Aufstellung:
1. Toby Martin, 2. Christian Schulz, 3. Vitor Guedes, 4. Noh Tesfamichael, 5. Moritz Martin (46. Abel Fernandez), 6. Rene Feuker, 7. Emilio Polsfuss,  8. Miguel Cardante, 9. Tiago Cardante (69. Markus Felsner), 10. Nick-Luis Polfuss, 11. Adrian Felsner

Torschützen:
1:0 Rene Feuker (30.)
2:1 Adrian Felsner (81.)

Gelbe Karten:
Rene Feuker
Noh Tesfamichael
Miguel Cardante

Zeitstrafen:
keine

Gelb-Rote Karten:
keine

Rote Karten:
keine

Besondere Vorkommnisse:
keine

Zuschauer:
60

Spielbericht:

Derby-Krimi in Altenerding: SpVgg ringt Türk Gücü mit 2:1 nieder

Im heimischen Sepp-Brenninger-Stadion entwickelte sich ein intensives und emotional geführtes Derby, in dem sich die B-Klasse-Mannschaft der SpVgg Altenerding am Ende mit 2:1 gegen den Lokalrivalen Türk Gücü durchsetzen konnte. Der Sieg war hart erarbeitet, aber unter dem Strich verdient – auch wenn eine strittige Szene das Spiel zwischenzeitlich ordentlich anheizte.


Frühe Chancen auf beiden Seiten

Die Partie begann direkt mit Tempo. Bereits nach drei Minuten bot sich den Hausherren die große Möglichkeit zur Führung, nachdem ein Ballverlust von Salih Ünlü eine Überzahlsituation eröffnete. Doch der finale Pass von Adrian Felsner auf Tiago Cardante wurde im letzten Moment noch abgefangen.

Auch die Gäste meldeten sich früh zu Wort: Nach einem Foul von Christian Schulz brachte Berhan Tas einen gefährlichen Freistoß aufs Tor, den SpVgg-Keeper Toby Martin stark entschärfte (6.).

In der Folge übernahm Altenerding zunehmend die Kontrolle. Emilio Polsfuss und Tiago Cardante sorgten mehrfach für Gefahr, scheiterten jedoch am glänzend reagierenden Gästekeeper Vincent Krosse. Besonders in der 13. Minute verhinderte dieser nach einer flachen Hereingabe von Christian Schulz mit einer Fußabwehr gegen Cardante den Rückstand.


Feuker bringt die SpVgg in Führung

Nach mehreren vergebenen Chancen war es dann in der 30. Minute soweit: Eine präzise Freistoßflanke von Miguel Cardante fand Rene Feuker, der im Zentrum sträflich frei stand und per Kopf zur verdienten 1:0-Führung einnickte.


Doch Türk Gücü ließ sich davon keineswegs beeindrucken. Vor allem Berhan Tas wurde immer wieder zum Unruheherd. Kurz vor der Pause verhinderte Martin mit einer starken Parade gegen Miran Djaferi den Ausgleich. Wenig lente Martin einen weiteren Freistoß von Tas glänzend an die Latte, und das Glück, das man in solchen Spielen eben auch braucht, war Sekunden später wieder hold, denn Ismail Öztürk köpfte den vom Querbalken abprallenden Ball über das Tor.

Druckphase der Gäste nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste den Druck deutlich. Tas prüfte erneut mehrfach den gut aufgelegten Martin, der sich an diesem Tag als sicherer Rückhalt präsentierte. Auch Ismail Öztürk scheiterte mit einem gefährlichen Abschluss.

Altenerding blieb dennoch gefährlich, vor allem über den umtriebigen Emilio Polsfuss. In der 61. Minute zog er nach innen, verfehlte das Tor aber knapp.


Der Aufreger des Spiels

In der 70. Minute wurde es dann hitzig: Nach starkem Defensivverhalten wurde Emilio Polsfuss im eigenen Strafraum klar von hinten gefoult – der Pfiff blieb jedoch aus. Stattdessen lief die Szene weiter. Zunächst konnte Martin den Torschuss wieder abwehren, doch über Umwege kam Emre Yavuz zum Abschluss und erzielte mit einem Schuss in das kurze Eck den Ausgleich zum 1:1.

Eine klare Fehlentscheidung, die selbst bei den Gästen für Verwunderung sorgte – und die Emotionen auf beiden Seiten hochkochen ließ.


Felsner sorgt für die Entscheidung

Die Antwort der Hausherren ließ jedoch nicht lange auf sich warten. In der 81. Minute setzte sich Emilio Polsfuss erneut stark auf der rechten Seite durch und bewies Übersicht. Seine perfekte Hereingabe fand Adrian Felsner am langen Pfosten, der eiskalt zum 2:1 vollendete.


Zittern bis zum Schluss

In der Schlussphase warf Türk Gücü noch einmal alles nach vorne. Doch entweder war Toby Martin zur Stelle oder das nötige Quäntchen Glück auf Seiten der Gastgeber. Die letzte Ecke der Gäste – getreten von Ismail Öztürk – segelte gefährlich durch den Fünfmeterraum, fand jedoch keinen Abnehmer, so dass der drohende Ausgleich zum Glück nicht mehr fiel.

Kurz darauf war Schluss – und die SpVgg Altenerding durfte sich über einen hart erkämpften Derbysieg freuen.


Fazit

Ein echtes B-Klassen-Derby: intensiv, emotional, teilweise chaotisch – und genau deshalb so unterhaltsam. Altenerding hatte über weite Strecken die besseren Chancen, musste aber aufgrund einer klaren Fehlentscheidung zwischenzeitlich zittern. Am Ende setzte sich jedoch die Mannschaft durch, die den Sieg einen Tick mehr wollte – und vorne die entscheidenden Nadelstiche setzte.

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