz, der nach seiner Rückwechslung eine deutlich stärkere Leistung als im ersten Durchgang zeigte, glänzend unterstützt.
Freilich konnte man nicht alles wegverteidigen, und in der 51. Minute war auch das Glück auf Seiten der SpVgg. Als Martin Linz von der linken Seite in den Strafraum lief, ging er im Zweikampf gegen Baltus zu Fall. Die Gäste reklamierten lautstark auf Elfmeter, doch der Referee ließ die Partie weiterlaufen. Jonas Schneider fackelte nicht lange, hatte aber Pech, dass die Kugel nur an den Pfosten ging.
Wenig später wurde eine Flanke des FCL unglücklich verlängert, sodass Herrndier aus guter Position zum Abschluss kam. Doch Zollner war erneut zur Stelle und fing sicher (58.).
Nun rollten die Angriffe der Gäste fast ohne Unterbrechung auf das Altenerdinger Tor, und als Zimmermann bei einem weiten Ball erneut vor Zollner an die Kugel kam, hatten die Veilchen Glück, dass der Keeper gerade noch mit der Hand an den Ball kam, sodass die Kugel rechts am Tor vorbeiging (66.).
Der daraus resultierende Eckball landete schließlich bei Julian Block, doch dessen Direktabnahme ging doch deutlich links am Tor vorbei.
Als die Gäste dann mehr und mehr ihre Defensive opferten und auf eine Dreierkette umstellten, ergaben sich für die SpVgg gute Konterchancen, die jedoch nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Zweimal lief Pevriz von der linken Seite frei in den Strafraum, übersah dabei jedoch seine besser positionierten Mitspieler im Zentrum, sodass er bei seinen Abschlüssen am gut reagierenden Petermeier scheiterte, der damit seine Farben im Spiel hielt.
Auf der anderen Seite verzweifelten die Geislinger: Trotz der drückenden Überlegenheit gelang es ihnen nicht mehr, sich klare Torchancen zu erspielen. Fernschüsse und hohe Flanken blieben wirkungslos, da die gut gestaffelte Abwehr der SpVgg nahezu jede Hereingabe klären konnte.
Acht Minuten vor dem Ende hätten die Gastgeber dann fast den Sack zugemacht. Nach einer Ecke kam Nick-Luis Polsfuss aus 16 Metern zum Abschluss, doch Petermeier klärte erneut stark.
In der 88. Minute hätte Hassan Attar nach einem starken Pass von Miguel Cardante die Partie entscheiden müssen. Er lief von der Mittellinie frei auf das Tor zu, doch erneut klärte Petermeier bravourös.
Als die Gäste dann in der Schlussminute verkürzten, wurde es noch einmal spannend. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Martin Linz zum Kopfball und erzielte den 1:2-Anschlusstreffer.
Zunächst verhängte der Unparteiische eine sechsminütige Nachspielzeit, in der die Geislinger alles nach vorne warfen, jedoch kein Mittel fanden, sich große Chancen zu erspielen. Zwar kombinierte man sich mehrfach in den Strafraum, doch die vielbeinige Abwehr der SpVgg konnte immer wieder klären.
Als dann von außerhalb des Spielfeldes viel Unruhe aufkam, unterbrach der Referee die Partie und verwies einige Zuschauer der Sportanlage.
So dauerte das Spiel deutlich länger als die ursprünglich angezeigte Nachspielzeit. Nach insgesamt 105 Minuten hatte das Zittern schließlich ein Ende, und die Gastgeber konnten einen hart erkämpften Derbysieg feiern.
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